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21. Januar 2008, 14:34 Uhr

"Wir wollen wissen, wer er ist"

Kaum eine Woche ohne Neuigkeiten im Fall Maddie. Zuletzt hatten die Eltern der Vierjährigen dementiert, dass sie einen Film über die Entführung ihrer Tochter drehen wollen. Jetzt beschäftigt Großbritannien das Phantombild des möglichen Entführers Von Emma Bullimore

Wer ist dieser Mann? Nach Aussage einer Zeugin, steht er im Zusammenhang mit dem Verschwinden der kleinen Madeleine© AFP

Die Veröffentlichung zweier Phantombilder des möglichen Maddie-Entführers hat die Ermittler offenbar auf eine Reihe neuer Spuren gebracht. "Die Fahnder haben viele Anrufe bekommen", schreibt die Londoner "Times". Laut des Bouelvardblatts "The Sun" untersuche die Polizei nun Dutzende neuer Hinweise.

Die Eltern der entführten Madeleine McCann hatten zwei Phantombilder in Auftrag gegeben, die den möglichen Entführer des Mädchens zeigen soll. Nach Angaben des "Daily Telegraph" zeigt es "einen Mann mit fahler, olivenfarbiger Haut, zerzausten Haaren, hervorstehenden Zähnen und einem dicken Schnurrbart". Der Mann soll zwischen 1,70 und 1,80 Meter groß und zwischen Ende 30 und Anfang 40 Jahre alt sein. Das Bild der jetzt seit mehr als acht Monaten verschwundenen Maddie wurde mehr als eine Million Mal in Portugal, Spanien und auch Marokko verteilt.

Der Mann wirkte "aufgewühlt" und "nervös"

Die Zeichnungen wurden von der Künstlerin Melissa Little nach einer Beschreibung von Gail Cooper angefertigt. Die britische Touristin habe sich wie die Familie McCann in der Anlage in dem südportugiesischen Ort Praia da Luz aufgehalten. "BBC News" berichtet, dass sie wegen seines merkwürdigen Benehmens misstrauisch geworden sei. Cooper habe gesagt, dass sie diesen Mann gesehen habe, als er alleine den Strand entlang gegangen sei, "während es stark regnete", heißt es bei dem Sender. Später habe derselbe Mann Cooper um Geld gebeten. Laut BBC "behauptete er, er sammele Geld für ein lokales Waisenhaus". Die Frau habe ihn als "aufgewühlt" und "nervös" beschrieben.

Die englische Zeitung "The Guardian" zitiert Jane Tanner, eine Freundin der McCanns. Sie sagte, das Bild habe eine starke Ähnlichkeit mit dem Mann, den sie am 3. Mai gesehen habe. Allerdings hatte Tanner in einem Interview im November 2007 behauptet, dass sie das Gesicht des Mannes nicht gesehen habe.

Clarence Mitchell, ein bekannter, ehemaliger BBC-Journalist, arbeitet als Pressesprecher der McCann-Familie. Er sagte: "Wir glauben, dass dieser Mann im Zusammenhang mit Madeleines Verschwinden steht. Wir wollen wissen, wer er ist, und wir wollen wissen, wo er ist."

Von Emma Bullimore
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
unheilig (23.01.2008, 12:37 Uhr)
@sotospeak
recht hast du,die mccanns versuchen mit ablenkungsmannöver von sich abzulenken.es wäre nicht das erste mal,das eltern heulend vor kamera sitzen und nacher rausgekommen ist,das es die eigenen eltern waren.
sotospeak (22.01.2008, 12:37 Uhr)
Endlose Geschichte
Wieder so ein Phantom oder Ablenkungsmanöver der McCanns, welches wertvolle Polizei-Ressourcen bindet. Das ganze ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Natürlich melden sich viele Leute bei der Polizei. Das passiert wohl bei jedem Phantombild, egal welche Person es zeigt; denn es gibt immer Leute, die sich entweder Gesichter nicht richtig merken können, eine ausschweifende Phantasie haben, sich aufspielen oder einfach nur denunzieren wollen. Das sollte die Polizei eigentlich wissen. Optimismus ist nicht angebracht. Die Hinweise einiger der Leser bezüglich des Gesichts sind interessant; vielleicht weit hergeholt aber wer weiß, ob da nicht das Unterbewusstsein der Zeugin mitgespielt hat.
kejanarama (22.01.2008, 03:03 Uhr)
Unglaubwuerdig
Gail Cooper hat ausgesagt, dass sie den Mann am 20. April bei starkem Regen am Strand gesehen hat...tja nur schade, das es am 20 April in der Gegend nicht stark geregnet hat (Wetteraufzeichnung Faro, Portugal).
Und Coopers sketch gleicht Tanners nur insofern, dass es ein Mann mit zwei Armen und zwei Beinen ist...
Fuer wie dumm halten die uns?
irmanow (22.01.2008, 00:37 Uhr)
die heiße spur,ich lach mich kaputt
die witze hören nicht auf,der knabe lacht sich kaputt,ich lache auch.
leute ,lasst es sein,in 50 jahren wird man vielleicht klüger sein.
Schade!
Bumpinger (21.01.2008, 23:56 Uhr)
Ich habe auch ein heiße Spur = ELTERN !
Die einzigen die für mich wirklich verdächtig sind, sind die Eltern.
wintersaint (21.01.2008, 22:47 Uhr)
stimmt
Da muss ich meinem Vorredner aber Recht geben. Die Person sieht wirklich aus wie eine männliche Version der Mutter. Ist auch nicht verwunderlich. Was nach einem Jahr noch von einem Phantombild zu erwarten ist, ist 0. Könnt ihr euch noch an das Gesicht der Verkäuferin des Weihnachtsgeschenkes für eure Mutter von 2006 erinnern? Selbst wenn diese Tante die ganze Zeit daran gedacht hat, setzen da Prozesse im Geist ein, die fehlende Information mit bekanntem Füllen. Das ist ein wohlbekannter Effekt in der Kriminologie. Da werden dann Freunde für den Täter gehalten, weil das Gehirn deren Gesicht in das nicht richtig erinnerte oder gesehen Gesicht des Täters interpretiert. Wär daher auch nicht verwunderlich wenn der Täter eine Mischung aus schwarzem Mann und Kate McCann wäre. Aber selbst wenn es diese Person gäbe, so sieht sie dem Bild sicher nicht sonderlich ähnlich.
babaji (21.01.2008, 17:17 Uhr)
Dejavue
Wenn man bei Google in der Bildersuche nach "Kate McCann" + thisislondon sucht, wird als erstes ein Foto von Frau McCann angezeigt. - Das erste, was ich dachte: das Phantom sieht aus wie die Mutter, nur eben mit Schnurrbart. - Es gibt noch ein anderes Foto der Frau, das noch ähnlicher ist; beim SpiegelOnline gesehen...
AH.Maurer (21.01.2008, 16:58 Uhr)
Wie können die es wagen ...
...meinen Avatar bei Second Life so schamlos zu missbrauchen... Jetzt aber mal im Ernst : Wahrscheinlich hat er nur Geld für seine eigene Hypothek gesammelt oder ist sowieso nur ein Hirngespinnst der McCanns, die die grafische Ausgestaltung dieses künftigen " Wer hat Angst vor´m..." - Ungeheuers. Die McCanns sollten mal Ihr Einverständnis geben, sich mit Wahrheitsdrogen behandeln zu lassen (der englische Geheimdienst kennt sich damit prima aus!), dann wäre alles ein wenig klarer. Übrigens sind hier auf den Kanaren innerhalb weniger Monate schon 3 Kinder verschwunden und das regt anscheinend weltweit niemanden auf. Nun, das sind ja auch nur 2 Mädchen und ein Junge von einfachen Arbeitern und Hausfrauen, die sich leider keine Medienprofis zur "Vermarktung" ihres Unglücks leisten können. Die Wahrheit wird eines Tages herauskommen und dann habe ich entweder viel, für das ich mich bei gewissen Leuten entschuldgen muss oder es endet eh mit einem Strick, zwei, drei Schachteln Tabletten oder 2 Patronen. Sonst gnade ihnen Gott !!
bR4iNST0RM (21.01.2008, 16:29 Uhr)
*gäääääähn*
ja.. und morgen wars der Yeti.. und übermorgen der Weihnachtsmann..
Bruschetta (21.01.2008, 16:11 Uhr)
Schon erstaunlich...
...dass diese detaillierten Erkenntnisse und Beschreibungen von Gail Cooper erst mehr als 8 Monate nach dem Geschehen überhaupt zu Papier gebracht werden: sie war doch laut eigenen Angaben vor, während und nach dem Verschwinden Maddies vor Ort?! Jane Tanner, die McCann Freundin, hatte ihr Phantombild immerhin schon 6 Monate nach der Tat anfertigen lassen. Allerdings zeigte es einen kleinen kräftigen Mann ohne Gesicht. Inwiefern hier plötzlich eine starke Ähnlichkeit zu erkennen ist, ist mir ebenso schleierhaft.
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