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Gigantischer Eisberg von Antarktis gelöst - Anstieg des Meeresspiegels droht

Einer der größten jemals gesichteten Eisberge hat sich von der Antarktis gelöst. Der etwa eine Billion Tonnen schwere Koloss könnte zu einem deutlichen Anstieg des weltweiten Meeresspiegels führen.

In der Westantarktis hat sich vom Larsen-C-Schlefeis ein riesieger gelöst, der fast siebenmal so groß wie Berlin ist. Das teilte das Bremerhavener Alfred-Wegener-institut für Polar- und Meerforschung am Mittwoch mit.

Er treibe nun nach Norden und wird wohl zwei, drei Jahre brauchen, bis er geschmolzen ist. Es ist mit 175 Kilometern Länge und einer Breite von bis zu 50 Kilometern einer der größten Eiskolosse, den Wissenschaftler in den letzten drei Jahrzehnten registriert haben. Eine Gefahr für Menschen gehe von dem 6000 Quadratkilometern großen und etwa eine Billion Tonnen schweren Giganten nicht direkt aus.

Forscher haben vor Ablösung von Eisberg A68 gewarnt

Bereits Anfang Juni hatten die Forscher vor einer Ablösung des Eisbergs gewarnt. Dadurch allein sei kein Anstieg des Meeresanstiegs zu befürchten, erklärten Wissenschaftler der britischen Universität Swansea damals. Die Ablösung der Eismassen könne aber Larsen C destabilisieren und zum Einsturz bringen. Dadurch würden riesige Wassermassen freigesetzt. Wenn alle von Larsen C aufgefangenen Gletscher ins Meer flössen, würde der weltweite Meeresspiegel um etwa zehn Zentimeter steigen, warnten die Forscher.

Durch das Abbrechen des Eisberges, der voraussichtlich den Namen A68 erhalten soll, verringerte sich die Fläche von Larsen C den Forschern zufolge um ein Zehntel. Larsen C ist das nördlichste und größte Eisschelf der .

Zwei kleinere Eisschelfe an der östlichen Seite der Antarktis sind bereits kollabiert: 1995 ging Larsen A verloren, sieben Jahre später Larsen B. Die Antarktis ist besonders stark vom Klimawandel betroffen: Sie zählt zu den sich am schnellsten erwärmenden Gebieten unseres Planeten.


fs/DPA/AFP

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