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21. Juli 2009, 10:29 Uhr

Todkranke Hannah will nun doch leben

Sie hatte genug von Krankenhäusern und sorgte weltweit für Schlagzeilen, weil sie lieber sterben wollte, als ein neues Herz zu bekommen: Hannah Jones, das schwerkranke Mädchen aus Großbritannien. Nun hat die 14-Jährige ihre Meinung geändert - sie will leben. Denn die Ärzte können ihr inzwischen ein wenig Hoffnung machen.

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Hatte eine lebensrettende Operation bislang verweigert: Hannah Jones© Action Press

Im November sorgte ein englisches Mädchen für Aufsehen, weil es einen würdevollen Tod einer Herztransplantation vorzog. Jetzt ist die mittlerweile 14 Jahre alte Hannah Jones anderer Meinung: Sie ist bereit, sich ein neues Herz einsetzen zu lassen. "Ich weiß, ich hatte entschieden, dass ich das absolut nicht wollte. Aber jeder hat das Recht, seine Meinung zu ändern", sagte sie der britischen Zeitung "The Times".

Der Zustand des todkranken Mädchen verschlechterte sich in der vergangenen Woche kurz nach ihrem 14. Geburtstag rapide: ihre Nieren versagten. Sie kam auf die Intensivstation des Krankenhauses in ihrer Heimatstadt Hereford, doch für eine Dialyse war ihr Herz zu schwach. Bei ihrer Untersuchung stellten die Ärzte nach Informationen der Zeitung "Guardian" fest, dass sich die Voraussetzungen für eine Herztransplantation verbessert haben: Hannah ist gewachsen und ihr Zustand ist deutlich stabiler als noch im Herbst.

Noch im November war die damals 13-Jährige strikt gegen eine Transplantation, weil Ärzte ein großes Risiko sahen und davon ausgingen, dass zehn Jahre später eine weitere Herzverpflanzung nötig sei. "Ich wollte keine Operationen mehr durchstehen. Ich hatte genug von Krankenhäusern und wollte nach Hause", hatte Hannah damals gesagt und auch Rückendeckung von ihren Eltern erhalten. Nach Einschätzung der Ärzte kann das Mädchen ohne Operation jederzeit sterben.

"Ein neues Herz ist viel besser"

Hannah, bei der mit fünf Jahren eine seltene Form der Leukämie diagnostiziert wurde, hat ein Loch im Herzen, das bei einer Chemotherapie für die Blutkrebsbehandlung entstanden war. "Die rechte Seite meines Herzens schlägt überhaupt nicht. Und nach den vielen Untersuchungen und Tests ist mir klar geworden, dass es viel besser ist, wenn ich ein neues Herz bekomme, als mein altes zu behalten", sagte die 14-Jährige dem "Guardian". Jetzt ist sie wieder auf der Warteliste für ein neues Herz und soll in den nächsten Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden, damit sie die Tage bis zur Herztransplantation zu Hause verbringen kann.

Ihr Mutter Kirsty Jones kann es kaum fassen, dass ihre Tochter nun doch weiterleben will: "Ich hatte ihr die Entscheidung überlassen. Jetzt bin ich sehr glücklich, dass sie diese Entscheidung gefällt hat", sagte die frühere Krankenschwester der "Times". Ihre Tochter sei ein tapferes Mädchen - und sie und ihr Mann stünden zu 100 Prozent hinter ihr.

ukl/DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
ekaaat (22.07.2009, 09:41 Uhr)
warteliste
aber jetzt konsequenterweise wieder ganz nach hinten in die warteliste!
eierbaer (21.07.2009, 14:10 Uhr)
Widerspruch
Eins verstehe ich nicht: Für eine Dialyse ist ihr Herz zu schwach, aber ihr Zustand ist deutlich stabiler. Das ist in meinen Augen ein Widerspruch.
Neugieriger12 (21.07.2009, 13:28 Uhr)
Dem...
...ist nichts hinzu zu fügen.
Pixelschubser (21.07.2009, 12:25 Uhr)
Toi-toi-toi
Schön, dass Hannah ihre Meinung geändert hat. Letztlich liegt es ohnehin nicht an ihr, ob sie lebt oder nicht - nur wie sie lebt, kann sie beeinflussen. Dass sie sich jetzt für ein weiterleben entschieden hat, gefällt mir.
.
Ich wünsche Hannah alles Gute und Gottes Segen für Ihre Entscheidung.
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