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20. Juli 2009, 08:21 Uhr

259 Fahrzeuge krachen ineinander

Kilometerlang demolierte Autos - das ist das Ergebnis eines Massenunfalls auf der Autobahn 2 in Niedersachsen. 66 Menschen wurden verletzt, als am Sonntagabend insgesamt 259 Fahrzeuge aufeinander fuhren. Die A 2 wurde stundenlang komplett gesperrt.

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Warten auf Hilfe: Die vielen Unfälle auf der A 2 brachten die Rettungskräfte an ihre Grenzen© Stefan Simonsen/DDP

Bei einer Serie von Massenkarambolagen auf der Autobahn 2 zwischen Peine und Braunschweig sind am Sonntagabend 66 Menschen verletzt worden. Zehn von ihnen erlitten nach Angaben der Feuerwehr lebensbedrohliche Verletzungen. Nach Polizei-Angaben waren in die Unfälle insgesamt 259 Fahrzeuge verwickelt. Die Strecke zwischen Braunschweig Nord und Hämelerwald in Richtung Hannover blieb bis zum Montagmorgen gesperrt, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig.

Zu der Unfallserie kam es, als bei starkem Regen und anschließend tiefstehender Sonne viele Fahrer die Kontrolle über ihre Autos verloren. Den ersten Unfall gab es zwischen Hämelerwald und Lehrte auf der Fahrbahn in Richtung Hannover. Danach krachten zahlreiche Autos zunächst bei Peine und dann bei Braunschweig zusammen.

30 Kilometer Stau

Etwa 340 Helfer der Feuerwehr und der Rettungsdienste waren im Einsatz, die Krankenhäuser wurden in Alarmbereitschaft versetzt. Der Verkehr wurde umgeleitet, dabei gab es einen Stau von bis zu 30 Kilometern. Zwischen den Unfallstellen liegen insgesamt knapp 30 Kilometer. Bei Peine kam es zu einer Kette von Unfällen am Autobahnparkplatz Röhrse, weitere Zusammenstöße passierten bei Braunschweig-Watenbüttel und Braunschweig Nord.

Wie die Polizei Hannover in der Nacht zum Montag berichtete, ereigneten sich zusätzlich auf der Verbindungsstrecke der A 2 und der A 7 zwischen Hämelerwald und Autobahnkreuz Ost insgesamt 21 Unfälle mit 11 Verletzten. Dabei wurden zwei Menschen schwer verletzt.

DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
wani777 (20.07.2009, 11:16 Uhr)
Tiefstehende Sonne, Höchstgeschwindigkeit...
Zum Thema Höchstgeschwindigkeit - auf der Strecke zwischen Braunschweig und Hannover gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 120km/h. Der große Teil hält sich auch daran, wobei ich nur aus meiner Erfahrung sprechen kann.
Leider stand ich gestern auch 7 Stunden an dieser Stelle im Stau. Von tief stehender Sonne kann eigentlich keine Rede sein, da die Unfallserie zwischen 18 und 19 Uhr passierte. Die tief stehende Sonne haben wir erst gegen 20-21 Uhr gesehen, da standen wir aber bereits fast 2 Stunden. Wie immer wird man hier nichts mehr aufklären können, da hier wie bei den meisten Katastrophen viele Faktoren zusammen gekommen sind: zu schnelle PKW, zu geringe Abstände(auf A2 normal!), übermüdete Fahrer, zu vorsichtige Fahrer, Nichtblinkeinscherer, das Wetter, Aquaplaning, von mir aus noch die Sonne und die quengelnden Kinder im Fond. Alles zusammen machte die Katastrophe perfekt. Mann kann nur dankbar sein, dass bislang niemand zu Tode kam. Ich bin nur froh, dass ich vor meiner Abfahr etwas getrödelt habe. 10 Minuten früher und man wäre mitten drin...
derSchmu (20.07.2009, 11:08 Uhr)
@Tobix...
gabs da nich so n Gesetz, dass sowieso besagt, dass sogenannte Spassfahrten nicht wirklich erlaubt sind (sowas in der Art)? Also wenn ich jetz nur mitm Cabrio durch die Gegend fahr, weil ich da ohne Verdeck die Sonne und den Fahrwind geniessen will, dann soll er bitte so fahren, dass da keiner gestoert wird...Schleicher auf der Landstrasse sind echt das nervigste, neben den Mittelspurfahrern auf der Autobahn.
Aber mal davon abgesehen, dass mit dem Gedraengel und ueberhoehter Geschwindigkeit ist echt ne ueble Sache. Bin auch mal ne Zeit lang regelmaessig schneller gefahren, als erlaubt. Hatte dabei eigentlich nur mit extremen Schleichern Probleme. Seitdem ich mich immer mehr zurueckhalte und auf der Landstrasse die erlaubte Hoechstgeschwindigkeit einhalte, faellt mir aber auch immer mehr auf, wie nervenaufreibend dieser Fahrstil ist. Auf einer Strecke von 50km Landstrasse bzw. Autobahn ist die Mehrheit der Autofahrer, der man dabei in der selben Fahrtrichtung begegnet, damit beschaeftigt, einem das Autofahren durch Draengeln und ueberhoehter Geschwindigkeit schwer zu machen.
Auch wenn ich ein Fan des rasanteren Autofahrens bin, so bin ich doch der Meinung, dass man seine Geschwindigkeit der Umgebung und den aeusseren Einfluessen anpassen sollte. So wohl nicht geschehen bei dieser Massenkarambolage. Da waren wohl knapp 300 Autofahrer auf einem Haufen mit unangepasster Fahrweise unterwegs...oder haben sich einfach ueberschaetzt...beides sind Gruppen, die gerne in meinen Kofferraum schauen wollen...
tobix (20.07.2009, 10:52 Uhr)
@Metaphysik
Ich bin auch kein Fan des Drängelns. Aber Schleicher auf der Landstraße nerven mich auch gewaltig. Mein Favorit sind diejenigen, die knapp 70 km/h für die ideale Universal-Geschwindigkeit halten: mit 70 über die Landstraße zuckeln und weiter mit 70 durch die Ortschaften.
Und wer mit 80 km/h das Cabrio-Fahren genießen will zwingt mich dann dazu, später an mein Ziel zu kommen - oder zu mehr oder minder riskanten Überholmanövern. Erinnert mich bisschen an die Motorradfahrer, die ihr lautes Knattern so toll finden und dabei sämtliche Anwohner nerven.
butcher99 (20.07.2009, 10:40 Uhr)
"Massenunfälle"
was soll das eigentlich sein? hier handelt es sich doch eindeutig um eine Unfallserie an unterschiedlichen Unfallstellen, hervorgerufen durch schwierige Wetterbedingungen, imer wieder ist dann nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache, eine Maximalgeschwindigkeit von 130kmh kann i manchen Situationen noch viel zu hoch sein, also was sollen immer wieder diese unsinnigen Forderungen, was immer hilft ist der Situation angepasste Geschwindigkeit. Das setzt allerdings intelligentes vorausschauendes Fahren voraus. Ich muss zugeben, das vorausschauende Fahren stellt hohe Anforderungen an die Selbstdisziplin. Ich hoffe ich werde dem immer gerecht, ich weiss, dass ich mich als jugendlicher Fahrer nicht immer so verhalten habe
Schlammschwimmer (20.07.2009, 10:26 Uhr)
@ambio
Wenn das nur an den Schildern läge. Ein schlauer Mensch fährt genau so schnell, dass er sein Fahrzeug im Notfall wenigstens noch teilweise beherrschen kann und passt seine Geschwindigkeit den auf der Strasse gegebenen Umständen an. Die meisten Schilder stehen für genau die Leute dort, die es entweder nicht in der Lage sind, es zu wissen, oder meinen, es besser zu wissen, wie man an einer bestimmen Strassenstelle zu fahren hat.
Metaphysik (20.07.2009, 10:21 Uhr)
130 km/h als Höchstgeschwindigkeit ..
.. einführen, und Verstöße gnadenlos mit Führerscheinentzug bestrafen. Im Straßenverkehr gibt es leider immer mehr Psychopaten, die keinerlei Abstand halten. Fährt man auf einer Bundesstraße 80 km/h, weil Cabrio offen, wird man angehupt .. Es scheint in Vergessenheit geraten zu sein, daß auf Verkehrsschildern die Höchstgeschwindigkeit angegeben wird, und keine Pflichtgeschwindigkeit.
Lammbock (20.07.2009, 10:01 Uhr)
@ambio
Selten so einen Unsinn gelesen!
Wenn das so wäre, müssten wir ja täglich von Massenkarambolgen mit 300 Autos hören und lesen.
Wie wärs, einfach mal den Fuß vom Gas zu nehemen anstatt dem Vordermann in den Kofferraum zu fahren?
ambio (20.07.2009, 09:53 Uhr)
Tiefstehende Sonne ???
der fortwährend anwachsende Schilderwald ist die Ursache für solche Unfälle !!!
Die Schuld dafür trägt diese kranke Regierung hier.
 
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