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15. September 2009, 14:50 Uhr

Mädchen verprügelt und in Schacht geworfen

Anhaltender Regen hatte die Suche behindert, weder Suchscheinwerfer noch Wärmebildkameras hatten geholfen. Erst ein Suchhund spürte das in Velbert vermisste neunjährige Mädchen auf. Der Wuppertaler Staatsanwalt: "Wäre sie nicht gefunden worden, wäre sie sicher gestorben."

Velbert, Kanalschacht, neunjähriges Mädchen, Wuppertal, Uni-Klinik Essen

Abgesperrt: Am Fundort des Mädchens in Velbert-Neviges laufen die Ermittlungen weiter© Clemens Bilan/DDP

Ein neunjähriges Mädchen ist in Velbert bei Wuppertal fast zu Tode geprügelt und dann in einen Kanalschacht geworfen worden. Nur mit Hilfe eines Suchhundes konnte das lebensgefährlich verletzte Kind in der Nacht zum Dienstag von der Polizei aufgespürt werden. Nach einer intensivmedizinischen Behandlung in der Uni-Klinik Essen hat sich sein Zustand nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen stabilisiert.

"Wir gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus", sagte ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Dienstag. "Wenn sie nicht gefunden worden wäre, wäre sie sicher verstorben." Eine konkrete Spur vom Täter gebe es aber bislang nicht, hieß es. Der Körper der Neunjährigen wies nach Angaben der Behörden deutliche Zeichen stumpfer Gewalteinwirkung. Details wollte die Polizei mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Ob auch ein Sexualdelikt vorliege, stehe noch nicht fest.

Die Eltern des Mädchens hatten am Montagabend die Polizei alarmiert, weil ihre Tochter nach dem Besuch der örtlichen Hausaufgabenbetreuung nicht nach Hause gekommen war. Die Polizei setzte daraufhin sofort starke Kräfte und einen Polizeihubschrauber ein, der mit Wärmbebildkameras und Suchscheinwerfern nach dem Kind fahndete. Doch erst der Einsatz einer Hundestaffel brachte schließlich die Beamten in der Nacht auf die richtige Spur. Gegen 1.10 Uhr entdeckte der Suchhund Christo das schwerstverletzte Kind in einem Kanalschacht nahe der ehemaligen Volksschule, wo die Hausaufgabenbetreuung stattgefunden hatte.

Am Dienstag lag das Mädchen noch auf der Intensivstation. Es konnte bislang noch nicht vernommen werden. Lebensgefahr bestehe aber nicht mehr, sagte der Justizsprecher. Eine konkrete Spur hatte die Polizei nach Angaben eines Sprecher zunächst nicht. "Die Spurensicherung vor Ort läuft", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Doch sei die Witterungslage mit lang anhaltendem Regen nicht günstig. Es sei deshalb fraglich, ob konkrete Spuren gesichert werden könnten. Weitere Details will die Staatsanwaltschaft möglicherweise auf einer Pressekonferenz am Mittwoch mitteilen.

AP
 
 
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