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18. Januar 2011, 16:57 Uhr

16 Verdächtige - OB Sauerland ist nicht dabei

Ein halbes Jahr nach der Loveparade-Katastrophe von Duisburg mit 21 Toten wird nicht mehr nur "gegen Unbekannt" ermittelt: 16 Mitarbeiter der Stadt, des Veranstalters und der Polizei müssen sich verantworten - der in die Kritik geratene Oberbürgermeister dagegen nicht.

Loveparade, Ermittlungen, Ermittler, Duisburg

21 Tote im Duisburger Loveparade-Gedränge: Die Aufarbeitung dauert an© Erik Wiffers/DPA

Verdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung: Knapp ein halbes Jahr nach der Loveparade-Katastrophe ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg gegen insgesamt 16 Personen. Darunter sind elf Mitarbeiter der Stadtverwaltung, vier von der Veranstalterfirma Lopavent und einer von der Polizei.

Der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) steht dagegen nicht auf der Liste der Staatsanwaltschaft, wie aus Justizkreisen bekannt wurde. Auch gegen den Chef der Veranstalterfirma Lopavent, Rainer Schaller, werde nicht ermittelt.

"Nicht zwingend vor Gericht"

"Die Feststellung eines Anfangsverdachts bedeutet nicht zwingend, dass sich die Beschuldigten auch vor Gericht werden verantworten müssen", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft Duisburg am Dienstag. Erst die weiteren Ermittlungen würden zeigen, ob im Einzelfall jeweils Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde.

Bislang hatten sich die Ermittlungen "gegen Unbekannt" gerichtet. Bei einem Gedränge am Rande der Technoparade waren am 24. Juli 2010 und in den Tagen danach 21 Menschen getötet worden. Mehrere hundert wurden verletzt. Am kommenden Montag ist das Unglück genau ein halbes Jahr her.

fw/DPA
 
 
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