Das Landgericht Düsseldorf hat einen 52-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt. Im September 2012 hatte er im Jobcenter Neuss auf eine Sachbearbeiterin eingestochen und sie dabei tödlich verletzt.
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Im September letzten Jahres hatte der Mann im Jobcenter in Neuss auf eine Sachbearbeiterin eingestochen und sie dabei tödlich verletzt. Das Gericht folgte mit dem Urteil den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage und befand den Angeklagten des Mordes für schuldig, sagte die Gerichtssprecherin Mira Müller. "Heimtücke setzt voraus, dass das Opfer arg- und wehrlos in der konkreten Tatsituation war. Also keine Gegenwehr, Abwehrmaßnahmen einleiten konnte. Hier ist der Täter dem Opfer zwar frontal mit einem Messer gegenübergetreten. Das Opfer hat es also gesehen, dass ein Angriff erfolgt. Aber der Zeitraum war derart kurz zwischen Erkennen der Gefahr und dem eigentlichen Angriff, dass es keine Abwehrmaßnahmen mehr einleiten konnte." Die Verteidigung hingegen hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge oder Totschlag plädiert. Von dem Urteil waren trotzdem weder die Verteidiger noch der Angeklagte überrascht, der die Tat offenbar bereue, sagte sein Anwalt Gerd Meister: "Da bin ich fest von überzeugt. Er hat ja mehrfach gesagt, er sei gottesfürchtig, das glaube ich ihm auch. Und er hat immer gesagt, das Gericht wird mich bestrafen aber noch mehr Angst habe ich vor der Strafe Gottes. Und ich denke, das nimmt er schon Ernst, er ist ein sehr religiöser Mensch." Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und eine Diskussion über Sicherheitsmaßnahmen in Jobcentern und anderen öffentlichen Einrichtungen ausgelöst. ORT: DÜSSELDORF Schließen