Wenn Erlkönig auf Pferdelasagne trifft

19. Februar 2013, 16:46 Uhr

Der Pferdefleischskandal in den unendlichen Weiten des World Wide Web: Er ist ein gefundenes Fressen für Hohn und Spott.

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Der Pferdefleischskandal in den unendlichen Weiten des World Wide Web: Er ist ein gefundenes Fressen für Hohn und Spott. mehr...

Auf Facebook und Twitter bekennt man sich zum Liebhaber von „Pferdiggerichten“. Mittlerweile schon etwas ausgelatscht ist das Hufeisen in der Lasagne oder auch die Nährwertangabe in Pferdestärken statt Kilokalorien. In der Abwandlung von Goethes „Erlkönig“ reiten nicht Vater und Kind durch Nacht und Wind, es ist die Lasagne ohne Rind. Jemand bekräftigt, sein Gericht wäre bereits mit olympischen Medaillen prämiert. Ein Anderer wittert den nächsten großen Skandal: Seepferdchen in Fischstäbchen. Auf eBay können die Waren erworben werden, die unetikettiert zartes und feinfaseriges Pferdefleisch beinhalten – und aus dem Ladensortiment genommen wurden. Diese Dose Ravioli wird als Delikatesse angeworben. Laut Beschreibung enthält sie zwar sechs Prozent Rindfleisch, nach Laborfunden jedoch auch Pferd – die Dose gibt es nicht mehr im Handel, es sei ein Schnäppchen, schon jetzt Kult. Kurzlebig, wie derartige Entwicklungen oftmals sind, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die mehr oder minder kreativen Gedankenspiele abebben. Kommen dürfte wohl sicher der nächste Skandal, der sich vor den Regalen der Lebensmittelmärkte auftut. Schließen