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20. Juli 2009, 07:24 Uhr

Schwächeanfall des Fahrers könnte Unfallursache sein

Einen Tag nach dem Unglück im sauerländischen Menden sucht die Polizei nun nach den Ursachen der Tragödie mit zwei Toten und Dutzenden Verletzten. Ein Rentner war am Sonntag mit seinem Auto in einen Schützenfest-Umzug gerast. Er wurde dabei ebenfalls verletzt. Möglicherweise hat der 79-Jährige am Steuer einen Schwächeanfall erlitten.

Menden, Polizei, Ermittlungen, Sauerland

Blumen für die Opfer: Der Rentner war in das Ende eines Festumzugs gerast, dabei kamen zwei Menschen ums Leben© Philipp Guelland/DDP

Die Polizei sucht nach dem Unglück im Sauerland nach den Ursachen der Tragödie mit zwei Toten und Dutzenden Verletzten. Ein 79 Jahre alter Autofahrer war am Sonntag im nordrhein-westfälischen Menden in einen Fest-Umzug der Sankt-Hubertus-Schützen gerast. Der Rentner wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Er soll vermutlich am Montag zu dem schrecklichen Geschehen befragt werden. Ursache des Unglücks könne möglicherweise ein Schwächeanfall des Fahrers gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagabend in Menden.

Bei den Opfern handele es sich um Mitglieder der Schützenbruderschaft St. Hubertus. Ein 34 Jahre alter Vereinskamerad der beiden Toten konnte mit schweren Verletzungen im Rettungshubschrauber reanimiert werden, berichtete die Polizei. Der Rentner war am Nachmittag mit einem schwarzen Wagen mit örtlichem Kennzeichen des Märkischen Kreises in das Ende des Festumzugs gerast. Er fuhr ungebremst mehr als 50 Meter durch die Menge, bevor er auf ein abgestelltes Polizeiauto prallte. Der Polizeiwagen wurden durch die Wucht auf ein weiteres, am Straßenrand abgestelltes Fahrzeug gedrückt.

Trotz schlechten Wetters war die Jubiläums-Veranstaltung zum 60-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft gut besucht. Zahlreiche Teilnehmer und Besucher standen unter Schock. Neben den Mendener Schützen hatten auch befreundete Vereine an dem Festumzug teilgenommen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 20)
 
raindeer (20.07.2009, 17:50 Uhr)
das Statistische Bundesamt...
in Wiesbaden kann darueber Auskunft geben, wieviel Prozent aller toedlichen Unfaelle pro Jahr durch alkoholisierte Fahrer verursacht werden. Ausserdem kann man nachlesen, wieviele Verkehrstote auf das Konto von unter 25 Jaehrigen gehen, sowie durch Raser. Ich bin mir fast sicher, dass die Gruppe der ueber 65-jaehrigen bei den Verursachern von toedlichen Unfaellen weit abgeschlagen hinter den 3 zuerst genannten liegt.
Vincent_Vega (20.07.2009, 15:38 Uhr)
Mal nebenbei gefragt:...
wenn mann schon über Raser und Fahrtüchtigkeit palavert, möchte ich doch gerne mal wissen, was es bringt, dass die meisten Autos mindestens 200 km/h schaffen können. Meistens schafft man diese Geschwindigkeiten doch nicht auf der Autobahn, da man für den Vordermann abbremsen muss.
Anders gefragt: muss die Masse der Normalfahrer es ertragen, von Dränglern gefährdet zu werden, die sich durch ihren verqueren Zeitplan oder ihr verschrumpeltes Ego genötgt sehen, einen kamikazeähnlichen Fahrstil zu pflegen? Wieso müssen die Autos so schnell gebaut werden, die eben jene Spalis befähigen, OTTO-Normalfahrer bei unmöglichen Fahrmanövern von der Autobahn zu schubsen? Wäre es nicht machbar, bei in Deutschland zugelassenen KfZ auf einen immer eingeschalteten Testomat einbauen zu lassen, der Fahrgeschwindigkeiten von nicht mehr als 150-180 km/h zuläßt inkl. eines TEMPO-Limits von 20 km/h auf deutschen Autobahnen (sowie bei unseren Nachbarn)?
JanvanHelsing (20.07.2009, 12:12 Uhr)
regelmäßig zum Test
ab dem 50 Lebensjahr sollten alle Führerscheininhaber zu regelmäßigen Tests.
Egal ob er fit ist oder sich fit fühlt, der eine ist kronisch erkrankt, der nächste hat ein Bein weniger, wieder einer halb blind, aber kontrolliert wird das nicht, die dürfen munter weiter ein Kfz bewegen.
In Amiland ist das schon seit ewigen Zeiten Pflicht und es hilft, denn wer sich testen lässt und fit ist zahlt weniger Versicherung.
Sollte man hier auch einführen, fahre selber jedes Jahr knapp 80000 km Stadt und Autobahn, es ist der Horror wie unaufmerksam gefahren wird.
walhalla (20.07.2009, 12:02 Uhr)
Autofahren
kann fast jeder.
In der Jugend oft zu schnell, im Alter oft zu langsam.
Oder nur noch mit höchster Konzentration.
Das noch Können,beim Sex regelt das die Natur,da wo Verantwortung für Andere besteht das Straßenverkehrsamt.
Vielleicht ist gerade Männern nur noch das Auto geblieben, zu beobachten auch am Fahrzeugniveau.
Alles andere hat der Arzt verboten, oder die Ehefrau.
Was mich eher bewegt, ist die mangelnde Einsicht in´s faktische, für einmal die Woche nach Aldi ein Mittelklasse-Pkw.
Für ein Hundertstel des Geldes ein Taxi mit Chaffeur würde auch reichen.
Nur, dann würden Andere sagen ,kuck mal, der kann nicht mehr.
Das scheuen offensichlich viele.
manndernichtdaist (20.07.2009, 11:38 Uhr)
Überall Prüfungen
Warum nicht alle 5 Jahre beim PKW?
Bei den LKW Fahrern geht es ja auch!
Ich wäre absolut dafür. Alle 5 Jahre Prüfung ablegen, 100 Euro zahlen. Von mir aus auch nur in einem Simulator. Hauptsache die Reaktionszeiten stimmen bei den Tests.... egal, es wird sich eh nix ändern.
arniston (20.07.2009, 11:01 Uhr)
@paulali 2
wo rasen sie den ? aber es gibt wirklich ältere die ihren führerschein jahre besitzen und als highlite zum gemüsehändler fahren ...
die anderen egal welchen alters hängen den macho raus, der lebenslauf hier ist einsehbar in flensburg..schauen sie mal, bitte..
..
Autofahren ist für 18- bis 24-Jährige besonders reizvoll. Der Preis hierfür ist hoch: Zahlreicher als andere Altersgruppen verunglücken junge Erwachsene in einem Pkw. 26 % aller verunglückten und 29 % aller getöteten Pkw-Insassen im Jahr 2007 waren im Alter von 18 bis 24 Jahren. Gegenüber 2006 ist die Zahl der im Pkw getöteten jungen Fahrer sogar um 17 Personen oder 2,3 % gestiegen. Mit Abstand der häufigste Fehler bei Unfällen war eine "nicht angepasste Geschwindigkeit".
.........
fahre genau 40 jahre , auch moped, damit schliesse ich nicht aus, dass ich einen fehler machen kann, die habe ich über die jahre versucht zu vermeinden, ohne angst ..
danke für die zeilen
arniston
arniston (20.07.2009, 10:58 Uhr)
@paulali
wo rasen sie den ? aber es gibt wirklich ältere die ihren führerschein jahre besitzen und als highlite zum gemüsehändler fahren ...
die anderen egal welchen alters hängen den macho raus, der lebenslauf hier ist einsehbar in flensburg..schauen sie mal, bitte..
..
Autofahren ist für 18- bis 24-Jährige besonders reizvoll. Der Preis hierfür ist hoch: Zahlreicher als andere Altersgruppen verunglücken junge Erwachsene in einem Pkw. 26 % aller verunglückten und 29 % aller getöteten Pkw-Insassen im Jahr 2007 waren im Alter von 18 bis 24 Jahren. Gegenüber 2006 ist die Zahl der im Pkw getöteten jungen Fahrer sogar um 17 Personen oder 2,3 % gestiegen. Mit Abstand der häufigste Fehler bei Unfällen war eine "nicht angepasste Geschwindigkeit".
.........
fahre genau 40 jahre , auch moped, damit schliesse ich nicht aus, dass ich einen fehler machen kann, denn habe ich über die jahre versucht zu vermeinden, ohne angst ..
danke für die zeilen
arniston
mickymause (20.07.2009, 10:28 Uhr)
schön
wie hier gegen jugendliche gehetzt wird, bin selbst 22 und darf 1600€ im jahr an versicherung zahlen nur weil ich JUNG bin!!! klar fahren auch viele jugendliche sch**** die rentner aber auch und die werden nicht zu kasse gebeten... Wie gestern abend, mit freundin im kino gewesen, auf der rückfahrt ein älterer mützenfahrer in nem panda... da hörte der spass auf in zone 50 fährt der 30, blinkt an allen ampeln und straßen nach rechts und biegt nirgendwo ab, hab davon abgesehn den zu überholen da ich sowieso schon fast zuhause war... und dann sagen sie: die jugendlichen die den überholen und ein unfall bauen weil die den gegenverkehr falsch einschätzen sind schuld weil die ja *rasen*... dass der aber mit 30 durch die gegend tackert wo zone 50 ist und zum überholen verleitet ist ja dabei vollkommen egal... gleichbehandlung für alle! wenn ich 1600€ an versicherung als jugendlicher zahlen muss dann will ich dass die rentner die nix mehr sehen und ne reaktion von nem baum haben auch so viel zahlen denn da ist die unfallgefahr auch groß und es kommt eine verkehrsverhinderung noch dazu!!!
paulali (20.07.2009, 10:13 Uhr)
@Lammbock
die Wortwahl war wohl etwas lasch gewählt aber es ist nun mal Tatsache, dass Jugendliche auf dem Lande mehr Unfälle verursachen und das vorzugsweise am Wochenende. Grund: die Fahrt zur Disko und leider auch zurück
In der Stadt nehmen die Jugendlichen dann wohl schon mal eher ein Taxi.
Und natürlich fahren auch in der Stadt welche bescheiden, alte und junge wie auch auf dem Lande alt und jung und wie auch immer.
Härtere Strafen bei Vergehen für alle, Routineuntersuchungen für alle . finde ich gut.
Lammbock (20.07.2009, 09:56 Uhr)
Peinlich...
...was hier wieder zum Besten gegeben wird.
Hab hier irgendwo gelesen, dass die Jugendlichen auf dem Land sich gerne platt fahren. Respekt für dieses überirdische Maß an Schubladendenken. Ich stamme zufällig aus der Gegend, in der dieser schreckliche Unfall passiert ist, und kann behaupten, dass die Jugend dort mit sicherheit besser fährt als mancher Stadtpinkel - schließlich lernt man da mit 6 schon das Treckerfahren.
Nebenbei hab ich auch gehört, dass der Fahrer nicht nur Rentner sondern auch blond war und blaue Augen hatte. Ich bin also dafür, dass nicht nur Rentner sondern auch alle blonden und blauäugigen regelmäßig - am besten monatlich - zu einer Eignungsprüfung bestellt werden!
Dieses ewige schreien nach Regulierung sobald so etwas passiert - ohne überhaupt sdie Hintergründe zu kennen - ist echt nur noch peinlich. Und ich wette, dass diejenigen, die hier so vehemennt die verbannung der Ü60 aus dem Straßenverkehr vermutlich selbst die theoretische Prüfung nicht mehr bestehen würden.
---------
Und nebenbei mein herzlichstes Beileid an alle Betroffenen, die bei dieser Tragödie verletzt wurden oder mit ansehen mussten, wie ihre Familienmitglieder und Freunde verletz und getötet wurden!
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