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23. Oktober 2009, 19:36 Uhr

Großeinsatz an Schule wegen Softair-Waffe

Aufregung an einer Volkshochschule in Landshut. Weil drei minderjährige Schüler mit einer Softair-Waffe rumhantiert haben, löste die Polizei einen Großeinsatz aus. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Tat der Jungen soll aber kein Einzelfall gewesen sein.

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Auf diesem Schulhof spielten die drei Jugendlichen mit der Softair-Pistole© Armin Weigel/DPA

Rund einen Monat nach dem Amoklauf von Ansbach haben Jugendliche mit einer sogenannten Softair-Waffe an einer Landshuter Volkshochschule einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein 16 und zwei 17 Jahre alte Jugendliche wurden am Freitag vorläufig festgenommen, die Pistole wurde in der Schule sichergestellt. Es handelt sich dabei um eine frei verkäufliche Softair-Waffe, für die man keinen Waffenschein benötigt. Diese verschießt mit Druckluft Plastikkugeln und wird von Waffenfans für militärische Spiele verwendet.

Einer der 17-Jährigen sagte, er habe zusammen mit seinem 16 Jahre alten Bekannten in den vergangenen Tagen für insgesamt 50 Euro zwei dieser Pistolen gekauft. Eine der Waffen habe er auf dem Pausenhof an seinen gleichaltrigen Bekannten übergeben. Eine Passantin hatte die jungen Männer dabei beobachtet und die Polizei alarmiert. Einer der 17-Jährigen habe mit der Pistole hantiert und sie sich in den Hosenbund gesteckt, berichtete der Polizeisprecher.

Schüsse im Klassenzimmer

Drei bis vier Minuten nach dem Anruf der Zeugin waren bereits mehrere Einsatzwagen an der Volkshochschule. Einer der Jungen wurde auf dem Schulgelände festgenommen, hatte die Waffe aber nicht mehr bei sich. Diese fanden Polizisten später in einem Klassenzimmer im Rucksack des anderen 17-Jährigen. Dieser ist bereits wegen Körperverletzungsdelikten registriert.

Alle drei Jugendlichen wurden nach ihrer Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie besuchen im Rahmen eines Sonderprojektes die neunte Klasse der Volkshochschule, um den qualifizierenden Hauptschulabschluss zu machen. Mitschüler berichteten, einer der Jugendlichen habe bereits einen Tag zuvor die Softair-Pistole in die Schule mitgebracht und damit sogar gegen die Tafel im Klassenzimmer geschossen. Am Freitag sei auch in der Pause auf dem Schulhof geschossen worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Mehrere Dutzend Beamte durchsuchten die Volkshochschule, an der sich am Freitag rund 500 Personen befanden.

 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
ice-t (26.10.2009, 09:45 Uhr)
Man beachte bitte die Worte "frei verkäuflich" und "ohne waffenschein"...
Warum wird hier so ein Wind gemacht?
Wissen die Meisten hier überhaupt was Softair-Waffen sind?
Pistölchen die kleine Plastkügelchen verschießen...
Es steht außer Frage, dass man sowas nicht mit in die Schule bringt und das sowas auch wehtut...Aber wer hier ernsthaft was von "ner Bedrohung" im Artikel schreibt, der übertriebt maßlos...
Es ist gut und richtig, dass die Polizei reagiert hat...Aber festnehmen? Warum?Weswegen? Das hätte man auch mit weitaus weniger TamTam regeln können.
Hier macht die Presse wieder aus jeder Mücke nen potentiellen Amoklauf...auf dass Herr Schäuble....ähm...Herr von und zu Gutenberg oder welcher Clown auch immer das machen will schöne weitere Antiterror-und AmokGesetze durchdrückt...

Man kanns auch echt übertreiben.
Morgen sind alle Paintball- und Gotcha-Spieler (ja das ist nicht das Gleiche) wieder die Blöden. Hand drauf!
Nemesis666 (24.10.2009, 00:26 Uhr)
Soft Air
Da wäre wohl die 'Prügelstrafe' angesagt
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