Wärter helfen bei Massenausbruch aus Gefängnis

18. Dezember 2010, 12:16 Uhr

Im Norden Mexikos sind mindestens 141 Häftlinge aus einem Gefängnis entflohen. Die Flucht blieb bis zur Durchzählung am Abend unbemerkt. Verschwunden ist nun auch der Direktor der Haftanstalt.

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Ein Gefängnis in Mexiko. Einige Haftanstalten im Land sind bekannt für ihre mangelnden Sicherheitsvorkehrungen©

Unbemerkt von den Sicherheitsbehörden sind im Norden Mexikos weit über hundert Häftlinge aus einem Gefängnis geflohen. Über die genaue Zahl der geflohenen Kriminellen herrschte am Samstag Unklarheit, offenbar hatten sie Hilfe vom Gefängnispersonal erhalten. Der Ausbruch aus der Haftanstalt in Nuevo Laredo nahe der Grenze zu den USA war eine der größten Massenfluchten der vergangenen Jahre in Mexiko.

Der Minister für öffentliche Sicherheit des nordöstlichen Bundesstaats Tamaulipas, Antonio Garza, sagte, dass mindestens 141 Häftlinge entkommen seien. Zuvor hatte ein Mitarbeiter der Strafvollzugsanstalt von 159 geflohenen Insassen gesprochen. Mexikanischen Medienberichten zufolge sollen sogar bis zu 190 Sträflinge geflüchtet sein.

Gefängnismitarbeiter hätten den Insassen bei der Flucht geholfen, darüber bestehe kein Zweifel, sagte Garza. Die Sträflinge seien bereits am Donnerstag entkommen, bis zu einer Durchzählung am Abend sei die Flucht allerdings unbemerkt geblieben. "Erste Ermittlungen zeigen, dass die Häftlinge durch den Diensteingang für Fahrzeuge entkamen", sagte der Minister. Der Direktor des Gefängnisses sei verschwunden.

Das Innenministerium teilte mit, nach den Verantwortlichen für die Massenflucht werde gesucht. Außerdem machte es die Regierung von Tamaulipas wegen mangelnder Sicherheit und Kontrollmechanismen für die Massenflucht verantwortlich. Garza wies die Kritik zurück und erklärte, seine Verwaltung habe wiederholt Unterstützung von den Bundesbehörden für schärfere Sicherheitsmaßnahmen verlangt. Erst im September waren 85 Häftlinge aus einem anderen Gefängnis in Tamaulipas ausgebrochen. Der Norden Mexikos ist besonders betroffen von der Gewalt der Drogenbanden, die sich gegenseitig die Schmuggelrouten in die USA streitig machen.

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