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6. Dezember 2007, 06:44 Uhr

Amokläufer tötet acht Menschen

Blutbad beim Weihnachtseinkauf in den USA: Ein 19 Jahre alter Amokschütze hat in einem Einkaufszentrum in Omaha (US- Staat Nebraska) wohl aus Frustration über sein Leben acht Menschen erschossen und sich anschließend selbst getötet. In einem Abschiedsbrief hat er auch seine Gründe dargelegt.

In diesem Einkaufszentrum in Omaha hat ein Amokläufer ein Blutbad angerichtet© Chris VanKat/Reuters

Bei einem Amoklauf in einem US-Einkaufzentrum hat ein junger Mann acht Menschen getötet und anschließend sich selbst das Leben genommen. Der Schütze habe wahllos auf Kunden geschossen, die ihre Einkäufe für das Weihnachtsfest erledigen wollten, teilte die Polizei in Omaha im Bundesstaat Nebraska mit. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, zwei von ihnen schwer.

Nach Angaben von Augenzeugen feuerte der junge Mann 15 bis 20 Schüsse aus einem Gewehr ab. In dem noblen Einkaufszentrum "Westroads Mall" brach nach Berichten von Augenzeuge Panik aus: Angestellte und Kunden nahmen hinter Kleiderregalen Deckung oder versteckten sich in Hinterräumen. "Es war Horror, einfach Horror", sagte eine Überlebende im örtlichen Fernsehen. "Wir fragen uns alle: Warum? Und warum hier?" Ein Angestellter sagte zu KETV. "Ich wollte gerade zurück an die Arbeit, und plötzlich hörte ich: Bang, bang, bang. Es klang wie Feuerwerk. Ich bin nur gerannt, um von allem wegzukommen, was auch immer da vor sich ging."

Täter wollte berühmt sein

Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem Täter um einen 19-jährigen Mann aus der Umgebung. Die Behörden identifizierten den Täter als Robert Hawkins Die Mutter des Amokläufers habe der Polizei einen Abschiedsbrief übergeben, in dem ihr Sohn geschrieben habe, er wolle einmal in seinem Leben Berühmtheit erlangen, berichtete der Lokalsender KETV. . Ein Freund Hawkins’ beschrieb ihn als "durchschnittlich" und nicht besonders auffällig. Er habe dieselben Probleme wie alle anderen seines Alters gehabt. "Er war ein guter Typ." Polizeibeamte fanden die Leiche des Schützen im dritten Stock des Einkaufszentrums.

Präsident George W. Bush, der noch am Morgen eine Rede in Omaha gehalten hatte, sprach den Überlebenden und Angehörigen sein Beileid aus. Er hatte die Stadt Stunden vor dem Vorfall verlassen.

In den USA kommt es wegen der weiten Verbreitung von Schusswaffen regelmäßig zu Amokläufen mit vielen Toten. Vor acht Monaten erschoss ein Student an der Virginia Tech University 32 Menschen und tötete sich anschließend ebenfalls selbst. Es war das schwerste Massaker in der jüngeren US-Geschichte.

DPA/Reutes
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
scully78 (06.12.2007, 18:06 Uhr)
Jaja
das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.Der großen Freiheit.Stimmt du kannst frei entscheiden wie und wann und wo und wie viel unschuldige Menschen du umbringen kannst.Du kannst frei entscheiden an welcher Straßenecke du mal eben ne Waffe kaufst.Da lebe ich doch lieber in nem Land mit begrenzten Möglichkeiten.
Nur die Medien und die Politiker in diesem Land lernen nie dazu...
Die pushen solche Leute noch, und hinterher kommen dann so armselige Beleidsbekundungen.*kotz*
chatahootchee (06.12.2007, 16:13 Uhr)
@GANZBAFF
"so umfassend wie möglich" ist Politikersprache und laesst jede Hintertuer offen. Es ist leider Tatsache, dass sich jeder ueberall eine Waffe beschaffen kann wenn er will.
Insofern gebe ich Schwester 22 recht. Nachahmer werden regelrecht ermuntert.
Nach Selbstmordversuchen von Bruecken ueber Atlanta's Highways und der Installation von Zaeunen auf den Bruecken sowie einer Zurueckhaltung der Medien hoerte dieser Spuk schnell auf.
ganzbaf (06.12.2007, 12:44 Uhr)
Hach wie klug: "Der Mensch baut Waffen..
...und der Mensch schießt mit Waffen, keine Waffe schießt von alleine und baut sich selbst, somit ist es der Mensch der all das Unheil anrichtet"
_______________
Exakt.
.
Da man aber nicht "die Menschen" verbieten kann, sollte man deren Mordwerzeuge so umfassend wie möglich ächten und unter Verschluss halten.
;-Pp
SchwesterN22 (06.12.2007, 10:15 Uhr)
Mediengeilheit
Erst einmal fragt man sich nach einem solchen (weiteren!!) Amoklauf, warum sich diese (meist) jungen Leute nicht "einfach das Leben nehmen" und nicht auch noch unschuldige Menschen mit in den Tod reißen. Dann liest man solche Zeilen, wie dass der Amokläufer sich für seine Tat entschuldigt und meint, er hätte - jetzt zum Schluss - berühmt sein wollen.
Ich verstehe an dieser Stelle die Medien nicht, die ihm genau diesen Wunsch erfüllen! Warum wird der Name des Amokläufers veröffentlicht? Warum sein Bild, seine Schule, seine Freunde, seine Familie? Warum muss man weiteren mutmaßlichen Amokläufern zeigen, dass Ihre Rechnung, mit einer solch schrecklichen Tat eine gewisse Berühmtheit zu erlangen, aufgeht?
Ich verstehe die Medienwelt nicht!
H.P. (06.12.2007, 08:00 Uhr)
Verbreitung von Schusswaffen
Ist es die Waffe die jeder Bürger legal kaufen kann in den USA oder ist es der Mensch der so etwas tut?
In der Schweiz sind Waffen wie in den USA legal zu kaufen, ohne Waffenschein. Auf jede angemeldete Waffe in der BRD die registriert ist gibt es zwei Waffen die nicht registriert sind, also verbotene Waffen.
Der Mensch baut Waffen und der Mensch schießt mit Waffen, keine Waffe schießt von alleine und baut sich selbst, somit ist es der Mensch der all das Unheil anrichtet.
 
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