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12. August 2008, 08:45 Uhr

Kind stirbt nach Zwischenlandung eines A380

Obwohl der Pilot eines Airbus A380 zu einer außerplanmäßigen Landung in München ansetzte, konnte er das Leben eines kleinen Mädchens nicht mehr retten: Die Neunjährige starb in einem Krankenhaus der bayerischen Landeshauptstadt. Dem Kind war an Bord des Flugzeuges schlecht geworden.

Ein A380 von Emirates hat in München eine Zwischenlandung eingelegt© Robyn Beck/AFP

Der Wettlauf mit dem Tod war vergeblich: Die ungeplante Zwischenlandung des weltgrößten Passagierflugzeugs A380 in München vom Sonntag konnte das Leben eines neunjährigen Mädchens nicht mehr retten. Wie die Münchner "tz" unter Berufung auf den Leitenden Oberarzt Peter Freisinger berichtet, starb die kleine Tayyaba - jüngste Tochter einer amerikanischen Familie pakistanischer Abstammung - in einem Münchner Krankenhaus trotz aller ärztlicher Bemühungen.

Zuvor war die Maschine mit dem todkranken Kind an Bord auf dem Weg von Dubai nach New York im Erdinger Moos gelandet, weil ein Arzt unter den Passagieren die dringende Einweisung in ein Krankenhaus empfohlen hatte.

Mädchen war ausgetrocknet

Ein Flughafen-Sprecher drückte auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA sein tiefes Bedauern über die Nachricht aus. Wie die "tz" schreibt, war Tayyaba schon gleich nach der Landung kaum noch ansprechbar, ihr Körper lebensbedrohlich ausgetrocknet. Schon seit der Geburt habe sie unter Magenproblemen und Bauchweh gelitten. Noch im Hubschrauber zur Kinderklinik musste sie reanimiert werden.

Der Flughafen entschied, keine Rechnung über die Kosten des außerplanmäßigen Stopps zu erstellen. Anders, als sonst in solchen Fällen üblich, werde der Flughafen die Gebühren für Landung und Start nicht erheben. Grund für den Verzicht sei die tragische Lage, in die die Familie gekommen sei. Durch den Großeinsatz am Sonntag auf dem Flughafen seien Kosten in fünfstelliger Höhe entstanden.

Arzt empfahl Zwischenladnung

Der A380 der Fluggesellschaft Emirates war auf dem Weg von Dubai nach New York, als sich der Gesundheitszustand des kleinen Mädchens dramatisch verschlechterte. Ein Arzt konnte dem Kind an Bord nicht ausreichend helfen und empfahl die Zwischenlandung. Am Boden wurde das Mädchen sofort von Ärzten in Empfang genommen und mit dem Hubschrauber in eine Kinderklinik geflogen, zu der auch die Eltern gebracht wurden. Nach rund drei Stunden setzte das Flugzeug mit den übrigen rund 500 Passagieren an Bord den Flug in die USA fort.

Zwischenlandungen wegen kranker Passagiere an Bord kommen nach Angaben des Sprechers zwar immer wieder vor. Der Einsatz am Sonntag sei aber wegen des neuen Flugzeugs auch für den Münchner Flughafen außergewöhnlich gewesen. Die arabische Fluggesellschaft Emirates hatte den A380 erst vor wenigen Wochen vom Airbus-Werk in Hamburg in Empfang genommen. Das doppelstöckige Großflugzeug A380 gilt als das größte Verkehrsflugzeug der Welt. Es ist 73 Meter lang und 24 Meter hoch.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
conwolle78 (13.08.2008, 00:42 Uhr)
A380
ist es nicht schuld...
pepeboy (12.08.2008, 20:42 Uhr)
@millhouse
Welche Meldungen sind es Ihrer Meinung nach wert in den Zeitungen aufzutauchen und welche nicht? Wuerde mich mal interessieren.
paulali (12.08.2008, 20:38 Uhr)
@ kochc
vielen Dank für ihre Worte, sie sprechen mir aus der Seele.
mister-mister (12.08.2008, 20:10 Uhr)
@millhouse73 und andere
Der Artikel ist jedenfalls allemal lesenswerter als der zynische Schwachsinn, den einige absondern zu müssen glauben.
.
Ihr könntet ja mal die Eltern fragen, ob es sonst keine wichtigeren Probleme gibt.
.
Ich bin immer wieder erstaunt, was für Flachzangen in den Stern-Foren ihr Unwesen treiben...........
yamoto (12.08.2008, 20:03 Uhr)
Bildniveau
Die Überschrift ist geschmacklos und gefährdet alle Jobs bei Airbus in Hamburg. Bitte werft den Journalist bzw Praktikant raus.
Millhouse73 (12.08.2008, 11:15 Uhr)
Der schlimmste Schiss ist
nicht der Klugschiss, sondern der Duennschiss...:-))))
Aber mal abgesehen davon, ist der Tod des Maedchens furchtbar, aber das solch eine Meldung gleich in allen Zeitungen auftaucht???
Haben wir keine andern Probleme??
kochc (12.08.2008, 11:11 Uhr)
Leute, Leute...
statt dass Ihr den Kapitän lobt, weil er richtig entschieden hat, oder den Flughafen, weil er sich binnen einer Stunde gerüstet hat, das neue Riesenflugzeug zu empfangen oder die Rettungskräfte, die mit Ihrem Helikopter zur Stelle waren - oder dass Ihr Euch freut, dass Ihr hier davon erfahrt, ohne dafür zu zahlen, fällt Euch wieder nur das eine ein: Quengeln, nörgeln, beckmessern, kleinkariert sein. Was für ein ödes Leben!
Schwaebin (12.08.2008, 10:55 Uhr)
Hevosenkusa hat Recht
wenn man die Überschrift liest, denkt man im ersten Moment wirklich, dass der A380 Grund für den tragischen Tod des Kindes ist.
Schliesse mich dessen Kommentars deshalb voll an.
Blackout (12.08.2008, 10:28 Uhr)
Reißerische Überschrift auf Bild Niveau
Der Stern sollte sich schämen, in so einem tragischen Fall so eine schwachsinnige und vor allem falsche Überschrift zu wählen nur damit mehr Leute gelockt werden um den Text zu lesen...
Pfui Stern!
Blaubeersammler (12.08.2008, 10:22 Uhr)
hevosenkuva hat aber Recht
Auch wenn man es als Klugscheisserei bezeichnen kann, hat hevosenkuva trotzdem Recht. Von Journalisten kann man doch wohl ein gewisses Maß an Genauigkeit in Bezug auf die Formulierung erwarten. Und der STERN hat in letzter Zeit sehr stark abgebaut, was das journalistische Niveau angeht. Bei vielen Artikeln kommt es mir so vor, als ob sie bei Bild eingekauft worden wären. In diesen Artikeln paart sich fehlender Sachverstand mitvorschnellen Schlüssen und schlampiger Formulierungen. Sehr Schade ist das.
 
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