Bohlen-Einbrecher muss lange ins Gefängnis

29. Januar 2009, 11:49 Uhr

Ein Gericht in Lübeck hat einen Mann wegen einer Einbruchsserie zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Der Angeklagte war unter anderem auch beim Pop-Produzente Dieter Bohlen eingebrochen. Der hatte im Prozess selbst als Zeuge ausgesagt.

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Bohlen, Tötensen, Dieter Bohlen, Pop-Produzent, Musik-Produzent

Ein Gericht hat den Mann, der in die Villa von Dieter Bohlen (Foto) eingestiegen war, zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Bohlen selbst hatte im Prozess als Zeuge ausgesagt©

Wegen eines Einbruchs in die Villa von Musikproduzent Dieter Bohlen und zahlreicher weiterer Straftaten hat das Landgericht Lübeck am Donnerstag einen 47-jährigen Mann zu zwölf Jahren und neun Monaten Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Noch im Gerichtssaal beauftragte der Angeklagte seinen Verteidiger, gegen das Urteil Revision einzulegen. Sein Rechtsanwalt hatte neuneinhalb Jahre Haft gefordert, die Staatsanwaltschaft dagegen 13 Jahre und 6 Monate mit anschließender Sicherungsverwahrung beantragt.

Spektakuläre Tat bei Bohlen

Der Einbruch bei Bohlen am 13. Dezember 2003 war zwar bei weitem nicht die schwerste, wohl aber die spektakulärste Tat aus der Reihe der Verbrechen, wegen der einschlägig vorbestrafte Angeklagte verurteilt wurde. Während Bohlen in Köln in der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" Talente sichtete, hatte der Angeklagte nach Überzeugung des Gerichts mit Komplizen die Villa des Musikproduzenten in Tötensen bei Hamburg ausgeräumt.

Gestohlen wurden unter anderem ein Tresor mit Bargeld und Handys, ein in die Wand von Bohlens Studio eingelassener Flachbildschirm und ein noch Original verpackter Flachbildfernseher, den sich Bohlen selbst zu Weihnachten schenken wollte, wie er bei seiner Zeugenaussage in Lübeck Mitte Januar berichtete. "Am meisten ans Herz gegangen ist mir aber der Diebstahl eines Gemäldes, das ich in Russland gekauft hatte. Das war ein schwarz-weißes Bild, das einen abstrakten Flügel zeigte", berichtete der Musikproduzent damals.

Der Angeklagte hatte die Beteiligung an diesem Einbruch vehement bestritten. Sein Verteidiger hatte daher gefordert, den 47-Jährigen in diesem Fall freizusprechen. Ermittler hatten jedoch einige Stücke aus der Beute - darunter ein USB-Stick mit dem Manuskript von Bohlens Buch "Hinter den Kulissen 2" - in der Wohnung des Angeklagten gefunden. Dies werteten die Richter als Beweis für die Schuld des 47- Jährigen und und verhängten für diese Tat eine Einzelstrafe in Höhe von zwei Jahren und drei Monaten.

Zu den übrigen acht Fällen von schwerem Raub, Einbruchsdiebstahl, und Diebstahl, wegen denen der Angeklagte am Donnerstag verurteilt wurde, gehörten der bewaffnete Überfall auf das Lübecker Auslieferungslager des Hermes-Versandes und der Raubüberfall auf eine 67-jährige Geschäftsfrau in Bad Schwartau. Zwei der ursprünglich angeklagten zwölf Fälle waren bereits vor dem Ende der Beweisaufnahme eingestellt worden; in einem Fall sprach das Gericht den Angeklagten frei.

DPA
 
 
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KOMMENTARE (2 von 2)
 
arniston (31.01.2009, 05:31 Uhr)
naddel und mehr..
bohlen unser musikant, sowas von skandalnudel, der nicht singen kann, lähm die republik. und geht auch noch zum prozess, lachhaft wie er ist..
bigcpoint (29.01.2009, 14:04 Uhr)
Is ja n Ding
Pech für ihn, daß Zumwickels Anwalt keine Zeit hatte....
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