. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
23. Oktober 2009, 16:29 Uhr

Jugendliche lösen Großeinsatz der Polizei aus

Rund einen Monat nach dem Amoklauf von Ansbach haben am Freitag Jugendliche mit einer sogenannten Softair-Waffe an einer Landshuter Schule einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein 16 und zwei 17 Jahre alte Jugendliche wurden vorläufig festgenommen, die Pistole wurde in der Schule sichergestellt, wie die Straubinger Polizei berichtete.

Rund einen Monat nach dem Amoklauf von Ansbach haben am Freitag Jugendliche mit einer sogenannten Softair-Waffe an einer Landshuter Schule einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Ein 16 und zwei 17 Jahre alte Jugendliche wurden vorläufig festgenommen, die Pistole wurde in der Schule sichergestellt, wie die Straubinger Polizei berichtete. Die frei verkäuflichen Softair-Waffen verschießen mit Druckluft Plastikkugeln und werden von Waffenfans für militärische Spiele verwendet.

Gegen 10.00 Uhr hatte eine 53-jährige Frau auf dem Pausenhof der Landshuter Volkshochschule die beiden 17-Jährigen beobachtet, wie sie mit der täuschend echt aussehenden Waffe hantierten. Die Zeugin alarmierte sofort die Polizei. Dies führte zu einem Einsatz wegen eines möglichen Amoklaufs, die Schule wurde weiträumig abgesperrt.

Der Einsatz sei sehr schnell angelaufen, berichtete Polizeisprecher Klaus Pickel. «Wir hatten bereits drei Minuten nach der Meldung vier Streifenwagen direkt an der Schule gehabt.» Die Polizei brachte die rund 500 Schüler aus dem Gebäude und durchsuchte das Haus. Die Beamten fanden dabei die Pistole im Rucksack des einen 17-Jährigen. Die Tasche war in einem Raum abgestellt.

Der Jugendliche hatte die Waffe bereits am Vortag in die Schule mitgenommen und auf die Tafel in seinem Klassenzimmer gefeuert. Die drei Jugendlichen besuchen die 9. Klasse und an der Volkshochschule ein spezielles Fortbildungsprojekt. Nach den Vernehmungen wurden sie wieder freigelassen.

Laut der Stadt Landshut wurde bei der Volkshochschule nach der Alarmierung sofort ein Notfallplan umgesetzt. Die Schulleitung und die Polizei hätten vorbildlich reagiert, erklärte Oberbürgermeister Hans Rampf (CSU) laut Mitteilung. Durch die Alarmierung seien einige Jugendliche allerdings gehörig in Schrecken versetzt worden. Die nächsten Tage müsse sich deshalb besonders um die Schüler gekümmert werden.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Kopfwelten Risikozone Schule

Auf den Amoklauf von Ansbach folgten die üblichen Forderungen: Lehrer sollten aufmerksamer sein, Eltern beschützender erziehen. Die Gründe, die jemanden zum Täter machen, sind aber komplexer. mehr...

Amoklauf Winnenden - ein halbes Jahr danach

Vergangenen Donnerstag: Ein stern TV-Team dreht gerade in Winnenden mit Hinterbliebenen der Opfer des Amoklaufs, da kommt aus Ansbach die schockierende Nachricht, die die alten Wunden wieder aufreist. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe