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21. April 2009, 10:24 Uhr

Gericht verurteilt Japanerin zum Tod

Mit arsenverseuchtem Curry-Eintopf hat eine Japanerin vier Menschen umgebracht und Dutzende vergiftet. Fast zehn Jahre nach Prozessbeginn wird sie nun dafür zum Tode verurteilt. Die Angeklagte beteuerte bis zum Schluss ihre Unschuld, obwohl ihr noch weitere versuchte Morde zur Last gelegt werden.

Massenvergiftung, Japan, Arsen, Wakayama, Todesstrafe

Verurteilt: Vier Menschen hat Masumi Hayashi mit arsenverseuchtem Curry-Eintopf getötet. Dafür muss sie mit ihrem Leben büßen© AFP

Weil sie eine Massenvergiftung bei einem Sommerfest in Japan verursacht haben soll, muss eine 47-jährige Japanerin mit dem eigenen Leben büßen. Am Ende eines fast zehn Jahre dauernden spektakulären Prozesses bestätigte der Oberste Gerichtshof in Tokio am Dienstag das von unterer Instanz verhängte Todesurteil gegen die Frau. Die Richter befanden die frühere Versicherungsvertreterin Masumi Hayashi für schuldig, in der westlichen Stadt Wakayama zwei Erwachsene und zwei Kinder mit arsenverseuchtem Curry-Eintopf umgebracht zu haben. Bei dem Anschlag im Juli 1998 hatten 63 weitere Festbesucher Vergiftungen erlitten.

Obwohl die Richter kein Tatmotiv feststellen konnten und es weder konkrete Beweise noch Augenzeugen gegeben hatte, kamen sie zu dem Ergebnis, dass es keinen Zweifel an der Schuld der Frau gebe. Zum Motiv hatten die Staatsanwälte vorgebracht, Hayashi sei von anderen Frauen in der Nachbarschaft gemieden worden. Aus Wut darüber habe sie sich zu der Tat entschlossen. Ermittler hatten im Küchenbereich der Angeklagten Arsen gefunden, das mit dem im Currytopf gefundenen Gift übereingestimmt haben soll. Die Beschuldigte selbst hatte bis zur Verhängung des Todesurteils 2002 geschwiegen, jedoch im Berufungsverfahren ihre Unschuld beteuert.

Hayashi wurde außerdem des mehrfachen versuchten Mordes an ihrem Mann, einem früheren Kammerjäger, für schuldig befunden. Zweimal soll sie zudem versucht haben, einen Bekannten zu vergiften, um sich hohe Lebensversicherungsprämien zu erschwindeln. Der Prozess gegen Hayashi hatte landesweit für großes Aufsehen gesorgt. In den Wochen nach den Vergiftungen bei dem Sommerfest in der Provinz Wakayama war es an mehreren Orten des japanischen Inselreiches zu einer ganzen Serie von Lebensmittelvergiftungen mit Todesopfern gekommen.

DPA
 
 
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