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20. April 2011, 19:05 Uhr

Zwölfjähriger in Berlin erschlagen

Schrecklicher Fund bei einer Suchaktion der Berliner Polizei: Im Keller eines Mehrfamilienhauses entdecken die Beamten die Leiche eines Zwölfjährigen, der gewaltsam zu Tode kam. Hat der Vater etwas damit zu tun?

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Der Keller, in dem der Junge gefunden wurde, gehört offenbar zu dem Mehrfamilienhaus, in dem sein Vater lebt© Tobias Kleinschmidt/DPA

Ein zwölfjähriger Junge ist im Keller eines Berliner Wohnhauses erschlagen aufgefunden worden. Polizeibeamte hatten nach dem Schüler gesucht, der am Dienstag als vermisst gemeldet worden war. Die Mordkommission geht von einer "Beziehungstat" mit familiärem Hintergrund aus. Ein Sexualdelikt wurde ausgeschlossen. Eine erste Obduktion ergab, dass der Schüler durch Gewalt gegen den Oberkörper starb, wie die Polizei mitteilte.

Ein zunächst festgenommener Mann wurde am Mittag wieder auf freien Fuß gesetzt, da sich der anfängliche Tatverdacht gegen ihn nicht bestätigte. Zu der Identität des Mannes äußerte sich die Polizei nicht. Nach Medieninformationen soll es sich dabei um den Lebensgefährten des Vaters handeln. Die Eltern sollen nach Medieninformationen getrennt leben.

Offenbar Streit mit dem Vater

Die Mutter des Jungen hatte ihren Sohn am Dienstagmorgen als vermisst gemeldet. Die Polizei entdeckte die Leiche nach Angaben eines Sprechers gegen 1 Uhr bei einer Suchaktion.

Nach Informationen der "Berliner Morgenpost" hatte der Zwölfjährige am Dienstag den Vater zusammen mit seiner Schwester besucht. Dabei soll es zu einem Streit gekommen sein, bei dem Vater und Sohn aus der Wohnung liefen und verschwanden. Wie das Blatt weiter berichtet, gilt der verschwundene Vater nun als dringend verdächtig. Die Polizei wollte allerdings nicht bekanntgeben, ob nach dem Mann gesucht wird.

Verschwiegene Polizei, Blutlachen im Keller

Die Polizei bestätigte auch nicht Berichte, wonach der Junge in dem Haus gefunden wurde, in dem sein Vater lebt. Als Grund für die Zurückhaltung nannte sie die laufenden Ermittlungen.

In dem sechsstöckigen Mietshaus war einer der mit Brettern abgetrennten Verschläge am Mittwoch mit einem Polizeisiegel verschlossen. Zwischen den Holzlatten war in dem vollgestellten Raum eine Blutlache zu sehen. Vor dem Eingang klebten Pfeile der Spurensicherung auf dem Boden. Sie markierten Flecken, die vermutlich von der Tat stammen.

In der sechsten Etage des Hauses war eine Wohnungstür ebenfalls von der Polizei versiegelt worden. Auch dort war zu sehen, dass Ermittler Spuren gesichert hatten. Der Aufzug war außer Betrieb. Es herrschte gespenstische Stille in dem Haus. Anwohner berichteten, dass der Junge nicht in dem Haus gewohnt haben soll.

fw
 
 
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