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17. März 2010, 13:33 Uhr

Sonderbeauftragter stößt auf "menschliche Abgründe"

Der Sonderbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die Aufklärung von Missbrauchsfällen, Stephan Ackermann, hat sich schockiert über das Ausmaß des Skandals gezeigt.

Der Sonderbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für die Aufklärung von Missbrauchsfällen, Stephan Ackermann, hat sich schockiert über das Ausmaß des Skandals gezeigt. Die katholische Kirche werde "mit menschlichen Abgründen in bisher nicht geahntem Ausmaß konfrontiert", schrieb der Trierer Bischof nach Mitteilung vom Mittwoch an die Gläubigen seines Bistums. Ihn erreichten "zahlreiche Hinweise und Schilderungen von Opfern" weit über das Bistum Trier hinaus. "Was ich da lesen musste, hat mich schmerzlich berührt, ja zum Teil regelrecht schockiert."

Die "verbrecherischen Handlungen einiger" verdunkelten das Gesicht der Kirche, erklärte Ackermann. "Vielleicht besteht unser größter Verzicht der diesjährigen Fastenzeit in dem Eingeständnis, dass die Wirklichkeit der Kirche, gerade auch in den zurückliegenden noch stark volkskirchlich geprägten Jahrzehnten, nicht so glanzvoll war, wie wir sie bisher gesehen haben." Die Bischöfe wollten nicht nur "alles rechtlich Geforderte", sondern auch "alles uns Mögliche tun (..), um den Opfern und der Wahrheit späte Gerechtigkeit widerfahren zu lassen".

Im Bistum Trier will Ackermann Missbrauchsopfer einladen: Ein Treffen sei "in absehbarer Zeit" geplant, "um sie kennenzulernen, sie zu hören und mich der Verantwortung zu stellen, die ich als Bischof von Trier habe". Die Opfer dürften nicht länger mit ihrer Last alleine gelassen werden. "Sie brauchen unsere Solidarität."

DPA
 
 
 
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