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21. September 2011, 11:26 Uhr

Gangster laden 35 Leichen in Stadtzentrum ab

Die Serie von Bluttaten im von Bandenkriegen erschütterten Mexiko reißt nicht ab. An einer Unterführung im Touristenort Boca del Rio wurden jetzt zwei Lkw mit einer entsetzlichen Fracht entdeckt.

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Das lokale Fernsehen zeigte die auf der Straße liegenden Leichen© DPA

Ein neuer grauenhafter Fund verdeutlicht das Ausmaß der Drogenkriege in Mexiko: Im Zentrum des Touristenortes Boca del Rio im Bundesstaat Veracruz wurden die Leichen von 35 mutmaßlichen Mitgliedern einer kriminellen Bande gefunden - auf zwei Lastwagen an einer Unterführung. Die Toten, bei denen es sich um 23 Männer und zwölf Frauen handelt, lagen zum Teil auf der Straße, zum Teil auf den Lastwagen, die mit blauen Plastikplanen bedeckt waren.

Die bisher identifizierten Opfer wiesen den Angaben zufolge Vorstrafen wegen Mordes, Entführung oder Drogendelikten auf, sagte der zuständige Staatsanwalt. Sie gehörten demnach alle derselben kriminellen Organisation an. Den Namen der Bande nannte er nicht.

Stecken die Zetas dahinter?

In Veracruz wurde zuletzt vor allem das berüchtigte Drogenkartell Los Zetas für Gewalttaten verantwortlich gemacht. Die Zetas sind ehemalige Sicherheitskräfte, die sich als Auftragskiller verdingen. Ihnen wird vorgeworfen, Gefängnisausbrüche zu organisieren, um gewaltbereite Häftlinge für ihren blutigen Machtkampf mit anderen Drogenkartellen zu rekrutieren.

Die mexikanische Marine hatte vor dem Leichenfund am Dienstag mitgeteilt, 19 mutmaßliche Zeta-Mitglieder in einer Art Trainingslager im nördlichen Bundesstaat Nuevo León festgenommen zu haben, darunter sieben Teenager.

Drogenkrieg forderte 35.000 Todesopfer

Seit die Regierung den mächtigen Drogenbanden 2006 den Kampf angesagt hatte, starben im mexikanischen Drogenkrieg rund 35.000 Menschen. Eine Reihe von Festnahmen in den vergangenen Jahren und die Ergreifung ranghoher Drogenbosse hatten nur wenig Auswirkungen auf die Gewalt im Land. Erst im vergangenen Monat ereignete sich in Nuevo León einer der blutigsten Vorfälle in jüngster Zeit, als durch Brandstiftung in einem Casino 52 Menschen starben. Die Tat wird den Zetas zugeschrieben.

fw/AFP
 
 
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