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Acht Monate saß Marco Weiss im türkischen Gefängnis, bis er vergangenen Freitag heimfliegen durfte. Sein Fall verhalf den Beratern der Familie zum ganz großen Auftritt - in eigener Sache.
Seit mehr als zehn Wochen sitzt der 17-jährige Schüler Marco W. in einem türkischen Knast - und das bei offenbar katastrophalen Bedingungen. Nach dem letzten Besuch seiner Eltern wurde er weinend abgeführt. Nun kümmert sich Außenminister Frank-Walter Steinmeier persönlich um den Fall.
Nach einem kurzen Feuerwerk der Freude kehrt in Marcos Heimat Uelzen rasch wieder norddeutsche Gelassenheit ein. Die Banner mit den Solidaritätsbekundungen sind eingerollt, kein Auto hupt mehr. Eine Kleinstadt möchte endlich wieder ihre Ruhe.
Wandert Marco W. jahrelang hinter Gitter? Das glaubt der Anwalt des Mädchens, das der deutsche Schüler sexuell missbraucht haben soll. Doch davon will Marcos Anwalt, Michael Nagel, vor der achten Verhandlung nichts wissen. Im stern.de-Interview erklärt er seine Strategie und berichtet vom Zustand Marcos und dessen Eltern.
Seit sieben Monaten sitzt Marco W. in türkischer Haft. Nun kann er auf Hilfe aus der Politik hoffen: Das Europäische Parlament hat sich in den Fall eingeschaltet und auch die Bundesregierung wird sich vielleicht einer Menschenrechtsklage anschließen. Kanzlerin Merkel warnte jedoch vor einer politischen Diskussion.
Der Richter im Verfahren gegen den deutschen Schüler Marco W. wird nicht von seinem Amt entbunden. Das hat ein Gericht in Antalya entschieden, erfuhr stern.de aus juristischen Kreisen in Antalya. Der Richter Abdullah Yildiz hatte selber den Antrag gestellt.
Marco W. bleibt weiter in türkischer Haft, der Prozess wurde erneut vertagt, weil die Aussage des 13 - jährigen Opfers nicht verwertbar sei. Türkeiexperten fordern unterdessen die Freilassung Marcos auf Kaution oder die Fortsetzung des Verfahrens in Deutschland.
Das türkische Gericht in Antalya hat den Antrag auf Haftbeschwerde von Marco W.s Anwälten abgelehnt. Der Uelzener bleibt somit bis zum nächsten Prozesstermin in Haft. Die Begründung für diese Entscheidung steht jedoch noch aus.
Seit April sitzt der deutsche Schüler Marco W. schon in türkischer Haft. Er soll eine 13-Jährige sexuell missbraucht haben. Angeblich geht es ihm sehr schlecht. "Psychisch ist er auf einem Tiefpunkt", sagte sein Anwalt. Der Prozess wird nach Informationen von stern.de mit der Aussage eines britischen Freundes der Schwester des Mädchens fortgesetzt.
90 Minuten nach Beginn der Verhandlung gegen den wegen sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen angeklagten Marco W. ist der Prozess vertagt worden. Der 17 Jahre alte Angeklagte muss in türkischer Untersuchungshaft bleiben. Der nächste Termin ist erst in einigen Wochen.
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