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Die Zusammenarbeit von Daimler und Renault-Nissan nimmt langsam Formen an. Mercedes bringt zunächst für die kleinen Baureihen eine neue Generation von Vierzylinder-Triebwerken.
Christian Wulff hat sich von seinem Sprecher Olaf Glaeseker getrennt. Die Gründe dafür passen in die Linie, die der Bundespräsident in der Affäre fährt. Mit Billigung der Kanzlerin.
Das Wetter ist mies und da wollte ich mal…….ach, hab ich euch eigentlich schon die Geschichte zu Ende erzählt? Also die Odyssee mit dem Auto? Nein? Ja? Macht nix, hier noch ein kleines Update in Sachen afrikanischer Behördenkultur. Dabei kommt mir immer wieder die Frage in den Sinn, was um alles in der Welt die „Leute“ dort bewegt, sich gerne mal mit blutigen Aufständen in die Unabhängigkeit zu strampeln, aber dann umgehend die eigentlich schlechten „Angewohnheiten“ der scheidenden „Kolonialmächte“ aufzunehmen und sie natürlich in einem afrikanischen Entschleunigungsprozess der lokalen Bürokratie-Evolution zu unterziehen. Ist das ein Racheakt für den Moment, wenn der Ausländer sich dann der Sache aussetzen muss? Oder ist einfach die Fortsetzung dessen, was „man“ so gewohnt war?  Gebaute Schulen werden als Ersatzteillager übers lange Wochenende zum Rohbau zurückgebaut, Brunnen funktionieren nur so lange, wie der Motor Benzin hat, Strommasten werden zu handlichen Stücken zerschweißt und als Altmetall verhökert. Vielleicht ist es auch die europäische Arroganz zu glauben, dass „man“ das in Afrika will und braucht. (Anm. d. Verf.: Man strafe mich der Pauschalisierung. Ich war in drei Ländern südlichen Afrikas und vermag eigentlich nicht zu sagen, wie AFRIKA so ist, aber manche Dinge ziehen sich, ob West, Ost oder Süd, wie ein roter Faden durch alle Geschichten.) Der Afrikaner an sich tendiert indes nämlich eher dazu, all die Errungenschaften, die das alltägliche Leben ein Stück weit bequemer machen, oder besser gesagt, von denen wir glauben, dass es dort das tun würde, weg zu brauchen, aber so etwas wie „Schalteratmosphäre“ oder „Uniformen“ bis teilweise ins Groteske zu betreiben.  So eben auch beim sog. „TÜV“. Eher an ein Sportheim aus den frühen Sechzigern erinnernd, steht mitten im Busch in der Peripherie von Windhoek ein Flachdachgebäude – was übrigens super ist in Sachen thermische Entwicklung des Raumklimas. Dieses „Ding“ ist der Amtssitz vom „Vollstrecker“. Einmal in seine Fänge geraten, weiß man wie jemand wie Wesley Snipes seine Vorlage für seine Figur in Blade entwickelt haben mag. Mal abgesehen davon, dass der Typ – und ich erzähle kein Quatsch – auch aussah wie Wesley Snipes. Da fahre ich also dort hin, um meinen abschließenden „Stempel“ zu erhalten, und sehe mich mit einer für Afrika recht häufigen bolzplatzähnlichen Freifläche konfrontiert, auf der aber auch so gar nichts darauf hindeuten könnte, dass man jetzt irgendwo anders ist als im Busch. Und was macht man da? Genau...man macht einfach das, was alle da machen. Sich irgendwo hinstellen und wartet. Keiner weiß so recht auf was oder auf wen, aber recht beeindruckend schnell sammeln sich so einem inneren Koaggulierungsdrang folgend immer mehr Autos und Leute. Erstaunlich dabei auch, dass natürlich – man ist ja in Afrika – viel mehr Leute da rumlaufen, als Autos bewegt werden.  Dem „ordentlichen“ Deutschen, der zwar „Recht und Ordnung“ angeblich auf irgendeinem verwunschenen Eckchen seines Genom sein eigen nennt, aber leider einen Defekt in Sachen Geduld und angelsächsischer Schlange-Steh-Kultur aufweist, bekäme hier spontanen Anlass für das Anlegen einer chronischen Gastritis. Irgendwie perlen Fahrzeuge laichschnurartig in Richtung dieses besagten Gebäudes. Echte Reihenfolgen gibt es nicht, aber irgendwie funktioniert es eigentlich ganz gut. Man kommt voran. Also im afrikanischen Sinne. Ein Stunde für 500 Meter kennt man bei uns sonst nur zum Ferienanfang im Sommer auf der A 8.  Auf irgendein geheimes Zeichen hin, öffnen die vorderen Reihen bei ihren Autos die Motorhauben. Und rollen so dann weiter. Mir erschließt sich dieses Ballett noch nicht ganz, aber als ich die magische Linie überfahre, mache ich, was alle machen. Haube auf. Wird wohl schon seinen Sinn haben. Ein neben mir stehender älterer Mann im ölverschmierten Blaumann, der seines Zeichens Automechaniker zu sein scheint, hebt die Hand mit dem „Supi“ bedeutenden emporgereckten Daumen und grinst mich an und deutet dann mit dem Kopf nach vorne. Und dann hör ich es auch. Irgendwer brüllt auf Afrikaans vor meinem Auto rum. Gut, sehen kann ich ja nix, denn meine Motohaube ist ja hochgeklappt. Allerdings sehe ich mich auch in keiner Bringschuld, was Reaktionen auf dieses Exerzierplatz-Gebell anbelangt. Dann materialisiert sich quasi aus dem Nichts auf meiner Beifahrerseite „BLADE“. Und brüllt in mein Auto. Eine Millisekunde gerät er ins Stocken, denn er erwartete mich als Fahrer genau auf der Seite. Man fährt ja schließlich links dort. Und ein ordentlicher Mensch hat dann gefälligst auch einen Rechtslenker zu fahren. Ich spüre wie sich seine Augen zu Fäusten ballen und sich aggressivst verengen. Denke ich mir jedenfalls, dass er das tat. Sehen konnte ich seine Augen ja nicht. BLADE halt. Sonnenbrille, nech? Sie wissen schon. Hilfesuchend schweift mein Blick zu dem nun noch mehr grinsenden Stammesältesten im Blaumann. „Praht jei Engels?“ Meine Augen müssen wohl schreckgebannt aufgerissen gewesen sein, denn nun kommt die Frage ca. 20 dB lauter in mein Auto gehustet. „PRAHT JEI ENGELS!!!!!!!!!!!“….ohne Fragezeichen übrigens. „AFRIKAANS?“….Mit Fragezeichen. Ich fühle mich, als würde ich meine Kinnspitze über das Gleis des herannahenden TGV halten, als besagte „BLADE“-Kopie sich halb in mein Auto hängt und nun Kuntakinte auf meiner Linken anbrüllt. Zum Glück fragt er mich jetzt nicht, ob ich neben Englisch und Afrikaans vielleicht auch noch Ovambo spreche. Wobei das kein Unterschied gemacht hätte, denn ich hab ja eh nicht geantwortet. Allerdings versteh ich auch nicht, was die beiden trotz eines Abstandes von einem Meter sich gegenseitig in die Ohrmuscheln brüllen. Erst sehr viel später bemerkte ich, dass BLADE immer so spricht. Und es wohl für ihn dann auch normal ist, dass man selber in presslufthammerähnlicher Lautstärke antwortet. Sichtlich angepisst, stampft er unvermittelt um mein Auto, reißt die Fahrertür auf und kopfschüttelnd mich raus. Und Kuntakinte grinst – mich mittlerweile mich ein wenig nervend - unvermindert weiter. Vor sich hinbrabbelnd – insofern man 90 dB als Brabbeln bezeichnen kann – wühlt BLADE aus meinen Unterlagen das entsprechende Formular heraus, springt aus dem Wagen und verschwindet wieder in den Schatten der hochgeklappten Haube. „SIT!“ Keine Reaktion meinerseits. Sein Kopf ruckt aus dem unsichtbaren Bereich hervor. Fast zähnefletschend presst sich die Aufforderung mich verdammt noch mal in mein Auto zu setzen durch seine zu vielen, zu weißen Zähne. BLADE. Ich sag´s ja…ich starre auf seine Kauleiste und erwarte förmlich das Ausklinken von blitzenden Fangzähnen. Dadurch schon wieder unkonzentriert folge ich seiner Anweisung nicht. Überirdisch schnell und raubkatzengleich steht er wieder neben mir und kommt mit seinem Gesicht meinem ZIEMLICH nahe. Sichtlich unter physischer Qual formt sich das Wort „PLEASE“ an seinem Satzanfang und endet mit der Aufforderung meinen Arsch umgehend in das Auto zubewegen in einer steten exponentiell ansteigenden Lautstärken-Kurve. Ich sitze noch nicht richtig, da kommt schon wieder von „vor meinem Auto“ das mittlerweile wohlige Gebell. Kuntakinte beginnt langsam die nächste Stufe seines Amusements zu erreichen, was sich durch sein Schluckauf ähnliches Gewippe manifestiert. Meine Antennen vollkommen auf den schmalen Schlitz zwischen hochgeklappter Haube und Scheibenunterrand justiert, entnehme ich dem Gebrüll vor mir, dass ich das Licht an und ausmachen, Blinker links, Blinker rechts. Wobei das mit einem enthemmten Gejaule beantwortet wird, denn BLADE meint natürlich SEIN Links und rechts, nicht meins. Ich unterlasse es aber, ihm zu zeigen, dass ich Afrikaans soweit verstehe, dass mir die Worte für „Dämlicher Hund“ und „Schwuchtel“ geläufig sind. Weitere Anweisungen zu diesem oder jenem folgen, und abschließend segelt ein Klemmbrett mit meinen Unterlagen von links in Wurfsternmanier in mein Auto. Kuntakinte lacht mittlerweile aus vollster Überzeugung, reckt nun beide Daumen nach oben und stottert wie mein grade angelassener Pajero: „Muahahahaaaa….you…..yo……You survived, Mister! Gnnnnnhaaahhaaa……“ Erwähnte ich, dass ich mich immer wieder besser fühle, wenn ich jemandem ein Lachen schenken kann. Nur in dem Fall bin ich etwas „angefasst“ gewesen. Die nun folgende wirkliche technische Überwachung meines an sich tadellos in Schuss seienden KFZ war dann nicht minder skurril. BLADE steht in einer Grube und brüllt nun, das Auto von unten an. Die vorhandene Treppe missachtend springt er mit einem Satz aus dem Loch, ins Auto und aufs Gas. Grenzgängerisch drischt er das Auto auf die vorhandene Teststrecke am Gebäude. Und ich sehe schon wie in Slow Motion Einzelteile meines just generalüberholten Motors durch die afrikanische Morgenluft in die Savanne segeln. Die Geschichte mit dem Loch im Auspuff, was nicht existierte, lass ich mal weg, denn die kostete mich dann weitere drei Stunden innige Zweisamkeit mit dem namibianischen Daywalker. Und nach 5 Stunden war es dann endlich soweit. MEIN Auto. Ganz offiziell. Und was ich damit dann anstellte, naja... Das ist eine andere Geschichte wert. In diesem Sinne Es grüßt derPapendieck
Menschen wie er sind gefährlich. Denn sie zündeln mal so nebenbei. Wer wollte, konnte sich davon im Programm von 3sat überzeugen. Der Gemeinschaftssender von ARD/ZDF, ORF und SF zeigte Thilo Sarrazin in einem einstündigen Interview.
Wer ins Ausland reist, kennt das. Passkontrolle. Innerhalb der EU ja meist eher ein Relikt. Bei Ankunft in einem Land, jenseits der vermeintlichen Zivilisation, ein beinahe unvermeidlicher kleiner Staatsakt. Vergleichbar mit einer Endrunde in einem Poker-Match. Vor einem wurden sämtliche Gegner eliminiert, nun ist man selber an der Reihe.....Doch ich greife vor. Wenn man also nun aus seinem Flieger in Richtung Gepäckausgabe stakst, kommt man erwartungsgemäß erst einmal zur Einreise-Erlaubniserteilungs-Überprüfung. Hat man das Glück, einen Wohnsitz in Namibia zu haben, dann sortiert man sich schnell in die Schlange der sog. „permanent residents“ und ist binnen Minuten „drin“. Der normale Tourist füllt im Flugzeug bereits einen kleinen Zettel aus, auf dem er/sie UNBEDINGT das Kreuzchen bei „VISITOR“ machen sollte. Das erspart eine ziemlich nervenaufreibende und schweißfördernde Diskussion, die man sich allein schon wegen der falschen Bekleidung aus kreislauftechnischen Gründen kaum leisten kann. Aber darüber an anderer Stelle mehr. Wir erinnern uns kurz. Wir stecken ja immer noch in den, für uns bei Reiseantritt notwendig erscheinenden High-Tech-Outdoor-Klamotten. Beim Darübernachdenken meint man die richtige Schreibweise für die sich gerade zur tragbaren finnischen Ein-Mann-Sauna entwickelnde „Fleece-Jacke“ sei doch besser an die tatsächlichen Ereignisse in Richtung „FLIESS-Jacke“ anzupassen. So FLIESST gerade ein anschwellender Strom aufkommenden Stresses zwischen den Schulterblättern in Richtung Mikrofaser-Hose, die nun gerade dort an der Austrittsstelle der salzige Rinnsale nicht diese unvermeidlichen dunkel fleckigen Feuchtigkeits-Nachweise führen sollte. Nicht ganz unschuldig daran ist die näher rückende, mit botox-paralysiert-gleicher Mimik dasitzende PASS-KONTROLLE! Eine Frau, die – begegnete sie einem in traditioneller farbenfrohen Tracht – einen spontan an „Mama Afrika“ denken ließe. So ist sie aber das letzte zu bezwingende Bollwerk gegen mein Ansinnen, möglichst schnell in die Flughafenvorhalle und zum antarktischen Außenposten in Gestalt eines verchromten begehbaren Eisschrankes voll verheißungsvoller Kaltgetränke zu gelangen. Leicht erhöht thront sie da. Trotz meiner fast 2 m Körpergröße muss ich den Blick nach oben wenden. Zum Schreiben hat man eine Fläche knapp unterhalb des Kinns. Wenn sie mich fragen, hat das Konzept! Genauso wie das Böse-Gucken. Siehe Paulus, einer der coolsten Fährten-Leser und Tourguides am Okavango. Aber auch dazu später mehr. O.k.! Infight. Jetzt ist Pokerface gefragt. Sich nicht die Nervosität anmerken lassen, ob der Überlegung, dass man vielleicht nett lächeln könnte. Kurzzeitig durchzuckt mich der Gedanke, es mit einem frischen „Good-Morning“ zu versuchen. Bei der Überlegung habe ich schon gleich den ersten Fehler gemacht. Direkten Blickkontakt aufgebaut. Nicht machen! Diese Lady ist definitiv in der Lage einen aufgebrachten Silberrücken nieder zu starren. Und wenn ihr das nicht ad hoc gelänge, sollten ihn ihre enormen physischen Ausmaße endgültig vom Revolutionsgedanken abbringen. Denn bei dem Versuch, eine Millisekunde Augenkontakt zu erlangen, übersehe ich ihr Zucken im rechten Zeigefinger, was mir sagen sollte. PASS HER! Irgendwo aus den Untiefen dieser uniformierten Trutzburg namibianischer Bürokratie entsteht ein Geräusch, dass ich als das Wort „Passport!“ wieder zu erkennen glaube. Das Ausbleiben einer Wiederholung des Geräusches und mein reflexartiges Ablegen des geforderten Passes geben mir im Nachhinein die Bestätigung wenigstens an der Stelle richtig reagiert zu haben. Sie blättert im Pass. Starrt mich aber dabei an. Ertappe mich dabei, wie ich sie anstarre. Sie schwitzt nicht. Sie schwitzt einfach nicht!! Und ich bin mir sicher, dass sie mein schweißnasses Gesicht dahingehend interpretiert, dass ich etwas zu verbergen habe. Sie starrt intensiver. Und wie. Und blättert. Weiter. Mir war gar nicht bewusst, wie viele Seiten so ein Reisepass haben kann? Plötzlich reitet mich der Wahnsinn und mit dem Hang zur todesnahen Grenzerfahrung spreche ich sie an, ob irgendetwas nicht stimmen würde. Dessen nicht genug, beende ich in einen Anfall von echter Todessehnsucht die Frage mit hochgezogener Augenbraue und kröne das ganze mit einem einseitigen Lächeln. Ich bin mir ja sicher, dass alles in Ordnung ist. Doch weit gefehlt. Natürlich ist NICHTS in Ordnung. Ein neuerliches – und vom ersten abweichendes - Geräusch entspringt der mahagoni-eingefassten Weiblichkeit vor mir. Fragezeichen sind der Dame in jahrelanger Übung wohl abhanden gekommen, so dass sie auch keine Erhebung am Ende ihres Satzes benötigt. Germanisten mögen mich korrigieren, wenn ich das Wort Satz in dem Zusammenhang benutze, denn ein einzelnes Wort ist doch kein Satz, oder? Naja, jedenfalls quillt mir das Wort „FORM!“ entgegen. Meine souveräne Maske beginnt zu bröckeln. Da ich nicht unmittelbar reagiere, außer dass neben der einen Augenbraue noch die zweite hochschnellt, wiederholt sie sichtlich genervt das Wort. THE FORM!..Oha….zwei Worte. Jetzt meint sie es ernst. Aber welche Form meint sie??? Sie reißt die Augen auf, lässt sie zu beängstigenden Schlitzen zusammenfahren und atmet mit einem Seufzer aus. Kurzzeitig bin ich abgelenkt von den anatomischen Phänomenen, deren Zeuge ich gerade wurde. Ich zwinge sie zur Bewegung. Ein völlig unbegründetes triumphales Gefühl stellt sich ein, welches im selbem Augenblick atomisiert wird, als ich beobachte, wie ihre Hände die Vorderkante des Stempel-Throns umfassen und sie sich nach vorn zieht und sich dabei zu voller Größe aufrichtet. Mit einer Bewegung, die ihre Ausmaße Lügen strafen, schnellt eine Pranke von oben herab und reißt mir den mittlerweile leicht schweißnassen kleinen Zettel aus meiner Hand. Aus meiner anderen Hand. Aus der Hand, in der NICHT der Pass war. Kleiner Einwurf an der Stelle. Im Englischen meint „form“ ein Formular, welches es aus diversen Anlässen auszufüllen galt. Das im Flugzeug verteilte kleine Zettelchen beinhaltet dann lediglich den Ort des Verbleibs im Land, den Namen, die Passnummer UND - ganz entscheidend – den Grund des Besuches. Deswegen „visitor“. Auch wenn man als Student für ein Jahr dort einreisen will, um seine Doktorarbeit zu machen. „VISITOR“. Das nötige Aufenthalt-Visum holt man sich dann unmittelbar bei der Deutschen Botschaft in Windhoek. Das dauert in der Regel 3 bis 5 Tage und kostet nix. Vorheriges Beantragen bei der Namibianischen Botschaft ist teuer, meistens sinnfrei, weil nicht von Erfolg gekrönt und extrem zeitaufwendig. Das kann bis zu 9 Monate und über 100 Euro dauern. THE FORM! Bellt es mir von über mir. Kopfschüttelnd sinkt die Person auf einen nicht ersichtlichen Sitzplatz zurück wie ein Fesselballon, dem das Brennergas nach der Landung ausgegangen ist. Mit chirurgengleicher Akribie sucht sie nach DEM Kreuzchen an der richtigen Stelle. Und dann geschieht alles blitzschnell. Man sieht fast nicht was passiert, nur das Echo des herabdonnernden Stempels schwingt noch im eignen Trommelfell nach. Während man seinen Pass vor die Nase gebatscht bekommt ,wird man mit einem Blick auf den Pass und einer folgenden Augenbewegung in Richtung Durchgang zum Gepäckband weitergeschickt. Bitte sofort Pass nehmen und schnell weggehen! Nicht irritiert stehen bleiben.! Ansonsten zischt mit raubtierartiger Geschwindigkeit die Hand der Dame am Ohr vorbei zum bereits, vom hinter einem wartenden erfahrenden Einreisenden, hoch gereichten Pass, gefolgt von einem „NEXT!“, das keine Zweifel offen lässt, dass man dort, wo man gerade steht, gänzlich unerwünscht ist. Etwas traumatisiert taumelt man – hart an der Grenze zum Dehydrieren, in Richtung Tür zur Gepäckausgabe, die mich mehr an die Schwingtür-Szene mit Groby als Kellner in der Sesamstrasse erinnert als an einen offiziellen Durchgang auf einem INTERNATIONAL AIRPORT. Das Loch in der Wand spuckt unmittelbar vor einem auf ein rudimentäres Rollband Koffer, Kisten und sonstigen Flugzeuginhalt aus. Hektisches Gewusel entsteht, wie es immer an der Stelle entsteht. Und man wurschtelt sich doch wieder nach vorne durch, obwohl man sich zum wiederholten Mal vorgenommen hatte, erst mal die anderen ihr Zeugs wegnehmen zu lassen. Koffer abgreifen und dann nix wie raus. Wäre da nicht Hürde Nummer zwei. Gepäckkontrolle. Seltsam an der Stelle, weil man ja einreist, aber der junge Mann dort nimmt, trotz 100 Kg weniger als seine Kollegin, seinen Job nicht minder ernst. Übereifrig hält man ihm den Pass unter die Nase, was lediglich zu Verwirrung führt und er einen völlig entgeistert beinahe zu der Dame am Einreise-SOCKEL zurückschicken will. Dann stopft man am besten schnell mit peinlich berührtem und gesenktem Blick sein Handgepäck in einen Kasten, durch den ein Rollband läuft. Man fragt sich kurz, was das für ein Gerät sein soll, dass lediglich aus einer mattgrau lackierten, klapprig verschraubten Weissblech-Kiste besteht, aber man gewöhnt sich am besten JETZT schon mal das Fragen überflüssiger Fragen ab. Zumal das sanfte, verheißungsvolle Summen des Getränkeschrankes schon so gut wie hörbar ist. Und NICHTS, aber auch gar nichts ist großartiger nach Momenten wie diesen als das Zischen beim Öffnen des Kronkorkens und Glucksen der ersten Zentiliter im Hals einer Bierflasche, wenn man sie genüsslich an die Unterlippe setzt und den Kopf in den Nacken legt. Jetzt nur noch raus und los zum Auto. Auf die Piste. Doch das ist eine eigne Geschichte wert. To be continued…
Der Kinohit "Avatar" hat innerhalb weniger Tage Millionen Besucher angelockt. Ist das der Durchbruch fürs 3D-Kino. Alte Pappbrillen, ruckelnde Bilder und Kopfschmerzen sind passé - die Filmbranche setzt auf dreidimensionale Bilder in Digitalqualität. Das steckt hinter der Technik.
Was taugt das neue Kabinett? Bei der Besetzung hat Kanzlerin Merkel vor allem auf eines geachtet: ihren Machterhalt. Verlierer ist einmal mehr CSU-Chef Seehofer. Ein Kommentar von Hans Peter Schütz
Sie sehen das Licht am Ende des Tunnels - oder wie sie wiederbelebt werden: Immer wieder berichten Menschen, die beinahe gestorben wären, von Nahtoderfahrungen. Der Arzt Pim van Lommel erforscht das Phänomen.
Ein Wochenende lang ist Straßburg im Ausnahmezustand. Zwischen Gipfelprotesten und Polizeisperren versuchen die Bewohner der deutsch-französischen Grenzstadt, die ganz große Nato-Politik und ihren Alltag unter einen Hut zu bringen. Bier trinken mit Obama fänden sie gut.
Es sei für diesen Sport hööööööchste Konzentration vonnöten, sagen Golfspieler immer. Und dass es sich sehr wohl um Sport handele, was man alleine daran sehen könne, dass Tiger Woods vollkommen durchtrainiert sei.
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