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13. Juli 2010, 13:56 Uhr

Mehrere Festnahmen in Uganda

Einen Tag nach den Bombenanschlägen in der ugandischen Hauptstadt sind vier Verdächtige festgenommen worden. Somalische Milizionäre hatten sich zu den tödlichen Attentaten auf Fußballfans bekannt.

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In diesem Restaurant explodierte eine der drei Bomben© DPA

Nach dem Doppelanschlag auf WM-Zuschauer im zentralafrikanischen Uganda hat die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen und eine mögliche Spur zu den Tätern entdeckt. Der Polizeichef Kale Kayihura sagte am Dienstag, es gebe "ein oder zwei Menschen, die sehr verdächtig" seien. Die Verhafteten sollen Ausländer sein. Nähere Angaben zu den Festnahmen machte der Polizeichef nicht.

Kayihura gab zudem bekannt, dass die Ermittler am Montag in einer Diskothek in Kampalas Stadtteil Makindye einen Sprengstoffgürtel, der mit Metallteilen gespickt war, entdeckt hätten. Er sei in einer schwarzen Laptop-Tasche versteckt gewesen. Möglicherweise habe es sich ein Selbstmordattentäter anders überlegt und den Sprengsatz zurückgelassen.

Miliz aus Somalia bekannte sich zur Tat

Bei den Bombenanschlägen in einer Sportkneipe und einem Restaurant kamen mindestens 76 Menschen ums Leben. Die Sprengsätze detonierten am späten Sonntagabend in den letzten Minuten des Endspiels zwischen Spanien und den Niederlanden, als Dutzende Fans gemeinsam gebannt das Finale verfolgten. Zu der Tat bekannte sich die radikalislamische Shebab-Miliz aus Somalia. Das Vorgehen bei den Taten stütze diese Behauptung, sagte der Polizeichef. Es weise aber auch auf die ugandische Rebellengruppe Alliierte Demokratische Truppen (ADF) hin. Die muslimische ADF und die Shebab-Miliz stünden miteinander in Verbindung und beide unterhielten Verbindungen zum Terrornetzwerk al Kaida, sagte Kayihura.

Uganda war das erste Land, das Anfang 2007 im Rahmen einer Mission der Afrikanischen Union (AU) Truppen in Somalia stationierte. Der Sprecher der Shebab-Miliz, Ali Mohammed Rage, sagte am Montag, die Anschläge in Uganda seien "Vergeltung" für die Unterstützung der somalischen Übergangsregierung.

AFP/APN/swd
 
 
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