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Touristen stürzen mit Ballon in den Tod

Ein Heißluftballon mit Touristen an Bord ist nahe dem ägyptischen Luxor abgestürzt. Mindestens 18 Menschen starben, als der Ballon explodierte. Die Betreiberfirma nennt eine mögliche Ursache.

  Der Heißluftballon stürzte in einem Zuckerrohrfeld ab. Ermittler inspizieren den Unglücksort.

Der Heißluftballon stürzte in einem Zuckerrohrfeld ab. Ermittler inspizieren den Unglücksort.

Beim Absturz eines Heißluftballons in der ägyptischen Stadt Luxor sind 18, nach anderen Quellen 19 Touristen ums Leben gekommen. Ein kaputter Gasschlauch soll das Unglück am Dienstagmorgen verursacht haben. Das berichtete das Nachrichtenportal "Al-Ahram" unter Berufung auf einen Mitarbeiter der Firma, bei der die Touristen den Ballonflug gebucht hatten. Drei Insassen wurden schwer verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes in Berlin sind unter den Opfern keine Deutschen. Die Insassen des Ballons kamen nach Informationen des Nachrichtensenders Al-Arabija aus Asien, Ungarn, Frankreich und Großbritannien. Der Sender CNN berichtete, dass neun Touristen an Bord aus Hongkong, vier aus Japan, drei aus Großbritannien, zwei aus Frankreich und einer aus Ungarn stammten. Zuvor war noch von zwei Belgiern die Rede gewesen. Nach Angaben einer weiteren Mitarbeiterin des Ballonfahrtunternehmens waren auch koreanische Touristen an Bord. Insgesamt waren 21 Menschen in dem Ballon.

Der ägyptische Ballonführer und zwei britische Touristen sollen in den dramatischen letzten Sekunden in der Luft versucht haben, sich mit einem Sprung aus dem Ballon zu retten. Sie wurden den Angaben zufolge mit schweren Verbrennungen und Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Alle Leichen inzwischen geborgen

Der Mitarbeiter der Ballonflug-Firma sagte, der Schlauch sei kurz vor der geplanten Landung über dem Stadtteil Kurna gerissen. Die anschließende Explosion des Gastanks habe den Ballon erst in rasender Geschwindigkeit auf eine Höhe von 400 Metern aufsteigen lassen. Dann sei er zerplatzt. Der Korb mit den Touristen stürzte auf ein Zuckerrohrfeld im Westen der Stadt. Das Nachrichtenportal "youm7" meldete, zwei Stunden nach dem Absturz seien alle Leichen geborgen worden. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet.

Luxor liegt am Nil und ist mit seinen Tempelanlagen aus der Pharaonenzeit eine der Haupttouristenattraktionen in Ägypten. Exkursionen mit dem Heißluftballon sind sehr beliebt - allerdings gab es immer wieder schwere Unfälle. So stürzte 2009 ein Ballon ab, 16 Touristen wurden verletzt. Im Februar 2008 stießen drei Heißluftballons zusammen, dabei wurden sieben Insassen verletzt. Der Tourismus - eine der Haupteinnahmequellen Ägyptens - leidet derzeit unter den politischen Unruhen im Land.

swd/mlr/DPA/AFP/DPA
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