. .
Panorama-Nachrichten
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
10. Dezember 2007, 11:09 Uhr

Leibwächter für den Weg zur Turnhalle

Dunkle Uniformen, ernste Gesichter, um sie herum trotten Kinder Richtung Unterricht: Im Berliner Problemstadtteil Neukölln werden 13 Schulen von Sicherheitsleuten bewacht. Die Verantwortlichen erhoffen sich von dieser Deutschland-Premiere, dass die alltägliche Gewalt eingedämmt wird.

Erstmals beschützen Wachleute in Deutschland eine Schule - hier die Röntgen-Schule in Berlin-Neukölln© Michael Kappeler/DDP

Erstmals in Deutschland haben sich private Wachleute vor Schulen postiert. Die Mitarbeiter der Firma Germania kontrollieren ab sofort im Berliner Bezirk Neukölln im Auftrag des Bezirksamts, wer die Gebäude betritt. Die Ordnungskräfte sollen insbesondere schulfremden Jugendlichen den Zutritt verbieten, um Störungen und Gewalttaten zu verhindern. Geschützt werden zunächst 13 Schulen an zehn Standorten, darunter Gymnasien, Grundschulen sowie Haupt-, Real- und Gesamtschulen.

Der Leiter des Gymnasiums Leonardo-da-Vinci-Schule, Michael Frank, sagte der Nachrichtenagentur AP an seiner Schule seien zwei der unbewaffneten Wachschützer künftig hauptsächlich dafür zuständig, die Klassen zur etwa 800 Meter entfernten Turnhalle zu eskortieren. Auf dem Weg dorthin seien zuletzt immer wieder Schüler verprügelt, beraubt, bedroht und gedemütigt worden. "Wir hoffen, dass dies nun ein Ende hat", sagte er.

Der Geschäftsführer der Wachschutzfirma, Klaus Hübner, räumte ein, dass seine Leute keine genauen und umfassenden Eingangskontrollen vornehmen können. Im RBB-Inforadio sagte er, Schülerausweise könnten nur in Einzelfällen geprüft werden. Und Taschenkontrollen würden im Wege des Hausrechts nur vorgenommen, wenn es offensichtliche Gründe dafür gebe: "Zum Beispiel wenn einmal ein Messer zu sehen ist."

Erst vor wenigen Tagen hatte die Berliner Polizei Kooperationsverträge mit 29 Neuköllner Schulen geschlossen. Die Kontrakte umfassen Angebote und Unterstützung bei der Gewaltprävention und im Gegenzug Angebote der Schulen zur Zusammenarbeit mit der Polizei in den Bereichen Kultur, Betreuung von Veranstaltungen. Verträge mit 23 weiteren Neuköllner Schulen sind in Vorbereitung. Der Bezirksstadtrat Wolfgang Schimmang hatte dies als "Baustein für ein friedliches und gewaltfreies Schulleben" gelobt.

AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 18)
 
Paule5 (11.12.2007, 15:25 Uhr)
So wollen wirs doch
Haben wir jetzt nicht das was wir wollten?? Es gibt genügend Menschen, die diese Zustände seit Jahren vorhergesagt haben, und die seit Jahren sofort in die rechte Ecke geschoben werden.
Nur gut, daß wir jetzt auch Wachleute haben, die Migrationshintergrund haben. Da können wir ja mal richtig stolz sein BRAVO !!!
Den Bock zum Gärtner machen. Wir werden ganz langsam, aber ganz sicher unserer Idendität beraubt.
Seid Euch sicher Gutmenschen, eines nicht all zu fernen Tages werden sie auch in Eurem gepflegten Vorgärtchen stehen. Ganz sicher.
whismerh2 (10.12.2007, 14:38 Uhr)
Erst der Anfang
So allmählich zeigt sich was hier
mit jahrerlanger Fehlintegration
rauskristalisiert. Dieses Gewaltpotenzial dieser Gruppierungen ist auserordentlich hoch und noch schwerer einzudämmen.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung
wehrst Du dich stehen sie geleich
mit meheren Jungs bei Dir vor der Tür auch wenn du Recht hattest
bist du fällig und die Polizei ist machtlos will und kann Dir nicht helfen.
Ohne gute Freunde währe ich damals
aufgeschmissen gewesen.
Ich denke ich bin nicht der einzige
der diese Erfahrung bereits machen durfte.
So und nun kommt was zwangsläufig kommen musste Sicherheitsdienste an den Schulen, das werden nicht die letzten sein.
Alex64 (10.12.2007, 14:26 Uhr)
ganzbaf
Integration setzt den Willen des zu Integrierenden voraus - und den kann ich, lese ich Berichte über Vorkommnisse mit vorallem muslimischen Migranten, nicht unbedingt entdecken.
Fidi4877 (10.12.2007, 14:17 Uhr)
Wer sind eigentlich die Gewalttäter
...meistens (zu 90 %) ausländische Jugendliche. Vielleicht sollte man mal aufhören das Problem tot zu schweigen und mal der Realität ins Auge schauen. Ich beneide keinen Vater und keine Mutter, die jeden Tag Angst um Ihr Kind haben muss. Warum passiert diesen Tätern nichts. Jeder Deutsche, der mal nem Ausländer ne Ohrfeige verpasst, wird in jeder Zeitung als Nazi fertig gemacht und bekommt höhere Strafen wir ein Vergewaltiger. Komischerweise wird der Ausländer bei eigenen Straftaten mit Samthandschuhen angefasst. Daher kommt wohl der Spruch - *fremde im eigenen land*...
ganzbaf (10.12.2007, 14:10 Uhr)
Alles Ergebniss...

unserer so genannten Schlechtmenschen und unserer schlechten Schulen. Wer junge Leute(Migranten UND Deutsche) zu fast 10% ohne jeden Abschluss von der Schule entlässt, braucht sich über Frust und Gewalt nicht zu beschweren.
.
Die mangelnde Intergration und Ausgrenzung von Menschen (die man selbst ins Land geholt ha) durch rechtskonservennaive Politiker der letzten 3 Jahrzehnte rächt sich nun bitterlich.
.
Trotzdem sollte zuert mal in jeder Schule ein Sozialpädagoge vor Ort sein, als ein Wachmann. Das bisschen Schulpsychologie, mit einem Pychologen auf 10 Schulen, kann es ja wohl nicht sein. Zumal Psychologen hier eh fehl am Platze sind, meiner Meinunhg nach ;-P
antwone (10.12.2007, 13:17 Uhr)
Rette es oder Wehre dich!
Dem Staat dürfte es nicht entgehen wenn ein Kind in einem äußerst negativen Umfeld aufwächst - da ist seine Zukunft schon vorprogrammiert. Leider kommt man erst jetzt zur Idee die Kinder so lange wie nur möglich von einem "solchem" Umfeld fernzuhalten - mittels GaTaSchulen, Ausflügen,etc... Wenn die Burschen zu "Männern" werden heisst es nur noch: "Wie halte ich den fern von mir..."
Alex64 (10.12.2007, 13:17 Uhr)
Und wer noch mehr wissen will
... sollte das hier lesen:
"Kopfschüsse. Wer PISA nicht versteht, muss mit RÜTLI rechnen"
von Brigitte Pick, der ehemaligen Schulleiterin.
Und ich bin KEIN Zyniker.
DerJurist (10.12.2007, 13:13 Uhr)
Lest mal hier...
Es gibt auch durchaus gutes von der Rütli zu berichten. Aber die üblichen Zyniker haben ja nur Augen für Nagativbeispiele...
http://www.stern.de/politik/deutschland/:Ausgezeichnete-Retter-Die-Helden-R%FCtli-Schule/597707.html?id=597707
taucher1102 (10.12.2007, 13:00 Uhr)
Alles Ergebniss
unserer sogenannten Gutmenschen und unserem laschen Jugendstrafrecht. Wer junge Leute( Migranten UND Deutsche) auf Erlebnissurlaub als Therapie schickt, braucht sich über die Zustände hierzulande nicht zu wundern.
hexe1402 (10.12.2007, 12:52 Uhr)
@ Latze
die Schulen zu schließen ist auch keine Lösung, denn die Kinder müssen beschult werden, ohne Schule werden die Probleme keineswegs kleiner!
Man sollte zwar eigentlich der Gewalt nicht mit Gegengewalt begegnen, aber hier scheint mir keine andere Lösung mehr möglich als Wachleute aufzustellen, die hoffentlich der Gewalt präventiv begegnen können!
MEHR ZUM ARTIKEL
Ausgezeichnete Retter Die Helden von der Rütli-Schule

Der Täter hatte ein Messer. Und ein Elektroschockgerät. Mit beidem fiel er über die TV-Moderatorin her. Doch plötzlich waren die Retter da: Drei Jungs von der skandalumwitterten Berliner Rütli-Schule: Helden, die so gar nicht dem Klischee entsprechen. mehr...

Deutschland Die neue Klassengesellschaft

Nichts wie weg. Die Mittelschicht flieht aus den Problemvierteln. Schuld ist nicht die Armut. Die intakten Familien halten Drogen, Dreck, Gewalt - und vor allem die schlechten Schulen nicht mehr aus. Eine Reportage aus der gespaltenen Stadt Berlin. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (23/2012)
Rettet die Liebe