Ein ehemaliger Angestellter des Milliardenbetrügers Bernard Madoff hat zugegeben, Konten von Madoffs Firma BLMIS gefälscht zu haben, um so den Betrug an den Anlegern zu verschleiern.
Ein ehemaliger Angestellter des Milliardenbetrügers Bernard Madoff hat zugegeben, Konten von Madoffs Firma BLMIS gefälscht zu haben, um so den Betrug an den Anlegern zu verschleiern. Der 37-jährige Eric Lipkin habe gestanden, ihm drohten nun 70 Jahre Gefängnis, teilte das US-Justizministerium am Montag (Ortszeit) in Washington mit.
Lipkin war den Angaben zufolge von Mitte der 80er Jahre bis zur Festnahme Madoffs im Dezember 2008 bei BLMIS beschäftigt. Er habe die Konten so gefälscht, dass die vermögenden Kunden glaubten, ihr Geld sei gut angelegt, erklärte das Ministerium. Auch habe er Dokumente verfasst, wonach die Madoff-Firma Guthaben hatte, die nie vorhanden waren. Schließlich habe er fiktive Angestellte auf die Gehaltslisten gesetzt. Madoff war im Dezember 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines komplexen Systems tausende Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar geprellt hatte. Die Anleger verlangten ihr Geld zurück. 2009 wurde Madoff zu 150 Jahren Haft verurteilt. Im Prozess gestand er, die ihm anvertrauten Summen nie angelegt zu haben. Zu seinen Opfern zählen Banken, Privatleute und Wohltätigkeitsorganisationen.
Sein Angestellter Lipkin zahlt zur Entschädigung der Opfer 1,4 Millionen Dollar, den Erlös aus dem Verkauf seines Hauses sowie das, was auf seinen Konten als Guthaben lag, wie das US-Justizministerium weiter mitteilte. Sein Urteil soll am 15. Dezember gesprochen werden. Neben Lipkin habe bereits ein weiterer Angestellter Madoffs gestanden. Fünf ehemalige Angestellte würden noch gesucht, erklärte das Ministerium.