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Netz will 250-Millionen-Euro-Schiff "Boaty McBoatface" taufen

Die britische Wissenschaftsbehörde NERC will das Netz über den Namen ihres neuen Polarforschungsschiffs abstimmen lassen. Doch ernste Namen sind eher Mangelware. Die meisten Stimmen gehen an eine Vielzahl äußerst kurioser Vorschläge.

Das geplante Polarforschungsschiff der NERC

Über den Namen des geplanten Polarforschungsschiffs kann im Netz einen Monat lang abgestimmt werden

Eigentlich war es ja absehbar: Wenn im Internet über Namen abgestimmt wird, werden Spaßvögel besonders kreativ. Das Resultat kratzt häufig an den Grenze zum guten Geschmack, oder überschreitet diese bei weitem. Manchmal sind die Vorschläge aber auch einfach ziemlich lustig. Die britische Regierungsbehörde NERC hat sich nun ebenfalls an einer solchen partizipativen Namens-Kampagne versucht - für nichts Geringeres als ihr neustes Prestigeprojekt: Ein Forschungsschiff im Wert von umgerechnet 256 Millionen Euro. Und wie sollte es auch anders kommen, schnell hat sich in der Netzgemeinde ein Topfavorit unter den vorgeschlagenen Bootsnamen herauskristallisiert: "Boaty McBoatface" liegt in der Umfrage derzeit mit Abstand vorne.

"Boaty McBoatface" führt mit 28.000 Stimmen 

Unter dem Hashtag #nameourship wollte die Forschungseinrichtung darüber abstimmen lassen wie das neue Schiff heißen soll, zwischenzeitlich war die Seite aufgrund von extrem vielen Besuchen überlastet und konnte nicht angezeigt werden. Beim letzten Stand konnte der Vorschlag "Boaty McBoatface" bereits über 28.000 Stimmen für sich verbuchen - und führte so mit Abstand. Doch auch andere humoristische Vorschläge finden so manchen Anhänger. Hier eine Auswahl der vielleicht witzigsten Namens-Vorschläge für das neue Polarforschungsschiff:

  •      "Boaty McBoatface" (28322 Stimmen)
  •      "Its Bloody Cold Here" (1257 Stimmen)
  •      "Boat" (762 Stimmen)
  •      "Usain Boat" (626 Stimmen)
  •      "Boatimus Prime" (412 Stimmen)
  •       "Ice Ice Baby" (355 Stimmen)
  •       "What Iceberg?" (331 Stimmen)
  •       "Boat Marley And The Whalers" (319 Stimmen)
  •        "I like Big Boats & I Cannot Lie" (183 Stimmen)
  •       "Motörboat" (126 Stimmen)

Es gibt aber auch einige ernst gemeinte Vorschläge, darunter "Polar Dream" oder Namen berühmter Persönlichkeiten wie "Sir David Attenborough" oder "Henry Worsley". "Boaty McBoatface" wird bei dem Vorsprung schon nach nur zwei Tagen kaum noch einzuholen sein. Der britischen Zeitung "The Guardian" sagte eine Sprecherin der NERC, man sei von dem "Enthusiasmus und der Kreativität" in der Namensgebung begeistert. Zum aktuellen Top-Anwärter "Boaty McBoatface" wolle man sich aber dennoch nicht äußern.

Forschungsbehörde reagiert gelassen auf Spaß-Namen

Die Sprecherin sagte weiter: "Auf unserer Webseite sind seit Anfang der Kampagne tausende Vorschläge eingegangen. Viele von ihnen repräsentieren die wissenschaftliche Bedeutung des Schiffs und ehren britische Forscher und Entdecker. Andere sind ungewöhnlicher aber wir sind dennoch froh, dass die Leute mit Humor an die Sache gehen."  Man gibt sich bei der NERC also betont gelassen - was sicher auch daran liegt, dass die Organisation sich ein Schlupfloch offen gelassen hat: Die Abstimmung ist nicht bindend, es handelt sich eben nur um Vorschläge. Die finale Entscheidung über den Schiffsnamen wird von einem Gremium getroffen - und ob "Boaty McBoatface" hier eine Chance hat, ist eher zweifelhaft.


amt

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