14. September 2012, 14:44 Uhr

Der Zorn der Muslime nach den Freitagsgebeten

In zahlreichen islamischen Ländern hat der Schmähfilm über Mohammed Tausende Menschen auf die Straßen getrieben. Fast überall sind die diplomatischen Vertreteungen der USA Ziel der Übergriffe.

Fotostrecke 8 Bilder
©

Nach den gewaltsamen Demonstrationen gegen einen Schmähfilm über den Propheten Mohammed breiten sich die Proteste auf islamische Länder in aller Welt aus. Zehntausende Menschen demonstrieren vor allem gegen die USA, wo der Schmähfilm produziert worden ist.

Im Fokus der Proteste stehen daher fast überall in erster Linie die diplomatischen Vertretungen der Vereinigten Staaten, die von Sicherheitskräften gegen die andrängenden Menschenmengen geschützt werden. Aber auch deutsche und britische Botschaften sind in den Fokus der Proteste gerückt.

Mäßigende Aufrufe einiger Regierungen und geistiger Führer können den Zorn bisher nicht mäßigen. Zu den Freitagsgebeten hat die Protestwelle auch Länder wie Pakistan, Bangladesch und Malaysia erfasst.

MEHR ZUM ARTIKEL
Unruhen in islamischen Ländern Zorn der Muslime trifft auch Deutschland

Die Proteste gegen das Schmähvideo richten sich nicht mehr nur gegen die USA: Im Sudan haben Muslime die deutsche Botschaft angegriffen. Bei Demonstrationen in Tunis gab es erneut Tote.

"Unschuld der Muslime" Der Hass-Phantomfilm und seine mysteriösen Macher

Zwei Stunden soll "Unschuld der Muslime" lang sein. Doch bekannt sind nur 15 Minuten, die weltweit Muslime auf die Barrikaden bringen. Das Hetzwerk und sein Regisseur geben ein Rätsel zu viel auf.

Anti-Islam-Film Muslime stürmen US-Botschaften

Hinter den Angriffen auf US-Vertretungen in Ägypten und Libyen steht ein obskurer Amateurfilm, der sich in beleidigender Weise über den muslimischen Propheten Mohammed lustig macht.

 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2013)
Hoffen oder handeln?