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3. Juni 2010, 16:33 Uhr

Fünf Tote aus Trümmern geborgen

Eine gewaltige Gasexplosion riss am frühen Morgen die Einwohner des niederösterreichischen Orts St. Pölten aus dem Schlaf. Ein Einfamilienhaus stürzte ein und brannte nieder. Am Tag danach hat die Feuerwehr nun auch die letzten Opfer tot aus den Trümmern geborgen.

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Schwerstarbeit für die Feuerwehr: Mehrere Stunden kämpften sie gegen die Flammen© Ronald Zak/AP

Nach der schweren Gasexplosion in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten sind in der Nacht zum Donnerstag die letzten Opfer geborgen worden. Fünf Menschen kamen in den Trümmern des Hauses ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Die Feuerwehr hatte mit einem schweren Kran das Dach des Hauses anheben müssen, um den Brand im Haus zu löschen und die Toten zu bergen.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Gasexplosion kurz vor 8 Uhr morgens. Das Dach stürzte ein, das zweistöckige Haus ging in Flammen auf. Durch die Wucht der Explosion wurden die Nachbarhäuser erheblich beschädigt, vier Menschen wurden dabei leicht verletzt. Wegen Explosionsgefahr schalteten die Behörden die Gaszufuhr in dem betroffenen Stadtteil ab, die Bewohner der umliegenden Straßen wurden in Sicherheit gebracht. Ein Feuerwehrsprecher sprach von "dramatischen Szenen".

Defektes Kabel als Unglücksursache?

Insgesamt waren 500 Feuerwehrleute im Einsatz. Ihnen gelang es stundenlang nicht, in das brennende Haus vorzudringen. Mit einem Kran hoben sie schließlich das Satteldach ab und versuchten, in die Schlaf- und Wohnräume zu gelangen. Die letzten beiden Opfer wurden kurz vor 2.00 Uhr morgens geborgen, bei den Toten handelt es sich um drei Frauen und zwei Männer. Die Ursache für die Explosion war zunächst unklar. Brandexperten von Landes- und Bundeskriminalamt nahmen Ermittlungen auf. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass es am Mittwochabend wegen eines defekten Kabels in der Umgebung einen Stromausfall gegeben hatte. Das Kabel sei vom Netz genommen, die betroffenen Haushalte aus anderen Leitungen gespeist worden. Ob der Stromausfall mit der Gasexplosion zu tun habe, sei aber derzeit reine Spekulation.

AP
 
 
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