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1. Juli 2008, 12:03 Uhr

Vater bringt sich in U-Haft um

Offenbar konnte er mit der Schuld nicht Leben: Drei Tage nach der Ermordung seiner beiden Kinder hat sich ein 37-Jähriger aus Ludwigshafen in einem Haftkrankenhaus umgebracht. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei benutzte der Mann eine Rasierklinge für den Selbstmord.

Spurensuche am Tatort: In der Nacht zu Samstag hatte sich in einem Reihenhaus in Ludwigshafen das Familiendrama abgespielt© Markus Prosswitz/AP

Drei Tage nach der Ermordung seiner Kinder hat sich ein 37-jähriger Mann aus Ludwigshafen in einem Haftkrankenhaus selbst umgebracht. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft in Trier mitteilte, fügte er sich am Dienstag mit einer Rasierklinge so schwere Verletzungen zu, dass er nicht mehr gerettet werden konnte. Der Mann hatte bereits am Samstag einen Selbstmordversuch unternommen.

Er war dringend verdächtig, in der Nacht von Freitag auf Samstag seinen zwölfjährigen Sohn und seine vier Jahre alte Tochter in seiner Wohnung in Ludwigshafen erdrosselt und seiner 33 Jahre alten Ehefrau lebensbedrohliche Verletzungen beigebracht zu haben.

Der 37-Jährige war am Samstagmittag stark blutend wenige Kilometer entfernt vom Anwesen der Familie entdeckt worden. Kurz vor 1 Uhr nachts hatte er den Notruf angerufen und gesagt, er habe seine ganze Familie umgebracht. Es sei davon auszugehen, dass der Mann sich umbringen wollte, hatte ein Polizeisprecher erklärt.

Der Schwerverletzte wurde ins Justizvollzugskrankenhaus Wittlich gebracht, um seine Verletzungen zu behandeln. Er befand sich in einem mit drei weiteren Gefangenen belegten Krankenzimmer. Nach den ersten Erkenntnissen verwendete er für seinen Selbstmord einen Einwegrasierer, den einer seiner Mitgefangenen seit zwei Tagen vermisst hatte. Zur genauen Klärung der Todesursache wurde eine Obduktion angeordnet.

AP
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
sabbel77 (01.07.2008, 15:14 Uhr)
arme frau
mir tut eigentlich nur die arme frau leid, die jetzt ganz allein ist. ohne familie, ohne mann und kinder....
furchtbare sache! und zum thema bestrafung...die hat er schon bekommen!
finneygen (01.07.2008, 15:03 Uhr)
verhindern
Das hätte man doch wohl verhindern können. Jetzt konnte sich dieser Mörder auch noch feige vor seiner Schuld drücken. Hoffen wir das es eine Gerechtigkeit nach dem Tod gibt!
wintersaint (01.07.2008, 14:05 Uhr)
Amateure
Das ist ja mal richtig schlecht. Ein Selbstmordkandidat der es fertig bringt sich in der Psychiatrie umzubringen. Das ist mal richtig schlecht von dem Krankenhaus! So entzieht sich der Feigling seiner gerechten Bestrafung, der hätte lieber für die nächsten 40 Jahre im Knast mal über seine Tat nachdenken sollen.
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