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Erste Festnahmen nach Feuerinferno

Wer trägt die Schuld für die Feuerkatastrophe, bei der in einer brasilianischen Diskothek mehr als 230 Menschen starben? Die Polizei hat die beiden Besitzer und zwei Musiker in Gewahrsam genommen.

Nach dem verheerenden Feuer in einer brasilianischen Diskothek, bei dem mehr als 230 Menschen ums Leben kamen, hat die Suche nach den Verantwortlichen begonnen. Die Polizei nahm vier Männer fest, wie brasilianische Medien berichteten. Dabei soll es sich um die beiden Besitzer der Diskothek "Kiss" und zwei Musiker der aufgetretenen Rockband "Gurizada Fandangueira" handeln.

Nach Medienberichten hatten alle vier kurz nach der Katastrophe die Stadt Santa Maria verlassen, weil sie Angst vor einer Lynchjustiz hatten. Vor allem die Diskotheken-Besitzer, von denen sich einer erst am späteren Montag freiwillig der Polizei stellte, müssen viele Fragen klären.

Betriebslizenz abgelaufen, Ausgänge versperrt

Die Musikgruppe hatte während ihres Auftritts in der Nacht zum Sonntag eine pyrotechnische Show-Einlage präsentiert, wodurch das Feuer in dem Nachtclub in Santa Maria im Süden des Landes vermutlich ausgelöst wurde. Unter den Zuschauern brach eine Massenpanik aus, die meisten Opfer erstickten in der Menge oder wurden zu Tode getrampelt. Insgesamt 231 der meist jungen Gäste wurden getötet und 116 weitere verletzt. 80 Schwerverletzte werden weiter in den Krankenhäusern behandelt.

Ersten Berichten zufolge war die Betriebslizenz der Feuerwehr für die Diskothek im August ausgelaufen. Einer der Besitzer, Elissandro Calegaro Spohr, räumte dies ein. Sie sei jedoch erneut beantragt. Er widersprach Zeugenaussagen, nach denen das Sicherheitspersonal des Clubs die Gäste nach Ausbruch des Feuers zunächst am Verlassen der Disco gehindert habe. Die Notausgänge sollen versperrt gewesen sein - die Aufpasser sollen die Situation zunächst unterschätzt und alle Ausgänge blockiert haben, um zu verhindern, dass die Gäste ohne zu zahlen die Disko verlassen. Vor der Tür dann behinderten Metallstangen für die Warteschlangen die Evakuierung.

Erste Opfer beigesetzt

Auf den Friedhöfen in der Universitätsstadt Santa Maria wurden bereits die ersten Opfer beigesetzt. In Brasilien müssen Bestattungen grundsätzlich etwa 24 Stunden nach dem Tod erfolgen. In dem Land gilt eine dreitägige Staatstrauer. In den Krankenhäusern von Santa Maria und Porto Alegre sind noch mehr als 75 Verletzte, die auf der Intensivstationen behandelt werden. Viele von ihnen sind nach den Worten von Gesundheitsminister Alexandre Padilha in Lebensgefahr. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sich die Zahl der Todesopfer noch erhöht. Die Tragödie ist die zweitgrößte Brandkatastrophe in der Geschichte Brasiliens. 1961 kamen in Niteroi bei einem Feuer in einem Zirkus über 500 Menschen ums Leben.

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich tief betroffen, dass so viele junge Menschen bei der Tragödie den Tod fanden. In den Krankenhäusern werden noch mehr als 100 Verletzte behandelt. Davon sind nach Angaben der Behörden mindestens 40 in einem kritischen Zustand.

fw/DPA/AFP/DPA

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