28. November 2007, 07:47 Uhr

Charlottes Aussage liegt vor

In den Fall Marco W. kommt Bewegung: Nach Monaten des Wartens liegt dem türkischen Gericht jetzt die Aussage von Charlotte vor, die dem 17-jährigen Uelzener vorwirft, sie sexuell missbraucht zu haben. Marcos Anwalt hofft nun, dass es bis Mitte Dezember übersetzt sein wird.

Marco weiß bald, was Charlotte ihm genau vorwirft©

Im Fall des in der Türkei angeklagten Schülers Marco liegt nach Darstellung seines Verteidigers dem Gericht nun die Aussage des angeblichen Missbrauchsopfers vor. Anwalt Michael Nagel sagte in der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner", die Aussage der 13-jährigen Engländerin Charlotte sei im Original eingetroffen.

"Jetzt muss es übersetzt werden. Jetzt können wir davon ausgehen, dass es auch in übersetzter Form am 14. Dezember vorliegen wird." An diesem Tag wird die Verhandlung gegen Marco fortgesetzt. Weil die in England aufgenommene Aussage von Charlotte bisher nicht vorlag, hatte sich das Gericht im türkischen Antalya immer wieder vertagt.

Nagel sagte zu der Aussage des Mädchens: "Ich hab ja auch ein Glaubwürdigkeitsgutachten erstellen lassen und das ist ziemlich eindeutig, ist im Ergebnis so, dass es die Vorwürfe gegen Marco nicht erhärtet und nicht bestätigt." Marco sitzt seit rund sieben Monaten in türkischer Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, die 13-jährige Britin in den Osterferien in der Türkei sexuell missbraucht zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 138)
 
muhtesem1 (30.11.2007, 21:13 Uhr)
ehrenmorde sind auch in der türkei verboten,
was hat dies aber mit dem eigentlichen thema zu tun? nichts! sachse, du bist auf kreuzzug. hahahaha. egal. mach weiter so. vernümftige lesen das gar nicht und halten sich hier nicht mehr auf. es sind nur einige kranke unter sich.hahahaha
sachsenwini (30.11.2007, 18:13 Uhr)
"Morden, wenn es die Ehre verlangt!"

Ausschnitt aus einer öffentliche Anhörung des Europäischen Parlaments (Brüssel) im Frauenausschuss des Europäischen Parlaments über die Rolle der Frau in der Türkei
.
Nun zu einer weiteren, unterschlagenen und verleugneten
Lebensrealität von Frauen in der Türkei.
.
„Ehrenmorde“ heißt der beschönigende Begriff für die Beseitigung der
Frauen mit der Behauptung, sie hätten Schande über die Familie gebracht.
Die Täter sind meist nahe männliche Verwandte wie Väter, Ehemänner,
Brüder und Onkel.
Sie werden aus allen möglichen Gründen umgebracht, wegen angeblich
unerlaubter Beziehungen oder weil sie einen Mann ihrer eigenen Wahl
heiraten wollten.
Man wirft ihnen „moralische Verbrechen“ vor, wie;
Flucht vor einer Zwangsheirat, Ausbruch aus einer Gewaltbeziehung,
Ehebruch oder das Opfer einer Vergewaltigung zu sein, weil sie angeblich
„Schande“ über ihre Familie gebracht haben und manche haben sich
einfach nur einer Vergewaltigung widersetzt.
Dabei spielt es keine Rolle, ob die Beschuldigungen stimmen oder nicht,
es genügt ein Misstrauen oder eine Beschuldigung, von der eigenen
Familie zum Tode verurteilt zu werden um das Ansehen der männlichen
Familienmitglieder zu wahren.
Sie haben die Ehre eines Mannes oder einer Familie "beschmutzt" und
gelten daher als „unreine“ Frauen.
Das Leben der türkischen Frauen ist vielfach durch gewaltsame
Todesarten bedroht. Denn, das „ Femizid“, die Tödliche Gewalt gegen
Frauen hat Tradition und viele Gesichter.
.
Die Rechtlosigkeit der Frau im Rechtsstaat
Die jüngsten Gesetzesänderungen in der Türkei sind ein wichtiger Schritt
in die richtige Richtung, die sicherlich zu begrüßen sind, jedoch bestehen
zahllose Defizite in der Umsetzung dieser Gesetze.
Denn, die gesetzlichen Reformen in der Demokratie, Menschenrechte und
Meinungsfreiheit für eine EU-Mitgliedschaft der Türkei, erfüllen zurzeit nur
die kosmetischen Operationen im Gesetzeswerk.
Zu den traditionellen Ausbeutungsverhältnissen der Familienstruktur, der
Unterpriviligierung der Frauen in allen Lebensbereichen, kommt noch
hinzu,
dass die türkische Regierung bisher viel zu wenig getan hat, um Frauen
landesweit effizient vor Gewalt und Verbrechen zu schützen.
Die Liste der mangelnden, innerstaatlichen Maßnahmen zur Wahrung und
Entwicklung der Menschenrechte von Frauen ist lang.
Deshalb richte ich den dringenden Appell hier und heute an Sie,
sehr geehrte Frau Ministerin Aksit:
Unternehmen sie alle notwendigen Schritte - für die Ernsthaftigkeit der
türkischen Reformpolitik- diese Gesetzesnovellierungen vom Papier in die
Praxis konsequent umzusetzen, damit es im alltäglichen Leben der Frauen
ankommt.
Um der massiven Gewalt gegen Frauen im Land endlich Einhalt zu
gebieten, müssen- in erster Linie- in allen Landesteilen systematisch
Daten über die Art und das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen erfasst
werden. Auch Zugang zu Bildung, Zugang zur Ausbildung und zum Beruf
sowie Beratungsstellen und Schutzräume für Frauen sind sehr wichtig.
Wir sind uns definitiv darin einig, dass eine Gesellschaft nicht erfolgreich
sein kann, wenn sie das Potenzial der Frauen - die andere Hälfte der
Gesellschaft- nicht voll nutzt.
Wir Frauen gehören zur Mitte der Gesellschaft.

Gewalt gegen Demonstranten
Die türkische Polizei beendete Frauen-Demonstration, in der türkischen
Metropole Istanbul, mit Gewalt
Türkische Frauen in Istanbul, die ihre Demonstration gegen
„Ehrenmorde“, „Zwangsehen“ „Jungfräulichkeitstest“ und
„Vergewaltigung in türkischen Gefängnissen“ nicht angemeldet hatten,
wurden für ihre Überzeugungen von der türkischen Polizei auf der Straße
mit Tränengas attackiert.
Frauen wurden zu Boden getreten, an den Haaren geschliffen, die Köpfe
blutig geschlagen und teilweise am Boden liegende Menschen mit
Knüppeln geschlagen und getreten.
Und zum Schluss mein Appell an Sie, meine Damen und Herren:
Spätestens am 06.März.2005 müssten sie sich Fragen, ob in Brüssel bei
der Frage eines möglichen EU-Beitritts der Türkei, das Thema
Diskriminierung der Frauen nicht zu sehr vernachlässigt worden ist.
Diese staatliche oder staatlich geduldete Gewalt muss als
Menschenrechtsverletzung geahndet werden.
Denn, jeder Staat hat die Pflicht, Frauen vor Gewalt zu schützen,
auch die Türkei.
Gewalt und Tod dürfen nicht das letzte Wort- über die Frauen in der
Türkei- haben.
.
Erlauben Sie nicht länger, dass unsere Würde geraubt, gequält und
gedemütigt wird.
JoeSkeleton (30.11.2007, 17:09 Uhr)
@muhtesem1
sag mal,kokst du,oder bist du auf Entzug? Muss ja n Grund haben das du so agressiv bist...du bist echt krank,Junge
sachsenwini (30.11.2007, 16:33 Uhr)
Eine weitere Form der Eheschließung ist Berdel „Mädchentausch“.

Ausschnitt aus einer öffentliche Anhörung des Europäischen Parlaments (Brüssel) im Frauenausschuss des Europäischen Parlaments über die Rolle der Frau in der Türkei
.
Dabei wird ein Mädchen aus einer Familie mit dem Sohn einer anderen
und umgekehrt verehelicht, um die Zahlung des „Brautpreises“ für die
Töchter zu umgehen,
der nach den Verhältnissen bemessen wird, in denen das Mädchen
aufgewachsen ist.
Der Brautpreis führt wiederum dazu, dass der Mann die Frau wie eine
Ware ansieht, für die er bezahlt hat.
Folglich ist die Frau sein Eigentum und er kann damit machen was er will.
Das Mädchen siedelt nach der Heirat in eine fremde Familie über.
Sie wechselt – sozusagen- aus der Bevormundung des Vaters in die des
Ehemannes.
Dort ist die eingeheiratete Ehefrau in der Familienhierarchie zuunterst
eingeordnet und ist in jeder Hinsicht von ihnen abhängig.
Ihr Leben lang kümmert sie sich um die Bedürfnisse des Mannes und
richtet ihr Verhalten danach aus.
Eigene Bedürfnisse hat sie nicht.
Diese Abhängigkeit der Frauen führt auch dazu, dass die Männer über die
Sexualität bestimmen, wann und wie es zum Geschlechtsverkehr kommt.
Der religiöse Aspekt der Ehe in der Türkei- das ein weitgehend
moslemisches Land ist- sollte nicht nebensächlich betrachtet
werden.
Die Ehe hat eine sehr hohe Stellung im Islam. Sie gilt als moralische
Verpflichtung jedes Muslims.
Ein eheloses bzw. asketisches Dasein wird vom Islam abgelehnt.
.
In einer Überlieferung heißt es:
"Wenn ein Diener Gottes heiratet, erfüllt er die Hälfte seiner
Religion."
muhtesem1 (30.11.2007, 16:20 Uhr)
tja sachse, wo kein käger ist,ist auch kein angeklagter.
marco wurde angeklagt,also muss er die eier und arscbacken zusammenpetzen. ein fieses beispiel von dir hier,aber man ist nichts anderes von dir gewöhnt. sag mal sachse, warum ist denn wieder ein totes baby in einem koffer gefunden worden? ist das nicht in deutschland? ist das sogar in sachsen,oder ddr? kaum sind die schlagzeilen von der ley.sophie weg, schon ist der nächste kindermord passiert. wo? in deutschland! wir sind durch solche unverbesserlichen wie du und deinsegleichen zu einem land der kinderficker, kindermörder und kinderschänder geworden! macht euch nur mal über die türken her und vergeßt dabei völlig die scheisse in der eigenen wohnung und heimat !
das ist eine lösung, um vom eigenen verschiessenem abzulenken. das tut sicherlich jetzt einigen geisteskranken weh, aber glaubt mir, einige von denen werden dadurch sicherlich wach !hahaha
sachsenwini (30.11.2007, 13:23 Uhr)
Kinderehen sind in der Türkei ein gesellschaftlich akzeptiertes Phänomen.

Über Kinderehen – Zwangsheirat- Imamehe
Ausschnitt aus einer öffentliche Anhörung des Europäischen Parlaments (Brüssel)Anhörung im Frauenausschuss des Europäischen Parlaments über die Rolle der Frau in der Türkei
.
Die Republik Türkei hat zwar das Heiratsalter für beide Geschlechter auf
18 Jahre heraufgesetzt, doch in vielen Städten der Türkei, hauptsächlich
im Osten und Südosten des Landes interessiert das Wenige.
Auch heute noch werden minderjährige Mädchen, manche gerade zehn
oder zwölf Jahre alt- gleich nach Eintreten der Menstruation- religiös
verheiratet, für ein Brautgeld von 500 Euro bis 5000 Euro.
Die Folgen für die Mädchen sind unumstritten gravierend.
Teilweise werden sie noch direkt nach der Geburt oder
gar vor der Geburt verlobt.
Oft ist das tatsächliche Alter der zwangsverheirateten Mädchen gar nicht
bekannt, weil sie nach ihrer Geburt in den staatlichen Registern vordatiert
werden, damit das staatliche Heiratsalter schneller erreicht wird.
Auch wenn Kinderehen staatlich verboten sind und Imamehen rechtlich
nicht anerkannt sind, werden sie auf Grund traditioneller und religiöser
Bräuche nach wie vor geschlossen.
Eine frühe Heirat dient vorrangig der Sicherung der Besitzverhältnisse,
verringert aber auch die Gefahr des "Ehrverlustes" der Frau.
Wir müssen einsehen, dass das Problem der "frühen Heirat" und
„Zwangsverheiratung“ sich nicht nur alleine mit Verboten und schärferen
Gesetzen von selbst löst.
Denn, Kinderehen sind in der Türkei ein gesellschaftlich akzeptiertes
Phänomen.
Aus meiner Sicht; gesellschaftlich akzeptierter Kindesmissbrauch
adosa (30.11.2007, 11:01 Uhr)
@baumpisserich
Bitte keinen Müll erzählen. Wer lässt denn Frauen als Handelsware zu?
Nach Deutschland werden zehntausende Frauen aus dem Ostblock verschleppt und als Prostituierte versklavt.
Wach auf!!
baumerich (30.11.2007, 09:54 Uhr)
15jährige Ehefrau ....
Mich wundert, das ein Land, welches 15jährige Ehefrauen, Mädchen als versprochene "Handelsware" zulässt, hier den Moralapostel spielt.
Unsere Politiker und Europa als Unterstützung nicht in aller Härte diese menschenverachtende Behandlung veruteilt und wir als freie Bundesbürger nicht einmal den "integrationsresistenten" migrativen islamischen Mitbürgern bei jeder Gelegenheit unser Entsetzen über diese Behandlung (friedlich) ausdrücken. Warum haben wir in Europa solch eine Angst vor dem Islam haben???
leichtschwer (29.11.2007, 15:19 Uhr)
Ja, so leider nicht,,
denn Abweichendes werden Sie in allen Aussagen finden. Aber vielleicht stellen Sie sich mit Ihrem Fachwissen ja zur Verfügung!?
sachsenwini (29.11.2007, 14:21 Uhr)
Kein Problem
Die erste Aussage Marcos und Charlottes vor dem Arzt, der Polizei und dem Staatsanwalt sind bekannt, die Aussage des Arztes Levent Hekim und des Zeugen Sascha G. vor Gericht ebenfalls.
Jetzt darf man nur noch gespannt sein, was Charlotte so nach einem halben Jahr noch alles eingefallen ist.
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