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Ein CSU-Wahlkampfplakat zeigt Bilder des Überfalls auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn. Ein moralischer Tiefpunkt, sagt Münchens Oberbürgermeister Christian Ude im stern.de-Interview. Ude attackierte auch Hessens Ministerpräsident Koch: Dessen Kampagne gegen kriminelle junge Ausländer heize die Stimmung an, ohne Lösungen zu präsentieren.
Zum vierten Mal in gut zwei Wochen hat es in der Münchner U-Bahn eine von jungen Männern angezettelte Schlägerei gegeben. Dabei wurden zwei 22-Jährige verletzt. Die mutmaßliche Täter - zwei Palästinenser und ein Iraker im Alter von 16 und 17 Jahren - wurden festgenommen.
Die Prügel-Attacke auf zwei Männer in der Münchner U-Bahn ist von Überwachungskameras aufgenommen worden. Die Polizei warnte vor einer Dramatisierung der Tat: Die Ereignisse dürften nicht hochgeschaukelt werden.
Es bleibt ein Rätsel: Wie kann es sein, dass Jugendliche das Zusammenschlagen unschuldiger Menschen als Zeitvertreib ansehen? Die drei Schüler aus der Schweiz, die in einer Münchner U-Bahn-Haltestelle zuschlugen, zeigen bisher keinerlei Reue; sind unbeeindruckt von den schweren Verletzungen eines Opfers. Nur der Vater eines der Schläger ist fassungslos.
Die Münchner U-Bahn-Schläger sind zu zwölf und achteinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die beiden Angeklagten hätten den Überfall auf den Rentner "gezielt und kaltblütig ausgeführt", sagte der Vorsitzende Richter. Bayern will die Täter abschieben.
Im Prozess gegen die beiden Münchner U-Bahn-Schläger wird heute das Urteil gesprochen. Beiden Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Mord vor und fordert neun und zwölf Jahre Haft. Die Verteidigung will, dass die Täter nach Jugendstrafrecht verurteilt werden.
Schon wieder ist ein Mann auf einem U-Bahnhof überfallen worden: Ein Student wurde am Sonntagmorgen in München von Jugendlichen anscheinend ohne Grund attackiert. Fahrgäste eilten dem Opfer zu Hilfe.
Er berichtet, wie er hilflos am Boden lag, wie er gar nicht gemerkt hat, wie viele Schläge er einstecken musste: Bruno Hubert N., das Opfer der Münchner U-Bahn-Schläger, hat im Prozess nun seine Version des brutalen Überfalls dargelegt - mit bewegenden und teils amüsanten Worten.
Im Prozess gegen die Münchner U-Bahn-Schläger hat das 76-jährige Opfer die Entschuldigung der mutmaßlichen Täter ausgeschlagen. Der ehemalige Schulleiter sagte, er leide noch immer an den Folgen des Überfalls. Auch eine andere Beobachtung von ihm dürfte vor Gericht eine große Rolle spielen.
Nach dem brutalen Überfall auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn Ende vergangenen Jahres will die Staatsanwaltschaft bis Ende April Anklage gegen die beiden Schläger erheben. Der Prozess soll dann so schnell wie möglich beginnen.
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