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19. August 2008, 16:05 Uhr

Großaufgebot sucht nach vermisster Achtjähriger

Knapp einen Tag nach dem Verschwinden eines achtjährigen Mädchens aus Leipzig fehlt von dem Kind noch jede Spur. Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot nach Michelle, die am Montag nicht nach Hause gekommen war.

Die achtjährige Michelle ist 1,30 bis 1,35 Meter groß© DPA

Verzweifelte Suche nach einem achtjährigen Mädchen: Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei in Leipzig nach der vermissten Michelle, die sich am Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr mit einer Freundin von einer Grundschule im Stadtteil Reudnitz-Thonberg auf den Heimweg gemacht hatte, aber nicht in der nahegelegenen elterlichen Wohnung angekommen war. Seit sich die Freundin von ihr getrennt hat, fehlt von Michelle jede Spur.

"Wir können eine Straftat nicht ausschließen", sagte ein Polizeisprecher . Die Suche begann, nachdem die Eltern ihr Kind als vermisst gemeldet hatten. Michelle gilt als zuverlässig. Die Polizei weitete die Aktion am Dienstag aus und setzte mehr als 100 Kräfte ein, darunter Reiter, Spürhunde und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera. Polizisten durchkämmten leerstehende Gebäude und Fabrikgelände. "Straßenzug für Straßenzug" werde abgesucht.

Fahndungsblätter verteilt

Zugleich wurden Anwohner sowie Freunde und Bekannte der Familie befragt. Die Polizei erhielt Hinweise, wie ein Sprecher mitteilte, aber es war "nichts Konkretes dabei". Die Suche konzentrierte sich auf den Stadtteil Reudnitz im Südosten von Leipzig. Die Grundschule ist nur etwa zehn Gehminuten von der Wohnung ihrer Eltern entfernt.

Die Polizei rief die Bevölkerung zur Mithilfe auf. In Leipzig wurden Fahndungsblätter mit Fotos der Vermissten verteilt. Die Personenbeschreibung des Kindes wurde zudem per Lautsprecherdurchsage bekanntgegeben. Michelle ist 1,30 bis 1,35 Meter groß, hat mittellange rotblonde Haare und blaue Augen. Sie trug hellblaue Jeans, ein gelbes T-Shirt, eine pinkfarbene Jacke mit Kapuze sowie weiße Turnschuhe. Sie hatte eine große pinkfarbene Tasche bei sich.

Die Polizei begann außerdem damit, Videomaterial aus Bussen und Straßenbahnen auszuwerten. Sollte das Mädchen, das normalerweise zu Fuß nach Hause läuft, den Nahverkehr genutzt haben, könnte das Material wichtige Hinweise liefern.

Der Vermisstenfall weckt in Leipzig Erinnerungen an den neunjährigen Mitja. Ein vorbestrafter Triebtäter vergewaltigte und tötete den Jungen Anfang 2007, nachdem er ihn auf dem Nachhauseweg abgefangen hatte. Dem Mörder kam man mit Hilfe einer Straßenbahn-Überwachungskamera auf die Spur.

Der Polizeisprecher sagte, ein Kriseninterventionsteam, dem Psychologen angehörten, stehe bereit, um die Eltern jetzt nicht alleine zu lassen. Die Suche sollte auch in der Nacht fortgesetzt. Die Leipziger Polizei bat Zeugen, sich unter der Nummer 0341- 9664-6666 zu melden oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
herdubreid (20.08.2008, 09:00 Uhr)
@sandrataddei
Schlimm? Dass Kinder ohne Erwachsene draußen herumlaufen, finden Sie schlimm? Ich finde es schlimm, dass sie nicht allein nach Hause gehen können. Immer sind Kinder allein von der Schule nach Hause gegangen. Die armen Kinder von heute werden überallhin von Mami gebracht, wie sollen sie denn selbständig werden? Das ist nicht normal.
sportartmakler (20.08.2008, 08:52 Uhr)
sehr traurig
vor allem weil das ende der geschichte wohl schon bekannt ist, bei solchen geschichten bin ich leider pessimist.
trotzdem braucht man nach solchen vorfällen nicht nach noch mehr kameras schreien. schon mal in leipzig gewesen? wenn sie den hbf verlassen und 3 stündchen durch die innenstadt schlendern sind sie bereits 2h 50min gefilmt wurden.
@sandrataddei: ja, die zeiten sind schlimmer geworden. wobei das nur ein subjektiver eindruck ist, da durch die medien gehypt. wenn sie ihre/n 8 jährigen spross niemals allein rauslassen wohnen sie entweder in einer sehr miesen gegend oder aber sie sind aus meinen augen schon leicht hysterisch.
piepe (20.08.2008, 07:05 Uhr)
nie wieder....
Diese verrückten und gestörten Menschen dürften nach Ergreifung und Verurteilung nie wieder, die Betonung liegt auf nie!!!, auf die Menschheit losgelassen werden. Aber da gibt es ja Gutachter die anderer Meinung sind....
sandrataddei (19.08.2008, 22:31 Uhr)
schlimm
Ich finde es erstaunlich, dass Kinder in diesem Alter immer noch ohne erwachsene Begleitung draussen herumlaufen. Ich persoenlich bin der Ansicht das Kinder in diesem Alter ganz schnell zum Opfer werden koennen. Es hat sich leider in den letzten Jahren gezeigt, dass in Deutschland (und natuerlich auch in anderen Laendern) mehr und mehr Gestoerte und Paedophile auf der Jagd nach "ungeschuetzten (unbeaufsichtigten) Kindern sind. In der Vergangenheit gab es ja nun schon oefters Faelle, in denen Kinder einfach in Autos gezerrt wurden, oder mit fadenscheinigen Ausfluechten zum mitkommen ueberredet wurden und spurlos verschwunden sind. Mein juengstes Kind ist 8 Jahre alt, und niemals wuerde ich ihn unbeaufsichtigt draussen herumlaufen lassen.(und ich bin keine hysterische oder ueberbeschuetzende Mutter) Leider aber haben sich die Zeiten geaendert und das nicht zum Gunsten unser Kinder. Ich wuensche mir das die Kleine wohlbehalten zu ihren Eltern zurueckgebracht wird und es ein happy end fuer diese Familie gibt.
Nana_Xiaojie (19.08.2008, 18:14 Uhr)
Hoffentlich...
...wird das Kind bald und unversehrt gefunden.
pops (19.08.2008, 18:05 Uhr)
Hat meiner
Meinung nach fast fatale optische Ähnlichkeit mit Maddie. Hoffentlich wird sie schnell und o.k. gefunden...
Watschdog39 (19.08.2008, 17:27 Uhr)
Eine
lückenlose Kameraüberwachung vor Schulen und Kindergärten sowie Bus und Bahnhaltestellen in deren Nähe wäre ein geeignetes Mittel um festzustellen, wer sich an solchen Orten rumtreibt, Kinder anspricht oder mitnimmt.
Dieses dumme Gerede von Freiheit und Überwachungsstaat kann ich schon nicht mehr hören.
Alle öffentlichen Plätze sollten überwacht werden, ebenso Fußgängerzonen. Was spricht denn dagegen?
Freiheit? Um was zu tun? Einer alten Oma mal schnell die Handtasche abnehmen? Oder einem Opa auf´s Maul hauen? "He Alter, wat kuckste so"
Ich habe persönlich kein Problem damit, wenn ich an öffentlichen Plätzen mit einer Videokamera beobachtet werde; im Gegenteil, ich würde mich dort schon sicherer fühlen. Und vor allem, Kinder wären besser geschützt.
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