Der skurrile Currywurst-Streit von Berlin

11. Juli 2012, 21:47 Uhr

Die Currywurst ist der Deutschen liebstes Fastfood. In Berlin ist sie nun der erbitterte Zankapfel einer Imbissbuden-Familie: Es herrscht Wurst-Krieg.

0 Bewertungen

In der Hauptstadt geht´s um die Wurst – und das auch vor Gericht. „Ziervogel´s Kult-Curry“ sorgt in Berlin für reichlich Wirbel – die Zeitungen berichten gar vom Curry-Krieg. mehr...

Mario Ziervogel, Sohn der Inhaberin des traditionsreichen „Konnopke's Imbiss", eröffnet nur eine U-Bahn-Station entfernt von der Currybraterei seiner Mutter eine eigene Wurst-Bude.

O-Ton: Mario Ziervogel - Betreiber „Ziervogels Kult-Curry“ „Wenn ich hier an einer Kreuzung, die ein Stück weg ist einen Imbiss aufmache mit dem selben Angebot, wie eine U-Bahn-Station weiter. Aber auch die Leute aus dem Ärztehaus, aus dem Schmerzzentrum, vom Pfefferberg – die können hier essen kommen. Das ist ein anderes Einzugsgebiet.“

Waltraud Ziervogel ist gegen den Namen Kult-Curry und den Werbezusatz „Currywurst seit 1960“ vor Gericht vorgegangen und hat teilweise Recht bekommen. Der Zusatz muss weg, aber Ziervogel darf seine Bude Kult-Curry nennen.

Ganz im Sinne des Sprichworts „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“, hat das Gericht zumindest den Namens-Streit schnell beendet. Wenn die Qualität überzeugt, können Ziervogels Currywürste sicher auch ohne Traditionshinweis echter Kult werden. Schließen