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Mit der Enthüllung einer Gedenktafel ist in Dresden an die Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini vor einem Jahr erinnert worden.
Lebenslange Freiheitsstrafe: Scheinbar teilnahmslos hat Alex W. im Gericht auf das Urteil im Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa el-Sherbini reagiert. Doch abgefunden hat er sich damit nicht. Der Weißrusse hat seinen Verteidiger beauftragt, Revision einzulegen.
Der Russlanddeutsche Alex W. ist wegen Mordes an der Ägypterin Marwa el-Sherbini zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Dresden stellte zugleich die besondere Schwere der Schuld fest - damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.
Für den tödlichen Angriff auf die Ägypterin Marwa el-Sherbini in einem Dresdner Gerichtssaal soll Alex W. nach Forderung der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. Der Angeklagte habe sein Opfer "eiskalt wie ein Killer niedergemetzelt".
Der Fall Marwa el Scherbini, die in einem Dresdner Gerichtssaal erstochen wurde, hat auch im Ausland für Empörung gesorgt. Im Interview mit stern.de erklärt Al-Dschasira-Journalist Aktam Suliman, was in der arabischen Welt über den Prozess gedacht wird.
Der mutmaßliche Mörder der Ägypterin Marwa el-Sherbini ist nach Einschätzung des psychiatrischen Sachverständigen zum Zeitpunkt der Messerattacke voll zurechnungsfähig gewesen. Der 28-Jährige hatte zuvor noch behauptet, er habe sich in einem Zustand von Panik und Angst befunden.
Tür zu beim Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa el-Sherbini: Mit Rücksicht auf die Interessen von Alex W. schloss die Richterin deshalb die Öffentlichkeit einstweilen von dem Verfahren aus. Ein Gutachter sollte über Schuldfähigkeit und Geisteszustand des Angeklagten aussagen.
Im Prozess um den Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini hat sich erstmals der Angeklagte geäußert. Von seinem Anwalt ließ Alex W. eine Erklärung verlesen, in der er das Verbrechen gestand. Der 28-Jährige gab auch zu, ausländerfeindlich zu sein. Der Grund für die Tat sei aber ein anderer gewesen.
Aggressiv, einsam und mit dem Leben unzufrieden: Zeugen haben den mutmaßlichen Mörder der Ägypterin Marwa el-Sherbini als Außenseiter beschrieben.
Wenn das Dresdner Landgericht von Montag an den Mord an der Ägypterin Marwa El-Sherbini verhandelt, schaut nicht nur die arabische Welt auf Deutschland. Die Bluttat vom 1. Juli mitten im Gerichtssaal löste vielerorts Entsetzen aus und ließ vor allem in Marwas Heimatstadt Alexandria den Ruf nach Vergeltung laut werden.
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