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Schnee verursacht Verkehrschaos im Norden

Deutschland bibbert dem Frühling entgegen. Laut Kalender beginnt er am Mittwoch - doch das scheint dem Winter egal zu sein. Er startet vor allem im Norden und Osten mit viel Schnee in die neue Woche.

  Schneematsch auf der Autobahn. Viele Fahrbahnen hierzulande sind zum Wochenstart rutschig

Schneematsch auf der Autobahn. Viele Fahrbahnen hierzulande sind zum Wochenstart rutschig

Der Winter hält den Frühling auf Distanz: Starker Schneefall hat am Montag erneut ein Verkehrschaos in Norddeutschland ausgelöst. Viele Lastwagenfahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge, die daraufhin quer standen und die Straße blockierten. Von fast allen Autobahnen im Norden wurden Staus gemeldet. In Mecklenburg wurde die Autobahn A 19 für mehrere Stunden gesperrt. Der Winterdienst in Hamburg war im Großeinsatz.

Reisende in Kiel und Hamburg, die auf die Bahn umsteigen wollten, hatten ebenfalls schlechte Karten: Einige Fernzüge fielen aus, viele Regionalzüge fuhren nur verspätet. Grund für die Verzögerungen waren neben dem Wetter Warnstreiks bei der Deutschen Bahn. In Mecklenburg-Vorpommern stoppten Schneeverwehungen zwischen Neubrandenburg und Stralsund den Schienenverkehr.

Die Polizei Lüneburg berichtete am Morgen von mindestens acht querstehenden Lastern. So war die Autobahn 7 in Richtung Hannover zwischen Bispingen und Evendorf zeitweilig voll gesperrt, weil dort drei Lastzüge die Straße versperrten. Ein Lastwagen hatte sich auf schneeglatter Straße auf der A39 bei Lüneburg quergestellt. Auch diese Autobahn wurde voll gesperrt. Nördlich von Schwerin stürzte auf einer Bundesstraße ein mit 180 lebenden Schweinen beladener Lastzug um und blockierte die Fahrbahnen.

Winter in den Osterferien

Die nordfriesischen Inseln erlebten einen eisigen Auftakt der Osterferien: Eisiger Ostwind trieb den Schnee mit Windgeschwindigkeiten von bis 68 Kilometer pro Stunde über Sylt und die Nachbarinseln, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Morgen mitteilte. Bei orkanartigen Böen gab es Schneeverwehungen.

Bereits am Sonntagabend hatte starker Wind Schnee auf die Autobahn 19 bei Glasewitz in Mecklenburg geweht. In der Folge gab es vier Unfälle mit insgesamt sechs Verletzten. Die A 19 war in Richtung Rostock für mehrere Stunden gesperrt. Bei einem Unfall wurden ein Polizist und eine Helferin schwer verletzt. Sie hatten zwei Autofahrern beistehen wollen, die sich mit ihrem Wagen überschlagen und dabei ebenfalls schwere Verletzungen erlitten hatten. In diese Unfallstelle krachte ein Autofahrer. Auf dem selben Autobahnkilometer kamen danach zwei weitere Autos von der Straße ab.

kmi/anb/dpa/DPA

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