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1. Februar 2009, 16:52 Uhr

Polizei befreit "Bernd das Brot"

Aufatmen beim Kinderkanal: Knapp zwei Wochen nach seiner Entführung ist "Bernd das Brot" wieder frei. Kinder entdeckten den Ki.Ka-Kultstar beim Spielen in einem Kellergewölbe einer verfallenen Kaserne bei Weimar. Von den Kidnappern fehlt jedoch weiter jede Spur.

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Kultstar des Kinderkanals: "Bernd das Brot" ist wieder frei© Martin Schutt/DPA

"Bernd das Brot", der Star des Kinderkanals (Ki.Ka), ist nach elftägiger Entführung wieder frei. Er wurde in einem dunklen Kellergewölbe in der Nähe von Weimar gefunden. "Kriminalisten sind bei ihm. Er ist es definitiv, und er ist unverletzt", sagte am Sonntag der Sprecher der Erfurter Polizei, Manfred Etzel. Zur Befreiung des mürrisch wirkenden Kastenbrots mit den viel zu kurzen Armen hätten Kinder beigetragen.

Beim Spielen auf einem verfallenen Kasernengelände bei Nohra hätten sie Bernd an der Bundesstraße zwischen Erfurt und Weimar entdeckt und die Polizei alarmiert. "Da liegt Bernd", soll ein Anrufer gesagt haben. Mit der Identifizierung von Bernd, der bis zum 21. Januar vor dem Rathaus in Erfurt stand, gab sich die Polizei viel Mühe. Er wurde auch vermessen, sagte der Sprecher. "Wir wollten sichergehen, dass es nicht ein Doppelgänger ist."

Die knapp zwei Meter große und stattliche 125 Kilogramm schwere Kultfigur hatte vor ihrem rätselhaften Verschwinden seit Herbst 2008 in der Erfurter Altstadt für den Ki.Ka von ARD und ZDF geworben, der in der Thüringer Landeshauptstadt seinen Sitz hat. Die Figur des Grimme-Preisträgers war zum zehnjährigen Senderjubiläum aufgestellt worden. Beim Kinderkanal herrschte Freude über die Nachricht. Das Kastenbrot solle möglichst schnell wieder an seinen angestammten Platz zurückkehren.

Viele Kinder hatten den Diebstahl der Kultfigur bei einer Online-Abstimmung des Ki.Ka als "Riesenmist!" bewertet und seine Rückkehr verlangt. Zum Diebstahl des beliebten Fotomotivs hatten sich Sympathisanten von Erfurter Hausbesetzern bekannt. Wer die Entführer tatsächlich waren und wie sie das schwere Kastenbrot in das dunkle Verlies brachten, ist laut Polizei noch nicht geklärt. Auf jeden Fall war am Fundort des Entführten auch die Spurensicherung im Einsatz.

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
gesox (02.02.2009, 08:59 Uhr)
Zwei Jobs für Bernd
Nun ist er ja wieder da, und ich hätte ihm demnächst zwei Jobs anzubieten, die er bestimmt besser machen könnte als seine Amtsvorgänger:
1. Chef der Deutschen Bahn AG
2. Papst
cybertanne (01.02.2009, 19:33 Uhr)
Der Polizei
scheint es wohl langweilig zu sein, wenn sie keine wichtigeren Aufgaben hat, als diesen Fall mit diesem Aufwand zu verfolgen.
Pixelschubser (01.02.2009, 19:25 Uhr)
Super PR-Kampagne
Klasse, endlich mal eine gelungene PR-Kampagne im Guerilla-Stil! Sogar wortwörtlich! Ganz Deutschland wird hellhörig, weil der KiKa den geliebten Berndi vermisst! Wer verschwindet denn als nächstes? Det, das Mainzelmännchen? Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer? Oh ja! Wir forden Lösegeld für die Freilassung von Frau Braaaatbecker!
Hurra Deutschland!
:-)
fitzvanthom (01.02.2009, 18:37 Uhr)
Alle hatten etwas davon!
Für die Hausbesetzer war die Aktion ein geglückter Versuch in den Medien auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen und KIKA hatte auch kostenlose Promotion- schöne Aktion und es ist ja niemand zu Schaden gekommen...
Das muß das Brot abkönnen!
Fitz van Thom,
phantomproduktion.de
senf-dazu-geben (01.02.2009, 18:31 Uhr)
Wer Häuser besetzt, frisst auch Kinder
Gut, dass es Kinder und die Spurensicherung gibt. Für die elenden Entführer fordere ich lebenslänglich bei Wasser und... natürlich Brot.
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