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Ein katholischer Priester hat gestanden, sich 22 Mal an einem Ministranten vergangen zu haben. Der 40-jährige Geistliche steht wegen schweren Kindesmissbrauchs in Regensburg vor Gericht. Besonders bitter: Er ist einschlägig vorbestraft.
Wegen sexuellen Kindesmissbrauchs wurde der ehemalige Pfarrer von Riekofen zu drei Jahren Haft und Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt. In der Kritik steht auch das Bistum Regensburg. Die Kirche ließ den einschlägig Vorbestraften Peter K. auch die Jugendarbeit machen.
Das Abendgebet in Etzelsbach ist zu Ende. 90.000 Pilger feierten die Marienvesper mit Benedikt XVI., der per Helikopter seine nächste Station anfliegt. Verfolgen Sie den Papstbesuch im Liveticker.
Einflussreiche Medien mühen sich, Peer Steinbrück zum nächsten SPD-Kanzlerkandidaten hoch zu schreiben. Die meisten Genossen schütteln den Kopf.
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner sieht die kirchliche Jugendarbeit nach den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche erschwert.
Kunst oder Pornografie? Eine Ausstellung über die sieben Todsünden in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Erlangen erregt die Gemüter der Gläubigen. Bild des Anstoßes ist die "Wollust", das nun zumindest während des Gottesdienstes verhüllt wird.
Nicht erst seit dem Skandal am Berliner Canisius-Kolleg ist Kindesmissbrauch ein Problem in Deutschlands Kirchen. stern.de hat die schlimmsten Fälle aus den vergangenen zehn Jahren zusammengetragen.
In Italo Calvinos Der Baron in den Bäumen und Henri Alain-Fournier Der große Meaulnes tritt an einer Stelle ein Priester auf, der einen Sterbenden aufsucht, um ihm in seiner letzten Stunde beizustehen. In Calvinos Fall lehnt der Baron, der Zeit seines Lebens in den Bäumen hauste und dabei seinen Glauben an den Gott der Christen an Voltaire verloren hat, den Empfang der Sakramente ab. Der Priester klettert die Leiter hinunter, das Allerheiligste in seinem Gewand verborgen. In Fourniers Werk hört der Protagonist Meaulnes den zarten Klang einer Glocke, wie er es nennt, die, von einem Ministranten geläutet, den Priester, der das Allerheiligste trägt, ankündigt. Der Protagonist kann seine Tränen kaum verbergen. Der Gang des Gottesmanns nimmt für ihn die Trauer vorweg, dass ein lieber Mensch bald von ihm gehen wird. Die Sterbestunde ist in der Tradition des Christentums eine besondere Gnadenstunde. Im idealen Falle sieht der Sterbende sein Ende nahen. Er bereitet sich auf die Begegnung mit Gott vor. Er empfängt die Sakramente. Er entschläft ihm Kreise seiner Lieben. Es braucht nicht viel, um zu erfassen, dass diese romantische Vorstellung mit der Realität heute nicht viel zu tun hat. Als idealer Tod gilt heute der, der schnell vonstatten geht, der unvorhergesehen und ohne Qualen und ohne Krankheit kommt. Unvorhergesehen bedeutet in diesem Fall auch unvorbereitet. So wird die Causa Tod zu einer Angelegenheit, der man durch Zufälligkeit des Sterbens auszuweichen sucht. Die Beschäftigung mit dem sicheren Ende, aus der in früheren Zeiten den Menschen Kraft für das sinnvolle Nutzen und Verbringen der Erdenzeit erwachsen ist, wird nicht mehr eingeübt. Die aktuelle Diskussion um ein würdevolles und begleitetes Sterben, in der Begriffe wie Palliativmedizin und Hospizbewegung fallen und Namen von kruden Sterbehilfeorganisationen genannt werden, erhält einen sachlichen und versachlichenden Ton. Nach der Entzauberung des Himmels hat der Mensch nicht nur einen Schöpfer verloren, sondern auch ein Ziel seines Lebens, das über ihn hinausweist. Und von der Seele ist bisweilen gar keine Rede mehr. Diese Säkularisierung hat die Kirche längst eingeholt. War der Empfang der Sterbesakramente für den katholischen Christen ein Muss und das Herbeiholen des Pfarrers, wenn es einem Angehörigen schlecht ging, eingeübte Glaubenspraxis, so geht die Zahl der Krankensalbungen (vulgo Letzte Ölung) heute zurück. Evangelisch ist gut leben und katholisch gut sterben. Die alte Redensart verweist darauf, dass der freie Christenmensch der reformatorischen Tradition des regelmäßigen Gottesdienstbesuchs nicht bedarf, anders als seine katholischen Kombattanten. Er ist im Leben frei von institutionellen Vorgaben. Wenn aber die Stunde des Todes naht, sieht der Volksmund die Anhänger der Papstkirche klar im Vorteil: Die Sakramente trösten den Katholiken in seiner Sterbestunde, sie sprechen Zuversicht zu und sollen Ausdruck dafür sein, dass der Gläubige Heimat bei Gott erfährt. Der Glaubende erfährt so Heilszusage und -gewissheit. Der Allerheiligentag ist in den katholisch geprägten Teilen des Landes der Feiertag, an dem die Menschen die Gräber ihrer Angehörigen und Freunde besuchen. In aller Lebensbejahung und in der Routine des Alltag steht der Tag für ein innehalten und ein sich erinnern an die, die einmal da gewesen sind und für das Leben derer, die sie nun besuchen, eine wichtige Bedeutung hatten. Nach katholischer Auffassung besiegelt dieser Besuch der Gräber nichts endgültig, sondern ist die Vorbereitung auf das Wiedersehen in der Vollendung bei Gott. Dem Tod und dem Sterben kann man nicht unbeteiligt gegenüber stehen. Beides betrifft die ganze Existenz. Das Erleiden eines Verlustes öffnet die Augen für den Wert zwischenmenschlicher und familiärer Bindungen und Beziehungen. Es gibt nur eine Lebensspanne für jeden und nur eine bestimmte Zeit, in der Menschen ihr zueinander regeln und gemeinsam nach vorne gehen oder offene Fragen ausräumen können. Auch die Perspektive auf ein ewiges Leben, die glaubende Menschen haben, ändert daran nichts. Denn der Tod wird auch von religiösen Menschen als absolute Zäsur wahrgenommen. Der Gang auf den Friedhof ist die Bejahung der Endlichkeit menschlicher Existenz. Dieser Gang kostet Überwindung, denn der Friedhof ist die Anti-Kathedrale von Hedonismus und Jugendwahn. Eine Gesellschaft muss die Bedingungen schaffen, dass der Mensch in Würde sterben kann. Den Besuch des Priesters kann durch niemanden ersetzt werden. Mit Gott muss jeder Sterbende selbst ins Reine kommen. Alles andere muss eine Gemeinschaft zu regeln suchen, die sich dazu verpflichtet, ihre Fähigkeit zur Empathie nicht zu verlieren und den Tod nicht zu verdrängen, sondern aus der Tatsache, dass die Zeit drängt, Kraft zu effizientem und gutem Handeln schöpft. Der Text ist auch erschienen auf www.cicero.de/alexanderplatz.php Mehr Informationen gibt es auf www.cicero.de Weitere Angaben zum Autoren finden Sie unter www.a-goerlach.com Weitere Texte: Klaus Berger: Das Leiden macht den Unterschied Wolfram Weimer: Gott ist wieder da Das Cicero Dossier: Das Christentum Interviews mit Hans-Joachim Meier: "Wir werden eine Minderheit" Bischof Wolfgang Huber: Vernünftig glauben
Die Vorwürfe sind schwerwiegend, die Beweise offenbar erdrückend: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen katholischen Priester aus Hamburg, der mehrere Ministranten sexuell missbraucht haben soll. Der Geistliche wurde bis auf weiteres beurlaubt.
Klima-Erwärmung? Co2-Diskussion? Hohe Benzinpreise? Staus? Im österreichischen Dorf Werfenweng ist davon fast nichts zu spüren. Noch sind nicht alle Autos ausgesperrt, aber das kleine unbeugsame Dorf leistet Widerstand gegen die Blechliesel
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