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Hitlergruß und Maschinenpistole am Strand

Rechtsradikale haben Badegäste an einem See in Mecklenburg in Angst und Schrecken versetzt: Die betrunkenen Randalierer pöbelten, belästigten die Badenden und zeigten den Hitlergruß. Der Nazi-Spuk wurde aber noch schlimmer.

Rechtsextremisten haben an einem Strand am Krakower See in Mecklenburg ausländerfeindliche Parolen gebrüllt, den Hitlergruß gezeigt, Badegäste belästigt und mit einer Maschinenpistole mehr als ein Dutzend Mal in die Luft geschossen.

Sieben Tatverdächtige im Alter zwischen 21 und 29 Jahren wurden festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Die zum Teil betrunkenen Randalierer waren demnach am späten Sonntagnachmittag mit einem Kleintransporter an der Badestelle in der Nähe der Ortschaft Serrahn südlich von Güstrow aufgetaucht. Ihre Aggressivität habe sich besonders gegen Familien von Spätaussiedlern gerichtet, die dort gebadet hätten.

Einigen Männern, die sich zum Zeitpunkt der Schüsse noch im Wasser aufhielten, gelang es laut Polizei, die Neonazis am Strand zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Unter den sieben Festgenommenen befindet sich auch eine Frau. Die Waffe, einige Patronen sowie Hülsen wurden sichergestellt.

Gegen die Tatverdächtigen aus Güstrow und Krakow wurde Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet. Seit 16 Uhr sind die Tatverdächtigen nach Richterbescheid wieder aus der Haft entlassen. Die Ermittlungen dauern gegenwärtig an.

In Mecklenburg-Vorpommern haben in den vergangenen Jahren immer wieder Neonazis Urlaubsgäste belästigt oder angegriffen.

DPA/DPA
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