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9. November 2009, 08:53 Uhr

Siebenjähriger hatte zwei Promille im Blut

Zwei Promille mit sieben Jahren: Ein kleiner Junge ist völlig betrunken in eine Berliner Klinik eingeliefert worden. Er schwebt in Lebensgefahr. Fußgänger hatten das Kind zitternd und sich übergebend auf einem Gehweg in Spandau gefunden.

Junge, Alkohol, Promille, zwei

Immer mehr Kinder und Jugendliche müssen nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus© DDP

Ein erst sieben Jahre alter Junge ist in Berlin mit einer lebensgefährlichen Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, fanden Passanten das zitternde und sich übergebende Kind am Sonntagabend auf einem Gehweg im Stadtteil Spandau. Der Junge, bei dem ein Blutalkoholwert von zwei Promille festgestellt wurde, musste stationär auf der Intensivstation behandelt werden. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge soll er mit seinem zwei Jahre älteren Bruder alkoholische Getränke auf einem Spielplatz getrunken haben, die er ebenfalls von Jugendlichen erhalten hatte.

Angaben der Techniker Krankenkasse vom Frühjahr zufolge landen immer mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen im Krankenhaus. Allein in Hamburg seien im vergangenen Jahr 1765 Minderjährige mit der Diagnose "psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol" in Kliniken eingeliefert worden. Das waren etwa zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Hochgerechnet auf das gesamte Bundesgebiet sind das nach Angaben der Kasse fast 20.000 alkoholbedingte Krankenhausaufenthalte von Minderjährigen pro Jahr. Damit stehe das sogenannte Komasaufen unter den häufigsten Ursachen für Klinikaufenthalte bei Kindern und Jugendlichen mittlerweile auf Platz 15.

AFP
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
raptor-xl (09.11.2009, 18:02 Uhr)
@Bremensie
nein, die gesellschaft ist nicht schuld. es sind immer die familien, die ihre kinder prägen. erziheung kann weder von der schule, der arbeitsstelle oder von sozialarbeitern übernommen werden. das sind die stellen, wo man im besten falle noch etwas abfedern kann, bevor es ganz vorbei ist.
richtig gesoffen wurde vor 30 jahren. schauen sie sich mal den bierkonsum zu der zeit an! keine geschäftsessen ihnen digestif danach. kein fernsehkommissar, der nicht ne flasche weinbrand im schrank hatte. der konsum war früher viel höher! aber eben nur bei erwachsenen! die eltern haben da noch aufgepasst...
heute verwahrlosen immer mehr familien und mit ihnen die kinder. es geht ja nicht nur um alkohol, sondern auch um andere bereiche. viele sind heute sehr emotionslos, können keine gefühle entwickeln und leidern unter mitleidslosigkeit. eine folge von fehlender wärem in der erziehung.
denn vor 30 jahren kloppte man sich auch mal in der kneipe. da haute einer mal dreimal auf die nase, dann war klar, wer stärker ist. der unterlegene verdrückte sich und der fall war ausgestanden.
heute wird noch dann geschlagen oder getreten, wenn das opfer völlig wehrlos auf dem boden liegt...

das ist der unterschied zwischen damals und heute. nicht etwa, dass es damals nicht passiert ist, es war nur eben alles ganz anders als heute. wir haben einen teil der gesellschaft, der ist (nett ausgedrückt) verlottert.
bildungsfern, gefühlskalt, unerzogen und vom glauben durchzogen, dass gewalt, kriminalität oder sauforgien sie stark macht.

und dafür kann kein lehrer was. kein sozialarbeiter oder sonst wer... das sind die produkte elterlicher erziehung, besser nichterziehung.
Bremensie (09.11.2009, 17:27 Uhr)
Betrunken
Ich denke dass hier nicht nur die Eltern schuld sind,sondern auch unsere sogenannte Gesellschaft. Die Werbung für Alkohol ist ja mehr oder weniger verbote. Wenn ich mir dann aber Filme oder Krimis im Fernsehen anschaue mutieren manche dargestellten Figuren zu Schluckspechten und demonstrieren wie sie so ihre Probleme bewältigen.
Da bleibt es oft nicht bei dem sogenannten Glas Wein zur Entspannung. Aber auch als Eltern sollte man sich in die Pflicht nehmen. Als unsere Kinder klein waren bezw. Teenager haben wir uns bemüht in ihrer Gegenwart kein Alkohol zu trinken. Wir haben ihn aber auch nicht vermisst.
raptor-xl (09.11.2009, 13:52 Uhr)
sachlich bleiben?
wie bitte kann man da sachlich bleiben? die gesellschaft rutscht weg und alle gucken zu... in talkshows geben sich dann alle betroffen, dann fordern alle viel mehr sozialarbeiter und natürrlich noch mehr geld für diese menschen. und an allem haben dann die reichen, die schulen, die wirtschaft und die eliten schuld!!!

aber so ist es nicht. das hätte keine schule, keine elite und erst recht die wirtschaft nicht stoppen können. das kind ist so jung, dass kann nur von einer instutition geprägt sein: den eltern!!!

es läuft verdammt viel schief in den familien. eltern werden nicht tzur verantwortung gezogen, viel zu oft verwahrlosen die kinder, die statistiken in punkto kriminalität, drogendelikte und anderem platzen in dieser schicht aus allen nähten.

dieses kind wird bei eltern groß, wo scheinbar alkohol (in großen mengen) normal ist. und dieses kind hat verloren, bevor es auf die welt kam. da kümmert sich keiner! und somit wird dieses kind wohl kaum einen schulabschluss schaffen, wird die viel gescholtene wirtschaft nie eknnenlernen und von geburt bis tod ein sozialfall sein.

wer da wegschaut, wer sich darauf beruft, dass seien doch nur einzalfälle, der ignoriert das thema und macht sich schuldig am zerfall der gesellschaft und an der pleite der sozialkassen. denn so war soziales engagement bei der gesetzgebung nicht gemeint. das war eine stütze für in not geratene menschen. kein dauerabo!
aber
Administrator (09.11.2009, 12:20 Uhr)
@NewWorld
Ihr Beitrag stellte u.a. eine Antwort auf einen von uns gelöschten Beitrag dar. Aus diesem Grund mussten wir Ihren Kommentar leider löschen.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins
Administrator (09.11.2009, 12:14 Uhr)
@raptor-xl
Ihr Beitrag wurde gelöscht. Bitte argumentieren Sie sachlich.
Corazito3333 (09.11.2009, 11:27 Uhr)
esopherah hat recht
alles kostet geld, daß der jugendliche nicht hat - sich zu betrinken ist billig und bringt träume, In der disco ist der alkohol immer noch das billigste, ein abend mit wasser-trinken kann ich mir als erwachsener auch nicht leisten!!!!! Ein hoch auf die Biermafia!!!
Malt (09.11.2009, 11:04 Uhr)
@Miguelo
Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass irgendwer einem 9 jährigen und seinem 7 jährigen Bruder Alkohol verkauft hat... ich mein, es gibt zwar viele Idioten dort draussen, aber sowas kann ich mir nicht vorstellen... ich glaube eher, dass die die Sachen von zuhause mitgenommen haben - deshalb hat hier der günstige Preis wohl mal keine Schuld, auch wenn ich Ihnen da grundsätzlich recht gebe!
.
Aber ist ja auch so schön, das mit dem Alkohol... und mich wundert auch nicht, dass da selbst die Kleinen drauf einsteigen... ich meine, durch die omnipräsente Werbung für Alkohol hat man ja langsam das Gefühl, dass man ohne gar nicht leben kann... und auch der Stern zeigt jedes Jahr die Bilder von Prominenten mit einer Maß in der Hand auf dem Oktoberfest wie sie fröhlich, gut aussehend und gut gelaunt in die Kamera prosten.... na klar, ist ja nicht nur salonfähig, es gehört zum guten Ton... interessiert ja auch keinen das Alkohol NOCH VOR ALLEN ANDEREN DROGEN die meisten Süchtigen hat, die schlimmsten körperlichen Folgen nach sich zieht und, auch durch die freie Erwerbbarkeit die mit Abstand höchste Rückfallquote aufweist.... von den meisten Toten, bei denen der Alkohol direkt für das ableben verantwortlich gemacht werden kann, ganz zu schweigen. Aber Gott sei Dank sind solche Massenmordgifte wie Marihuana bei uns verboten... ^^
SirDidimus (09.11.2009, 10:59 Uhr)
warum die eltern
jugendliche auf dem spielplatz haben den kindern den alkohol gegeben. sicherlich sollte das eine mutprobe sein. eine dumme mutprobe, wenn man fast dabei drauf geht... die jugendlichens sind da zur verantwortung zu ziehen, und vor allem: wie sind die an den alkohol gekommen. fragen über fragen...
acitapple (09.11.2009, 10:38 Uhr)
gute frage
immer wird hier nur nach höheren steuern geschrieen, aber mich würde mal interessieren, ob jemand die eltern an ihre fürsorgepflicht erinnert. werden die nun auch betreut oder kriegen mal beigebracht, wie man kinder erzieht oder was ? das bier und der hersteller haben wohl die wenigste schuld daran. also gebt den eltern mal eins drauf !!!
kilo-killer (09.11.2009, 10:24 Uhr)
Es geht weniger um die Eltern, in erster Linie geht es um das Kind
@undjetztnochder Die Diagnose ist vollkommen richtig "psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol" ausgedrückt, es handelt sich um die Klassifizierung nach ICD 10 (F19) (Internationale Klassifikation der Krankheiten) und der Arzt handelt demnach "State of Art". Hört sich technisch an, aber Ärzte handeln nach Leitlinien ...

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