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Der Nachfolger für den zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa ist einem Medienbericht zufolge gefunden.
Seit Sonntag hatten die Medien von einem Dossier über Mixas angebliche Alkoholabhängigkeit und homosexuelle Annäherungsversuche berichtet. Laut Deutscher Bischofskonferenz gibt es die Akte tatsächlich - und der Papst kennt sie seit April.
Vergangene Woche kündigte Walter Mixa an, vor Gericht zu ziehen, um sich zu rehabilitieren. Doch im Vatikan liegt angeblich eine Akte über den Ex-Bischof, die ihn schwer belastet. Es soll um Alkoholprobleme und sexuelle Übergriffe gehen.
Die Ermittlungen gegen Walter Mixa wegen sexuellen Missbrauchs sind eingestellt worden. Dagegen haben sich die Prügelvorwürfe gegen den früheren Augsburger Bischof erhärtet: Ein Prüfbericht dokumentiert "schwere körperliche Züchtigungen" und einen bisher nicht bekannten, erschütternden Fall eines ehemaligen Heimkindes.
Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs wog in der Reihe der Anschuldigen gegen Bischof Walter Mixa am schwersten und kostete ihn letztlich sein Amt. Für die Staatsanwaltschaft ist allerdings gar nicht sicher, ob sich der Verdacht erhärten lässt. Der Papst äußerte sich indes ungewohnt deutlich zum Skandal um pädophile Priester.
Das wars dann: Die katholische Kirche entlässt Walter Mixa aus Amt und Würden und ist so seinen Skandal-Bischof los. Die Deutsche Bischofskonferenz fühlt sich von einer Last befreit und spricht von einem Neuanfang.
Walter Mixa ist nicht mehr Bischof von Augsburg. Papst Benedikt XVI. hat das Rücktrittsgesuch des 69-Jährigen angenommen. Nach Prügelvorwürfen hatte Mixa Ende April sein Amt zur Verfügung gestellt.
Gegen Bischof Walter Mixa laufen Vorermittlungen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch. Mixa weist über seinen Anwalt alle Vorwürfe mit Nachdruck zurück, sein Rücktritt könnte jedoch schon am Samstag beschlossene Sache sein.
Er bittet alle um Verzeihung, "zu denen ich ungerecht gewesen sein mag". Bischof Walter Mixa hat dem Papst seinen Rücktritt angeboten - was von vielen Seiten begrüßt wird.
In der Affäre um Gewalt gegen Heimkinder wächst der Druck auf Walter Mixa. Deutschlands oberster Bischof Robert Zollitsch hat dem Augsburger Geistlichen nahegelegt, sein Amt vorerst ruhen zu lassen. In der Politik wird der Ruf nach einem Rücktritt Mixas immer lauter.
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