28. November 2008, 14:25 Uhr

Zweiter Anwalt wirft auch das Handtuch

Auch der zweite deutsche Anwalt von Marco W. gibt auf: Nach der Veröffentlichung des Buchs des 18-Jährigen über seine Untersuchungshaft in der Türkei hat der Jurist sein Mandat niedergelegt. Der Schüler sei vertraglich so gebunden, dass er den Rat seines Verteidigers, keine Interviews vor Prozessende mehr zu geben, nicht befolgen könne.

Marco W., Uelzen, Türkei, Missbrauchsfall, Buch, Anwälte

Wegen des "enormen Interesses" sei der Titel "Marco W. - meine 247 Tage im türkischen Knast" früher als geplant erhältlich, so der Verlag©

Der in der Türkei wegen Missbrauchs angeklagte Marco W. aus Uelzen hat nach der Veröffentlichung seiner Gefängnismemoiren auch seinen zweiten deutschen Anwalt verloren. Der Strafverteidiger Michael Nagel erklärte am Freitag in Hannover, dass er wegen bevorstehender weiterer öffentlicher Äußerungen des Schülers das Mandat niederlegen müsse. Der 18-Jährige könne wegen vertraglicher Bindungen an Dritte der Aufforderung nicht entsprechen, vor Abschluss seines Strafverfahrens in der Türkei keine Interviews zu geben.

Der Schüler sei "aufgrund einer offensichtlich unverantwortlichen Beratung von Seiten Dritter" vertraglich gebunden, erklärte Nagel weiter. Diese vertragliche Bindung mache es W. unmöglich, der anwaltlichen Aufforderung zu folgen, "keinerlei Interviews vor Abschluss des Strafverfahrens zu geben und jede Form der Medienpräsenz zu unterlassen". Der Anwalt äußerte dennoch die Hoffnung, dass sich die negativen Auswirkungen der medialen Verarbeitung der Erlebnisse in türkischer Haft in Grenzen halten werden. Er hoffe, dass "die Verfahren in der Türkei und in Deutschland das positive Ende finden, für das ich immer gekämpft habe", betonte er.

Die Familie von Marco reagierte am Abend auf die Niederlegung des Mandats und erklärte, sie sehe sich in der Türkei vor Gericht nach wie vor gut vertreten. In Deutschland wird die Familie nun wieder von Rechtsanwalt Jürgen Schmidt aus Uelzen unterstützt.

Im Hamburger Kinderbuchverlag erschienen unterdessen unter dem Titel "Marco W. - Meine 247 Tage im türkischen Knast" die Gefängnismemoiren des 18-Jährigen. Das Buch ist in einer Startauflage von 20.000 Exemplaren erschienen. Der Verleger Carlos Schumacher hatte bereits vor dem Erscheinen angekündigt, dass er zur Werbung für das Buch Talk-Show-Termine für Marco suche. Wegen der Werbung für das Buch hatte schon der zweite deutsche Anwalt, Matthias Waldraff, sein Mandat niedergelegt.

AP/AFP
 
 
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KOMMENTARE (10 von 20)
 
SanFrancis99 (30.11.2008, 13:37 Uhr)
@sachsenwini
Also noch eine ganz Schlaue..lassen sie sich von Marco auch FLACH legen und gleichseitig sollten sie versuchen das Buch zu lesen !! klingt auch süß....!!
sachsenwini (30.11.2008, 13:23 Uhr)
@ SanFrancis99 vielleicht wäre es gut
wenn Sie erst einmal lesen und schreiben lernen würden.
.
Dann könnte es auch nichts schaden, wenn sie ein klein wenig Gehirn besäßen, das sie nutzen würden, bevor sie hier Ihren grenzenlosen Blödsinn veröffentlichen.
SanFrancis99 (30.11.2008, 10:47 Uhr)
@klarasinger
Lass dich doch von MARCO auch flach liegen und anschliessend könnt ihr euch über sein Buch unterhalten !!
Das klingt doch sehr Süß !! oder ??
KlaraSinger (29.11.2008, 19:03 Uhr)
Sanfrancis ist eine sehr kluge Mensch,
und er alles wissen, er Kinderschänder auch erkennen, die wo noch gar nichts haben verbrochen und er mehr wissen als gericht in anatalya.
SanFrancis99 (29.11.2008, 18:21 Uhr)
Pola-pola
sie waren dabei und heimlich die sauerei beobachted oder ?? Sie pervese Spanner
pola-pola (29.11.2008, 17:58 Uhr)
SanFrancis99
Waren Sie bei der "Tat" dabei?
Ja? Dann als Zeuge melden.
Nein? Dann Klappe halten!
Woher wissen Sie, dass Marco ein Kinderschänder ist?
SanFrancis99 (29.11.2008, 15:30 Uhr)
@KlaraSinger
Schmutziege Fantasie ??? ich heisse doch nicht Marco ??Das Buch von der Kinderschändler kaufen und lesen damit du über Schmutziege Fantasie deine DR-Arbeit schreiben kannst !!
allerdings Abschaum ist dann nicht mehr soweit weg !!
KlaraSinger (29.11.2008, 12:05 Uhr)
Egal was sich da SanFrancis99 in seiner schmutzigen Phantasie zusammenreimt.

Die Staatsanwaltschaft in Antalya hat Marco nur auf einen Verdacht hin, der sich nicht beweisen ließ, 8 Monate eingekerkert und musste ihn schließlich widerwillig freilassen.
Weil sie ihn nicht verurteilen können, da ihn das angebliche Opfer nicht vor Gericht einer Straftat anklagt, und da das Gericht es wiederum nicht zugeben will, dass ein Unschuldiger jahrelang eingekerkert wurde, wird dieser Prozess wohl nie ein Ende finden.
h
Die Öffentlichkeit, die an diesem Prozess so viel Anteil nahm, wird Marcos Schilderung mit Interesse lesen.
SanFrancis99 (29.11.2008, 10:11 Uhr)
Armes Deutschland
Fahre Urlaub versuch eine minderjährige Mädchen zu missbrauchen und spiel den Opfer erwecke Mitleid und dann komme nach Deutschland schreib ein BUCH darüber.
NIVEU,STIL,MORAL,ETIK,ANSTAND sind Fremdwörter geworden.
eurocrimi (29.11.2008, 09:13 Uhr)
Kein Vergleich
Das was Marco im türkischen Gefängnis erlebt hat, ist im Gegensatz zu Erlebnissen ausländischer Knackis in Deutschland, ein Kindergarten.
Seine deutschen Anwälte sind Helden, aber nur im kassieren, auch das ist typisch für Deutschland.
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