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12. August 2005, 08:25 Uhr

Geld aus spektakulärem Bankraub aufgetaucht

Ein Bruchteil des bei dem Einbruch in die brasilianische Zentralbank gestohlenen Geldes ist wieder aufgetaucht. Die Polizei fand das Geld 1.900 Kilometer vom Ort des Einbruchs entfernt in einem Wagen.

Vermutlich keine heiße Spur sondern ein Ablenkungsmanöver© Neysla Rocha/AP

Die Polizei äußerte aber die Vermutung, dass es sich um ein Ablenkungsmanöver der Diebe handeln könnte, die insgesamt fast 165 Millionen Real (56,5 Millionen Euro) erbeuteten. Eine Sprecherin sagte, die Polizei habe einen Tipp von einem Autohändler erhalten. Er sei misstrauisch geworden, weil das Auto unüblicherweise mit Bargeld bezahlt worden sei. Die Polizei habe den Allradwagen daraufhin auf einem Autotransporter entdeckt. Bei einer Durchsuchung des Wagens wurden rund eine Million Real in 50er-Scheinen entdeckt. Sie waren mit Banderolen der Zentralbank gebündelt. Der Allradwagen sei am Samstagnachmittag gekauft und wenige Stunden später auf den Transporter Richtung Sao Paulo verladen worden. Dessen Fahrer und sein Assistent würden vernommen. Die Behörden hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass sie einige der Räuber identifiziert hätten. Es habe sich möglicherweise um Mitglieder der in Sao Paulo ansässigen Bande PCC gehandelt, die in den vergangenen Jahren schon für zahlreiche Bankraube, Entführungen und Gefangenenaufstände verantwortlich gemacht wurde.

3,5 Tonnen Beute

Bei dem größten Bankraub in der brasilianischen Geschichte hatten etwa zehn Männer in drei Monaten von einem Haus in der Nähe der Bank in der Küstenstadt Fortaleza vier Meter unter der Erde einen 80 Meter langen Tunnel in den Tresorraum der Zentralbank gegraben. Über das Wochenende wurde dieser dann ausgeräumt. Das gestohlene Geld wog insgesamt 3,5 Tonnen. In einer offiziellen Erklärung vom Donnerstag gab die Zentralbank die gestohlene Summe mit 164,75 Millionen Real an. Zuvor war eine Summe von 156 Millionen Real genannt worden. Die tatsächliche Höhe der Beute sei erst festgestellt worden, nachdem Mitarbeiter der Bank den Tatort im Tresorraum wieder betreten durften, erklärte die Bank.

AP

 
 
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