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17. Juli 2007, 15:36 Uhr
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Badeseen-Randalierer auf freiem Fuß

Sie kamen zu siebt, waren stark angetrunken, haben Badegäste bepöbelt, den Hitlergruß gezeigt und mit einer Maschinenpistole in die Luft geballert. Auch wenn die Täter polizeibekannt sind - in Haft müssen die Randalierer vom Krakower See bei Güstrow nicht.

Tatort Krakower See bei Güstrow: Mit einer Maschinenpistole in die Luft geschossen© Picture Alliance

Sieben Randalierer, die an einem Strand in Mecklenburg mit einer Maschinenpistole in die Luft geschossen hatten, sind wieder auf freiem Fuß. "Es handelt sich um keine Haftsache", sagte der Rostocker Oberstaatsanwalt Peter Lückemann der Nachrichtenagentur AP. Es werde nicht mehr wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, sondern nur noch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie des Verwendens von Nazi-Symbolen ermittelt. Allerdings sollen die sieben stark angetrunkenen Männer im Alter von 21 bis 29 Jahren nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler keine Neonazis oder Rechtsextreme sein.

2,38 Promille gemessen

Laut Augenzeugenberichten sei die Gruppe am späten Sonntagnachmittag mit einem Kleintransporter an der Badestelle am Krakower See südlich von Güstrow vorgefahren und hätten ausländerfeindliche Parolen gebrüllt sowie den Hitlergruß gezeigt. Auch die rund 15 anwesenden Badegäste sollen belästigt worden sein. Schließlich hat der 29-jährige Konrad K. mit einer Maschinenpistole 17 Mal in die Luft geschossen. Bei ihm wurden anschließend 2,38 Promille gemessen worden sein. Der Polizei zufolge handelt es sich um eine Uralt-Waffe (Modell: Suomi M31) aus dem Jahr 1925, die nicht mehr unter das Kriegswaffenkontrollgesetz falle, so Staatsanwalt Lückemann.

Ziel ihrer Beschimpfungen waren offenbar Familien von Spätaussiedlern, die dort gebadet hatten. Einige Männer russischer Herkunft, die sich zum Zeitpunkt der Schüsse im Wasser aufhielten, gelang es laut Polizei die Störer am Strand zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Bei der Durchsuchung von K.'s Wohnung seien rund 100 Schuss Munition sowie Platzpatronen sichergestellt worden, sagte Lückemann. Laut Aussage will K,. die Waffe von einem Deutschen gekauft haben. Der 29-Jährige ist der Polizei bereits seit Jahren unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetzes bekannt.

map mit DPA
KOMMENTARE (10 von 28)
 
sachsenwini (18.07.2007, 15:46 Uhr)
@ hp0707 totaler Unsinn

In der DDR wurde jede nationalsozialistische Äußerung und Tat verfolgt und hart bestraft. Erst nach der Wende und mit Umstrukturierung der Polizei und Justiz konnte sich dieser braune Sumpf ausbreiten. Der überwiegende Teil der randalierenden Glatzköpfe ging in der DDR noch nicht einmal in die Schule.
hp0707 (18.07.2007, 12:47 Uhr)
brauner Sumpf
Warum drängt sich einem der Eindruck auf, dass der Osten ein einziger rechter Sumpf ist und dass von ganz Oben alles getan wird, damit das nicht so aussieht. Was muss mal wohl in MV (und auch in den anderen neuen Ländern) machen, um als rechtsradikal eingestuft zu werden? In der ehemaligen DDR fehlt der Prozess der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Dort herrschte die Sozialistische Diktatur und alle waren Antifaschisten. Dass das der gleiche Müll war, wie vorher nur mit anderem Anstrich, tritt jetzt zu tage. Das ist ein Problem der östlichen Gesellschaft, die das Wegsehen zum Prinzip erhoben hat und alles "nicht so schlimm" findet, wie ja offensichtlich der Herr Staatsanwalt auch.
Prometheus90 (17.07.2007, 23:33 Uhr)
Alte Waffe- schlechte Waffe???
Die Suomi KP/-31 wird als eine der besten Maschinenpistolen des Zweiten Weltkrieges betrachtet, das steht bei Wikipedia...
Midnight_74 (17.07.2007, 21:32 Uhr)
Schamlose Justiz im Osten!
Wie schamlos ist die Justiz mittlerweile im Osten, selbst unter dem Auge der
Medien, dieses Gesindel wieder laufen zu lassen? Halberstadt und der Sachsen-Sumpf
lassen gruessen... Es ist eine Falschaussage, dass das Alter der Waffe entscheidend
waere: die Maschinenpistole ist nach dem Funktionsprinzip eine vollautomatische Waffe,
welche Privatpersonen in Deutschland nicht einfach so besitzen duerfen. Das haette das
Landeskriminalamt wissen muessen oder etwa nicht? Wenn die Generalbundesanwaltschaft den
offensichtlichen Verdacht hat, das die dortige Justiz nichts taugt, weshalb hat keiner
von denen den Mut einzugreifen? Manchmal wuensche ich mir eine Spezialeinheit, die
aus demokratieschutzgruenden in solchen Faellen durchgreift mit gleichzeitiger
oeffentlicher Abwatschung aller beteiligten Pfeifen (Staatsanwalt, Ermittler,Polizisten...)
Stattdessen werden unschuldige G8-Demonstrierer in Gitterdrahtgefaengnisse, ohne
Rechtsbeistand, gepfercht...
woris (17.07.2007, 20:44 Uhr)
Badesse
Hallo,
meiner Meinung ist das Problem darin begründet,das die "Alten" dies für gerechtferigt halten.
Da habe ich meine Erfahrung.
Bei jedem öffendlichen Fest sind die Rechten vertreten.
Wenn man dann als Wesi fragt wer denn diese Leute sind:"Die Sorgen hier für Ordung kommt die Antwort."
Warum dann diese Uniformen?
Das ist eine Vereinstracht
bekam ich zur Antwort.
Eine Volkstanzgruppe ist das aber nicht.
Das hatte wir alles schon mal.
Liebe Leute fahrt mal dahin und fragt mal einen Polizisten was das wohl ist?
Die Antwort ist die gleiche.
Das wird aber verschwiegen.
Servus Merkel
adolfsarschtreter (17.07.2007, 19:25 Uhr)
gewalt gefærbt mit rechtsnationalistischen ritualen
Das ganze sieht aus wie aufgestauter Frust und eine verquerte Nationalgesinnung, in die dumme nationalsozialistische Rituale einfliessen welche mit deutsch in Verbindung gebracht werden. Zu behaupten, dass "Rituale" nichts bedeuten,fuehrt dazu, das die ekelige Geschichte von Adolf und seinen Moerdern allzu schnell vergessen wird.
Gewalt, Alkohol, sozialer Konfliktstoff und ein dummer Hintergrund plus ein Zufall, an einem Badesee auf Deutschlandrussen zu treffen, die aus einer ganz anderen Maennlichkeitskultur kommen und hier ihr Anderssein als nicht Willkommengeheissen spueren, kann sich dann natuerlich "entzuenden" also gegenseitig hochstacheln.
Da muesste der Gesetzgeber doch sofort schalten und die Besoffenen mit der Maschinenpistole in den Bau befoerdern, deren Familien Bescheid zu sagen und die Jungs ein paar Jahre verknacken.
Wer ist denn da so blind bei Schuessen aus einer Maschinenpistole in einer friedlichen Gegend, wo Leute nur Baden wollen oder sich in Klicken treffen.
Vielleicht war das ja geplant, weil der Treffpunkt wohl bekannt war oder zufaellig Deutschrussen dort badeten oder was sonst da machten.
Waffengewalt, und wenn auch nur angedroht gehoert unter schwere Strafe gestellt zu werden. Harmlos ist das nur fuer diejenigen, die so eine Situation nicht selbst unter Lebensgefahr mit gemacht haben.
Vielleicht sollte man die Familienmitglieder einfach mal auf solche Art und Weise bedrohen - um denen deutlich zu machen, wie das wohl wirkt. Typisch selbsternannte
Ordnungswalter, die Anderssein nicht duldet und Gewalt gegen Andersdenkende als Richtig darstellt.
Blinde Justiz.
damuero (17.07.2007, 19:08 Uhr)
@opf85
Das Heben des rechten Arms ist deswegen so schlimm, weil es vermuten lässt, dass derjenige mit den Hitler und seinen Gefolgsleuten sympathisiert, die ja (wie Ihnen hoffentlich bekannt) UNGLAUBLICH schreckliche Dinge getan haben. Wenn ich diese Geste nun als Ausländer (oder Schwuler oder Jude) zu sehen bekomme, fühle ich mich natürlich existentiell bedroht, da ja bekannt ist, wie die Nazis mit eben diesen Leuten umgingen - sie wurden "vernichtet", bzw. ermordet (natürlich trifft dies historisch gesehen nicht auf "Ausländer" allgemein zu). Wenn man dieses Hintergrundwissen nicht hat, mag das Heben des rechten Arms eine harmlose Provokation sein, hat man es aber, ist es eben mehr.
sachsenwini (17.07.2007, 19:00 Uhr)
@ opf85 Ja wenn das so ist,
da wurden wohl aus versehen die armen verleumdeten Opfer verhaftet.
Böse badende Spätaussiedler haben diese friedlichen Menschen offensichtlich vom See aus mit Wasser bespritzt, und als sich die Opfer dagegen schützen wollten wurde diese Armbewegung als Hitlergruß ausgelegt.
Dann hat man den armen Menschen noch Alkohol eingeflösst, und ihm eine alte Maschinenpistole in die Hand gedrückt. In seiner Wohnung haben sie Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und hundert Schuss Munition versteckt.
Wie kann man nur so bösartig sein. Gut dass es Menschen wie Sie gibt, die diese Tatsachen erkennen.
J.Stahl (17.07.2007, 18:46 Uhr)
das war ja mal wieder klar...
die können hier treiben was sie wollen.möchte nicht wissen was los gewesen wäre wenn das türken mit der waffe gewesen wäre.die hätte man wahrscheinlich gleich nach guantanamo überstellt.
@opf85:kannst du dich nicht anders mit menschen auseinandersetzen als gleich den hitlergruß zu zeigen?was machst du wenn du mit deutschen streit hast?schreist du da allah ist groß???
Schmusekater (17.07.2007, 18:32 Uhr)
Landfriedensbruch?
Also, ich bin ja kein Jurist, aber exakt so jedenfalls stelle ich mir als juristischer Laie den Tatbestand eines handfesten Landfriedensbruchs vor - und das Gefährdungspotenzial müßte doch eigentlich ausreichen, die Verursacher zumindest vorläufig "aus dem Verkehr zu ziehen." Allein das Herumballern mit der scharfen Maschinenpistole sollte schon Grund genug sein.
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