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17. Januar 2012, 08:28 Uhr

Todesschütze von Dachau hasst Justiz

Der Todessschütze von Dachau hat er sich erstmals zu den Schüssen im Gericht geäußert. Im Gespräch mit seinem Pflichtverteidiger zeigte er keinerlei Reue. Als Motiv für die Bluttat nannte er Hass auf Bayerns Justiz, die ihn permanent schlecht behandelt habe.

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Der Todesschütze bei seiner Festnahme. Jetzt äußerte sich der ehemalige Transportunternehmer erstmals zu der Tat© Christian Chymyn

Der Todesschütze von Dachau hat am Montag nach fünf Tagen sein Schweigen gebrochen und mit seinem Pflichtverteidiger gesprochen. Reue habe er dabei bislang nicht gezeigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf den Anwalt Wilfried Eysell. Die Motive für die tödlichen Schüsse im Dachauer Amtsgericht waren demnach Hass auf Bayerns Justiz und das Gefühl, permanent ungerecht behandelt worden zu sein.

Der 54-jährige Ex-Transportunternehmer habe ihm erklärt, dass er seit sieben Jahren immer vor Gericht verloren habe, sagte der Anwalt. Zum Ablauf der Tat und der illegal erworbenen Tatwaffe habe er nichts gesagt. Stattdessen habe er sich über die Haftbedingungen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim beschwert. "Reue liegt bei ihm nicht vor. Entweder kann er nicht bereuen, oder er ist noch nicht so weit", zitiert die Zeitung den Anwalt.

Der Ex-Transportunternehmer hatte am Mittwoch während einer Urteilsbegründung gegen ihn vor dem Dachauer Amtsgericht eine Pistole gezogen und mehrere Schüsse auf den Richter und den Staatsanwalt abgegeben. Der 31-jährige Staatsanwalt wurde getötet.

kng/DPA
 
 
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