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Wo "Rind" draufstand, war Pferdefleisch drin

Es sollte Rindfleisch in der Lasagne sein. Doch was Tausende Briten aßen war Pferdefleisch. Der Hersteller des Tiefkühlgerichts lieferte auch nach Deutschland. NRW verschärft die Produktkontrollen.

  Rindfleisch sollte eigentlich in dieser Tiefkühllasagne sein. Bei Kontrollen wurde in Großbritannien jedoch Pferdefleisch gefunden.

Rindfleisch sollte eigentlich in dieser Tiefkühllasagne sein. Bei Kontrollen wurde in Großbritannien jedoch Pferdefleisch gefunden.

Der Skandal um Pferdefleisch in Tiefkühlgerichten weitet sich aus: Nach dem Fund in tiefgefrorener Lasagne in Großbritannien nahm die betroffene Marke Findus am Freitag auch in Frankreich drei Fertigmahlzeiten aus dem Handel. Während die britische Lebensmittelaufsicht Tests aller Fertiggerichte anordnete, die laut Verpackung Rindfleisch enthalten, weiteten deutsche Behörden ihre Kontrollen aus.

Der britischen Behörde für Lebensmittelsicherheit FSA zufolge hatte die Marke Findus in elf Lasagnen einen Pferdefleisch-Anteil von mindestens 60 Prozent entdeckt. In manchen Fällen enthielten die Gerichte sogar hundert Prozent Pferdefleisch, obwohl auf dem Etikett Rindfleisch angegeben war. Einem Findus-Sprecher zufolge wurden die Produkte vom französischen Hersteller Comigel geliefert und inzwischen aus dem Handel genommen.

Geschmackloser Skandal

In Frankreich rief Findus am Freitag drei Tiefkühlprodukte zurück: Bolognese-Lasagne, Hackfleisch-Kartoffelpüree-Auflauf und Moussaka. Von ihnen gehe aber keine Gesundheitsgefahr aus, erklärte das Unternehmen. Auch in Schweden wurde die Lasagne zurückgerufen.

In Großbritannien sorgte der Fund von Pferdefleisch für Entsetzen. Das Büro von Großbritanniens Regierungschef David Cameron sprach von einem "geschmacklosen" Skandal, betonte aber ebenfalls, dass es keinen Hinweis auf Gesundheitsgefahren gebe. Das Fleisch werde aber auf Überreste von Medikamenten geprüft.

Woher das Fleisch kommt, scheint unterdessen unklar. Comigel teilte mit, das Pferdefleisch stamme aus Rumänien. Es sei vom fleischverarbeitenden Unternehmen Spanghero mit Sitz in Südwestfrankreich an Comigel geliefert worden. Die luxemburgischen Gesundheitsbehörden teilten hingegen mit, das aus Frankreich stammende Fleisch sei für Comigel von der Firma Tavola mit Sitz in Luxemburg verarbeitet worden.

Briten essen kein Pferdefleisch

Bereits Mitte Januar hatte der Fund von Pferdefleisch in Tiefkühl-Hamburgern von Supermärkten in Großbritannien und Irland für Verunsicherung bei den Verbrauchern gesorgt. Seit Wochen ermitteln die Behörden wegen ähnlicher Funde beim heimischen Branchenprimus Tesco und bei Burger King. Anders als in Deutschland und Frankreich ist der Verzehr von Pferdefleisch in Großbritannien und Irland verpönt. Die FSA forderte alle Händler und Hersteller auf sicherzustellen, dass in ihren Produkten auch das enthalten sei, was auf der Verpackung stehe. Die Behörde schloss zudem rechtliche Schritte gegen die französische Herstellerfirma Comigel nicht aus.

Comigel machte seinerseits einen seiner Lieferanten verantwortlich und erklärte, sich rechtliche Schritte gegen diesen vorzubehalten. Bei dem Lieferanten habe es ein Problem mit der vorgeschriebenen "Nachverfolgbarkeit" des Fleisches gegeben, teilte das Unternehmen mit. Alle Produkte des fraglichen Lieferanten - der nicht namentlich genannt wurde - seien aus der Produktion ausgeschlossen worden.

Lieferant auch in Deutschland aktiv

Comigel zählt auch Deutschland zu seinen wichtigsten Lieferländern. Ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums sagte, die Kontrolldichte im größten Bundesland sei verschärft worden. "Wir haben angeordnet, dass die Kontrollstellen einen verschärften Blick bei der Produktkontrolle machen." Die Lebensmittelkontrolle ist in Deutschland Sache der Bundesländer. Nach bisherigem Stand gebe es aber keine Hinweise, dass die Produkte aus Großbritannien nach NRW geliefert worden seien, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Ein abschließendes Urteil sei allerdings erst nach einer intensiven Überprüfung möglich. Das Landesumweltamt habe entsprechende Anweisungen.

swd/DPA/AFP/Reuters/DPA/Reuters

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