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30. Dezember 2011, 11:10 Uhr

Hochwasser macht Suche nach Mädchen unmöglich

Selbst ein Spezialbagger hat nicht geholfen: In der Nacht wurde die Suche nach dem verschütteten Mädchen auf Rügen abgebrochen. Sie wird dieses Jahr wohl nicht mehr fortgesetzt.

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Mit Schaufeln arbeiten sich diese Helfer durch das zähe Gemisch aus Kreide, Geröll und Mergel© Stefan Sauer/DPA

Hoher Wasserstand am Kap Arkona auf Rügen verhindert vorerst die weitere Suche nach dem zehnjährigen Mädchen, das bei einem Steilküstenabbruch am Weihnachtstag verschüttet worden war. Die Mutter des Mädchens wurde bei dem Felsabbruch schwer, die ältere Schwester leicht verletzt.

Nach Vorhersagen des Wasser- und Schifffahrtsamtes soll der Wasserstand, der derzeit 70 Zentimeter über normal beträgt, bis zum Neujahrstag nicht zurückgehen. Bis dahin ruhe die Suche, wie Einsatzleiter Daniel Hartlieb am Kap Arkona sagte. Sollten sich konkrete Hinweise ergeben, wo das Mädchen unter den Geröllmassen liegt, würden die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr sofort wieder anrücken. Sie hatten am Donnerstag bis in die Nacht mit Bagger, Spezialkamera und einer Hundestaffel gesucht. Die Suche war dann wegen des steigenden Wasserstandes abgebrochen worden.

Gedenkgottesdienst am Samstag

Am Samstag soll mit einem Gedenkgottesdienst in der Kirche von Vitt an den tragischen Unglücksfall erinnert werden. Für das verschüttete Mädchen aus dem Norden Brandenburgs gibt es keine Hoffnung mehr auf ein Überleben. Die Mutter und die Schwester der Zehnjährigen hatten den Küstenabrutsch verletzt überlebt. Beide liegen im Krankenhaus.

Seit Montagnachmittag hatten zeitweise mehr als 100 Helfer auch mit Spürhunden fieberhaft nach der kleinen Katharina gesucht. Allerdings hatten sie am Dienstag nach mehr als 20 Stunden ununterbrochener Suche die Hoffnung aufgegeben, das Mädchen aus Plattenburg im Landkreis Prignitz noch lebend retten zu können.

Die schwer zugängliche Lage unten am Strand hatte es lange Zeit unmöglich gemacht, schweres Bergungsgerät an die Unglücksstelle zu schaffen. In der ersten Nacht war ein Amphibienfahrzeug mit einem kleinen Baggerarm aus dem benachbarten Vitt gekommen. Knapp 72 Stunden später versuchten die Retter es dann mit einem speziellen Ortungsgerät des Technischen Hilfswerks aus Berlin, das das Mädchen durch die Schlamm- und Mergelmassen hindurch finden sollte. Auch ein Spezialbagger wurde angefordert - trotzdem blieb die Suche erfolglos.

swd/tkr/DPA
 
 
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