21. Juli 2012, 10:31 Uhr

US-Kinos verbieten Gesichtsmasken und Waffenattrappen

Nach dem Blutbad während einer "Batman"-Filmpremiere im US-Bundesstaat Colorado mit zwölf Toten verschärfen Kinos ihre Sicherheitsvorkehrungen. Unterdessen wurde bekannt, dass der Attentäter ein ganzes Arsenal an Waffen hortete.

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Schauplatz des Amoklaufs: In diesem Kino in Aurora, Colorado, hat ein 24-Jähriger ein Blutbad angerichtet©

Nach dem Blutbad während einer "Batman"-Filmpremiere im US-Bundesstaat Colorado mit zwölf Toten verschärfen Kinos ihre Sicherheitsvorkehrungen. Die Kinokette AMC, eine der größten in den USA, teilte mit, dass in ihren Sälen Gesichtsmasken und Waffenattrappen bis auf weiteres verboten seien. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, damit diejenigen, die am Wochenende ins Kino gehen wollten, dies "unter den gegebenen Umständen mit der größtmöglichen inneren Ruhe" tun könnten.

Der mutmaßliche Amokläufer von Aurora hatte vor dem Blutbad mehr als 6000 Schuss Munition legal erworben. In den vergangenen zwei Monaten habe der Verdächtige im Internet mehr als 3000 Kugeln für ein Sturmgewehr, 3000 Kugeln für zwei Pistolen des Waffenherstellers Glock und 300 Kugeln für eine Flinte gekauft, sagte der Polizeichef von Aurora im US-Bundesstaat Colorado, Dan Oates. Die vier Waffen habe er ebenfalls legal in einem örtlichen Waffengeschäft gekauft.

Oates zufolge kaufte der 24-Jährige im Internet auch mehrere Magazine für das Sturmgewehr. Eines davon, ein 100-Schuss-Magazin, sei am Tatort im Kino von Aurora gefunden worden. Mit diesem habe der mutmaßliche Amokläufer die Möglichkeit gehabt, bis zu 60 Schuss in einer Minute abzugeben, ergänzte der Polizeichef unter Berufung auf Experten.

"Batman"-Regisseur reagiert bestürzt

Der "Batman"-Regisseur Christopher Nolan brachte in einer Erklärung im Namen des Filmteams und der Schauspieler von "The Dark Night Rises" seine "tiefe Trauer" über das Massaker in der Stadt Aurora nahe Denver zum Ausdruck. Der Filmemacher, der die britische und die US-Staatsbürgerschaft besitzt, sprach von einer "sinnlosen Tragödie".

"Das Kino ist mein Zuhause. Die Vorstellung, dass jemand diesen unschuldigen und hoffnungsvollen Ort auf eine derart unerträglich grausame Art entweiht, ist für mich verheerend", fügte Nolan hinzu. Er und die Filmgesellschaft Warner Brothers sprachen Opfern und Angehörigen ihre Anteilnahme aus.

Der Angreifer drang in der Nacht zum Freitag während einer Vorführung des neuesten "Batman"-Films in ein Kino ein und eröffnete das Feuer. Nach Polizeiangaben wurden zwölf Menschen getötet und 59 weitere Menschen verletzt, viele von ihnen schwer. Polizeichef Dan Oates sagte, der mutmaßliche Amokläufer habe mit einem Sturmgewehr AR-15, einer Remington-Shotgun und einer Automatikpistole des Waffenherstellers Glock auf die Kinogänger geschossen. Der 24-Jährige wurde nach seiner Attacke auf dem Parkplatz des Kinos festgenommen, er leistete dabei keinen Widerstand.

jwi/AFP
 
 
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