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Lebensmittel-Erpresser gesichtet? Spur führt nach Niedersachsen

Schalke und Leverkusen trennen sich unentschieden +++ Deutscher Basketball-Star in den USA festgenommen +++ Frau bekommt Witwenrente nach nur zwei Monaten Ehe +++ Röttgen attackiert Schröder wegen Job bei Rosneft +++ Die News des Tages im stern-Ticker.

Mit diesen Bildern suchte die Polizei Konstanz nach der Erpressung nach dem Verdächtigen

Mit diesen Bildern suchte die Polizei Konstanz nach der Erpressung nach dem Verdächtigen

Die Nachrichten des Tages im Ticker: 

+++ 23.08 Uhr: Devisen-Skandal: Deutsche Bank erzielt Millionen-Vergleich +++

Die Deutsche Bank hat sich im Rechtsstreit wegen Vorwürfen der Marktmanipulation im Devisenhandel auf einen Vergleich mit Klägern in den USA verständigt. Sollte der zuständige Richter in New York der vorläufigen Einigung zustimmen, würde das Geldhaus 190 Millionen Dollar (161 Mio Euro) zahlen. Das ging aus Gerichtsunterlagen hervor. Der Deutschen Bank und 15 weiteren Finanzinstituten war in dem zivilrechtlichen Verfahren eine Verschwörung durch Absprachen am Währungsmarkt vorgeworfen worden.

+++ 22.31 Uhr: Schalke und Leverkusen trennen sich unentschieden +++

Schalke 04 und Bayer Leverkusen treten in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Die Königsblauen mussten sich am Abend zum Auftakt des 7. Spieltages trotz einer Führung durch das Freistoßtor von Leon Goretzka (34. Minute) mit einem 1:1 (1:0) gegen ihren Angstgegner begnügen. Leon Bailey gelang mit seinem ersten Bundesliga-Tor der Ausgleich für die Gäste (61.). Während Schalke nach dem dritten Spiel ohne Sieg mit zehn Punkten vorerst auf dem siebten Rang verweilt, steckt Bayer (8 Punkte) trotz des ersten Auswärtspunkts bis auf weiteres im Tabellenmittelfeld.

+++ 20.47 Uhr: Lebensmittel-Erpresser gesichtet? Spur führt nach Niedersachsen +++

Im Fall des mutmaßlichen Supermarkterpressers vom Bodensee führt eine Spur möglicherweise ins niedersächsische Peine. Angestellte eines Geschäfts in der Innenstadt informierten am Freitagvormittag die Polizei, weil sie einen Mann beobachtet hatten, der dem mutmaßlichen Erpresser sehr ähnlich gesehen habe. Der Mann konnte allerdings vor Eintreffen der Beamten das Geschäft verlassen, wie die Polizei am Abend mitteilte. Eine Fahndung verlief demnach zunächst ohne Ergebnis.

Bei dem Geschäft handelte es sich nach Polizeiangaben um die Filiale einer Drogeriekette. Eine Auswertung des Videomaterials und "intensive Spurensuche" haben nach Angaben der Polizei ergeben, dass der Verdächtige keine Lebensmittel im Geschäft vergiftet hat. "Er hat eingekauft", sagte ein Polizeisprecher. Die Videoaufnahmen aus dem Geschäft in Peine sollten in Baden-Württemberg ausgewertet werden, sagte ein Polizeisprecher. Dort müssten die Aufzeichnungen mit dem Originalvideo einer Überwachungskamera verglichen werden.


+++ 19.53 Uhr: Deutscher Basketball-Star Dennis Schröder in den USA festgenommen +++

In den USA wurde der deutsche Basketball-Star Dennis Schröder festgenommen, berichtet ein NBA-Reporter des US-Sender ESPN. Es geht demnach um den Vorwurf der Körperverletzung, weitere Details sind noch nicht bekannt. Der 24-Jährige sei jedoch nach Zahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt worden.


Schröders NBA-Club, die Atlanta Hawks, teilte in einem Statement mit, dass man zunächst Informationen sammle und sich nicht weiter zu dem Vorfall äußern werde. Saisonbeginn in der NBA ist in rund drei Wochen. Ob Schörder seinem Team dann zur Verfügung steht, ist noch nicht bekannt. Er spielt seit vier Jahren in der US-Profiliga NBA.


+++ 19.06 Uhr: Bruder von mutmaßlichem Model-Entführer soll ausgeliefert werden +++

Der Bruder des mutmaßlichen Entführers eines britischen Models darf nach Italien ausgeliefert werden. Das entschied ein Richter in London am Freitag. Der in Großbritannien lebende Pole wird verdächtigt, gemeinsam mit seinem 30-jährigen Bruder und anderen für die Entführung der 20-Jährigen Britin im Juli in Mailand verantwortlich zu sein.

Die Frau hatte angegeben, unter dem Vorwand eines Fotoshootings nach Mailand gelockt worden zu sein. Dort sei sie unter Drogen gesetzt und auf brutale Weise eine Woche lang festgehalten worden. Ihre Model-Agentur soll eine Lösegeldforderung in Höhe von 300 000 Euro erhalten haben, andernfalls werde sie als Sexsklavin im Darknet, einem verborgenen Teil des Internets, an den Höchstbietenden verkauft. Auch mehrere britische Medien erhielten E-Mails mit Informationen zu der angeblich bevorstehenden Auktion. Wenige Tage später meldete sich die Frau gemeinsam mit ihrem angeblichen Entführer beim britischen Konsulat in Mailand. Die italienische Polizei nahm den Mann fest und beantragte die Auslieferung seines Bruders.

+++ 19.03 Uhr: Russischer Soldat erschießt drei Kameraden +++

Ein russischer Soldat hat bei einer nächtlichen Schießübung absichtlich drei Kameraden erschossen und einen weiteren verletzt. Der Vorfall geschah im Amur-Gebiet im Fernen Osten des Landes, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Als möglichen Auslöser nannte das Ministerium einen Nervenzusammenbruch des Schützen. Einer der Toten war ein Offizier, wie russische Agenturen meldeten. Nach den Schüssen sei der Soldat mit seiner Maschinenpistole und vier Magazinen voller Munition geflohen. In der Stadt Belogorsk werde nach dem Schützen gesucht, sagte Bürgermeister Stanislaw Meljukow der Agentur Tass.

+++ 18 Uhr: Deutsche Fluglinien streichen Flüge in Iraks Kurdengebiete +++

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer ist nach Angaben eines Experten erstmals ein lebender Krake gesichtet worden.
Ein Bewohner von Hallig Hooge im Kreis Nordfriesland habe den 30 Zentimeter großen Zirrenkraken (Eledone cirrhosa) an der Halligkante entdeckt und bei der Schutzstation Wattenmeer abgegeben, teilte die Station in Husum mit. "Im Wattenmeer ist bislang noch nie ein lebendes Exemplar bekannt geworden", erklärte Biologe Rainer Borcherding von der Schutzstation. Der Zirrenkrake bekam demnach den Namen "Dobby" und soll künftig in einem Becken der Arche Wattenmeer in Hörnum auf Sylt leben.

Diese Tintenfischart sei an den britischen und skandinavischen Felsküsten der Nordsee häufiger zu finden, erklärte Borcherding. Im Wattenmeer seien bislang nur mehrere tote Exemplare entdeckt worden, teilte er unter Verweis auf das Online-Portal "beachexplorer.org" mit. "Möglicherweise hängt das Auftreten der Zirrenkraken mit den milden Wintern und der stetigen Erwärmung der Nordsee zusammen."

+++ 17.56 Uhr: Salmonellen in Mini-Salami gefunden +++

Wegen Salmonellen-Gefahr ruft ein bayerischer Wursthersteller bei Aldi Nord verkaufte Mini-Salami zurück. Wie das Unternehmen Hans Kupfer & Sohn in Heilsbronn mitteilte, wurden die Bakterien in einer Packung "Salami Piccolini Mediterran"
gefunden. Die Wurst wurde in Filialen der Handelskette Aldi Nord verkauft - und zwar ausschließlich in Berlin und Hamburg sowie in den Bundesländern Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW und Schleswig-Holstein. Zurückgerufen wird die Chargennummer HKS169171 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 22.10.2017.

Vom Verzehr der Produkte aus der angegebenen Produktcharge wird dringend abgeraten. Eine Salmonellen-Erkrankung äußert sich innerhalb einiger Tage nach Infektion mit Durchfall, Bauchschmerzen und gelegentlich Erbrechen und leichtem Fieber.

+++ 16.40 Uhr: Deutsche Fluglinien streichen Flüge in Iraks Kurdengebiete +++

Die deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Germania haben wegen der Luftraumsperrung durch die irakische Zentralregierung ihre Flüge in den kurdischen Nordirak ausgesetzt. Neben Lufthansa habe auch die österreichische Austrian Airlines alle Flüge nach Erbil an diesem Wochenende gestrichen, teilte Lufthansa am Freitag mit. Die Germania hatte bereits am Donnerstag bekanntgegeben, bis auf weiteres die nordirakischen Flughäfen Erbil und Sulaimanija nicht mehr anzufliegen.

Die Unternehmen reagieren damit auf eine Anweisung der irakischen Luftfahrtbehörde, alle internationalen Linienflüge in die Kurdengebiete zu stoppen. Die Kurden hatten sich Anfang der Woche in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit ausgesprochen. Iraks Zentralregierung lehnte die Abstimmung ab und erkennt das Ergebnis nicht an. Auch Fluggesellschaften wie Turkish Airlines, Egypt Air, Qatar Airways und die libanesische MEA wollen vorerst nicht mehr in die irakischen Kurdengebiete fliegen. 

+++ 15.55 Uhr: Frau bekommt Witwenrente nach nur zwei Monaten Ehe +++

Das Sozialgericht Berlin hat einer Frau Recht gegeben, die nach zwei Monaten Ehe Witwenrente beziehen will. Obwohl bereits am Hochzeitstag absehbar war, dass der Mann an Krebs sterben würde, habe die Witwe einen Anspruch auf die Versorgung, entschied das Gericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil. Die 59-Jährige hatte gegen die Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg geklagt, bei der ihr Ehemann versichert gewesen war. Normalerweise müssen Eheleute laut Gericht mindestens ein Jahr verheiratet sein, damit im Todesfall ein Anspruch auf die Rente geltend gemacht werden könne. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass das Paar schon lange heiraten wollte. Die Ukrainerin habe aber lange Zeit auf nötige Papiere aus ihrer Heimat warten müssen. Die Rentenversicherung kann das Urteil noch anfechten.

+++ 15.23 Uhr: 391 rechtsextreme Verdachtsfälle bei der Bundeswehr +++

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) geht derzeit 391 Fällen von Verdacht auf Rechtsextremismus in der Bundeswehr nach. Davon hätten sich bislang drei Fälle bestätigt, gegen die Betroffenen seien "Maßnahmen" ergriffen worden, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag mit. Allein im laufenden Jahr wurden demnach 286 neue Verdachtsfälle aufgenommen. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der innenpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, hervor. Zuerst hatten darüber die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet. Der Ministeriumssprecher sagte, es sei klar, "dass wir keinen Extremismus gleich welcher Couleur in der Bundeswehr dulden". Jelpke kritisierte dagegen den Umgang mit Rechtsextremisten. "Bei Neonazis und Reichsbürgern darf es kein Pardon geben, sie müssen hochkant aus der Truppe fliegen", sagte Jelpke den Funke-Zeitungen. Rechtsextremisten an der Waffe seien "tickende Zeitbomben". Schon bei einem begründeten Verdacht sollten die Betroffenen bis zu einer Klärung der Vorwürfe keinen Zugang zu Waffen mehr haben.

+++ 12.57 Uhr: Rosneft-Chef erwartet von Schröders Berufung Impulse für Verhältnis zu Berlin +++

Der Chef des russischen Ölkonzerns Rosneft erwartet von der geplanten Wahl von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in den Aufsichtsrat neue Impulse für das deutsch-russische Verhältnis. Schröder sei ein Politiker, der "regelmäßig die strategische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland verteidigt" habe, sagte Konzernchef Igor Setschin auf der Aktionärsversammlung von Rosneft in St. Petersburg. Schröders Engagement für Rosneft werde "die Beziehungen unserer Länder beleben".

+++ 12.54 Uhr: Kreml-Kritiker Nawalny in Moskau festgenommen +++

Auf dem Weg zu einer Wahlveranstaltung ist Kreml-Kritiker Alexej Nawalny von der Polizei in Moskau festgenommen worden. "Man hat mich im Eingang meines Hauses festgenommen", schrieb Nawalny am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Der 41-Jährige will im kommenden März bei den Präsidentschaftswahlen antreten, er gilt als der schärfste Widersacher von Präsident Wladimir Putin.  Nawalny wollte am Freitag mit dem Zug in die Großstadt Nischni Nowgorod 400 Kilometer östlich von Moskau reisen. Dort wollte er am Nachmittag (Ortszeit) an einer Wahlveranstaltung teilnehmen.

Nach Angaben eine Polizeisprecherin wurde Nawalny wegen "wiederholter Aufrufe zur Teilnahme an einer ungenehmigten öffentlichen Veranstaltung" festgenommen, wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete.


+++ 12.52 Uhr: DNA-Ergebnisse von zerfleischter Engländerin in 40 Tagen +++

Ob tatsächlich Wölfe eine 62-jährige Britin in Griechenland zerfleischt haben, soll in etwa 40 Tagen feststehen. Dies sagte der zuständige Gerichtsmediziner, Nikolaos Kifnidis, griechischen Medien. Zurzeit würden in Speziallaboren DNA-Tests der sterblichen Überreste der Frau durchgeführt. Zudem wird nach DNA-Spuren der Tiere gesucht, die sie gefressen haben. "Diese Untersuchungen werden in etwa 30 bis 40 Tagen vorliegen.

+++ 12.37 Uhr: 53 Prozent würden schwerstkranken Angehörigen beim Suizid helfen +++

Die Mehrheit der Deutschen würde einer Umfrage zufolge schwerstkranken Angehörigen beim Suizid helfen. 53 Prozent würden solchen Angehörigen ein zum Tod führendes Medikament verschaffen, wie die veröffentlichte Erhebung des Instituts Infratest dimap im Auftrag des Südwestrundfunks (SWR) ergab. 34 Prozent würden in einem solchen Fall nicht helfen, die restlichen Befragten äußerten keine Meinung.

+++ 12.35 Uhr: Sachsen-AfD durch weitere Rücktritte erschüttert +++ 

 In der sächsischen AfD haben nach dem Rückzug von Frauke Petry weitere führende Vertreter ihre Ämter niedergelegt. Der stellvertretende Landesvorsitzende Sven Simon trat am Freitag mit sofortiger Wirkung zurück. Auch das Vorstandsmitglied Ralf Nahlob legte alle Funktionen nieder und erklärte zugleich seinen sofortigen Austritt aus der AfD. Diesen Schritt behielt Simon sich noch vor. "Die Ausrichtung der AfD macht mir Sorgen und lässt mich zweifeln, ob ich noch in der Partei bin, in die ich eingetreten war", erklärte er.

+++ 12.25 Uhr: Besetzte Schule in Berlin soll geräumt werden +++

Die seit rund fünf Jahren von Flüchtlingen besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg soll geräumt werden. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) werde den Räumungstitel nächste Woche an den Gerichtsvollzieher übergeben, sagte eine Bezirkssprecherin am Freitag. Wann die Räumung dann tatsächlich erfolge, sei dem Gerichtsvollzieher überlassen. Zuvor hatte die "taz" berichtet. Nach Angaben der Sprecherin hat der Bezirk nach dem Räumungsurteil im Juli weitere Gespräche geführt. Eine Lösung sei jedoch nicht in Sicht. Man hoffe dennoch, dass die Bewohner von alleine auszögen. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) prüfe die Situation der Männer. Die weitreichenden Forderungen der Bewohner nach einem Aufenthaltsrecht oder nach Arbeitserlaubnissen könne das Bezirksamt aber schon aus rechtlichen Gründen nicht erfüllen. 2012 hatten sich in dem damals leerstehenden Schulgebäude Hunderte Obdachlose und Flüchtlinge einquartiert. Derzeit leben dort noch zehn Männer. 

+++ 12.19 Uhr: IS tötet mindestens 58 syrische Soldaten bei Gegenangriffen +++

Mindestens 58 syrische Soldaten sind nach Angaben von Beobachtern bei gleichzeitigen Angriffen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden. Die Angriffe hätten bereits am Donnerstag begonnen und erfolgten vor allem in Gegenden, die die Islamisten vor kurzem verloren hätten, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Demnach gab es im Westen der Provinz Dair as-Saur und östlich von Homs mehrere Angriffe auf Kontrollpunkte und Positionen der syrischen Streitkräfte. 

+++ 11.30 Uhr: Massenrausch bei Heilpraktiker-Treffen kommt vor Gericht +++

Mehr als zwei Jahre nach dem Massenrausch bei einem Heilpraktiker-Treffen in der Nähe von Hamburg muss sich einer der beiden Organisatoren vor Gericht verantworten. Der Prozess vor dem Landgericht Stade (Niedersachsen) solle am 2. November beginnen, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Dem Angeklagten wird Drogenbesitz und Überlassen von Betäubungsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch vorgeworfen. Die 27 Teilnehmer des Seminars in Handeloh waren am 4. September 2015 mit Wahnvorstellungen, Krämpfen und Herzrasen in verschiedene Kliniken gebracht worden. 

+++ 10.48 Uhr: Schauspieler Andreas Schmidt ist tot +++

Der Schauspieler Andreas Schmidt ist tot. Er starb im Alter von 53 Jahren nach längerer Krankheit am Donnerstag in Berlin, wie seine Agentin am Freitag mitteilte. Schmidt wurde als Darsteller in Filmen wie "Sommer vorm Balkon" bekannt und wirkte in zahlreichen Fernsehreihen wie "Tatort" und "Polizeiruf 110" mit.

+++ 10.44 Uhr: Früherer bayerischer SPD-Politiker Förster muss wegen Missbrauchs fast vier Jahre in Haft +++

Das Landgericht Augsburg hat den früheren bayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Linus Förster wegen sexuellen Missbrauchs zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Förster habe sich unter anderem des schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Frauen und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen schuldig gemacht, urteilte das Gericht am Freitag. Außerdem verurteilte es den ehemaligen Abgeordneten und SPD-Funktionär wegen Besitzes von Kinderpornografie.

+++ 9.40 Uhr: O.J. Simpson rechnet für Montag mit vorzeitiger Haftentlassung +++

Der wegen eines bewaffneten Raubüberfalls inhaftierte frühere US-Footballstar O.J. Simpson wird wahrscheinlich am kommenden Montag vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Der 70-Jährige sei überzeugt, dass er zum frühestmöglichen Zeitpunkt freikomme und werde immer aufgeregter, sagte sein Anwalt Malcolm LaVergne dem Sender KTNV-TV in Las Vegas. Simpson will demnach nach Florida ziehen, Zeit mit seiner Familie und Freunden verbringen und Golf spielen.
Der einstige Sport- und Filmstar war 2008 nach einem Überfall auf zwei Händler von Sportsouvenirs in einem Hotel-Kasino von Las Vegas zu einer 33-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Zusammen mit bewaffneten Komplizen war er in das Zimmer der Andenkenhändler eingedrungen, um, wie er versichert, persönliche Erinnerungsstücke aus seiner Sportlerkarriere zurückzuholen, die ihm entwendet worden seien.

+++ 9.20 Uhr: 58 Regierungssoldaten in Syrien bei IS-Angriffen getötet +++

Bei Überraschungsangriffen der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 58 Kämpfer der syrischen Regierungstruppen getötet worden. Die Angriffe hätten sich vor allem in der zentralsyrischen Provinz Homs ereignet, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. 

+++ 9.05 Uhr: Schröder erhält 561.000 Euro für Altkanzler-Büro +++

Trotz seiner Jobs in der Wirtschaft erhält Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) in diesem Jahr 561 000 Euro aus der Staatskasse für ein Büro in Berlin. Das geht aus einer Antwort des Bundeskanzleramts auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zudem erhält Schröder ein Ruhegehalt, das alleine für seine sieben Amtsjahre als Kanzler (1998 bis 2005) laut Gesetz rund 35 Prozent des Gehalts der derzeitigen Regierungschefin Angela Merkel (CDU) beträgt und damit 6446 Euro im Monat. Hinzu kommen Bezüge für seine Zeit in der niedersächsischen Landesregierung und als Bundestagsabgeordneter.

Schröder soll an diesem Freitag in den Aufsichtsrat des russischen Energieriesen Rosneft gewählt werden und eventuell auch Chef des Gremiums werden. Wieviel Geld er für den Job bekommt ist nicht bekannt.    

+++ 8.47 Uhr: Mindestens 15 Tote bei Massenpanik in Mumbai +++

Bei einer Massenpanik auf einem Bahnübergang im indischen sind mindestens 15 Menschen getötet und fünf weitere lebensgefährlich verletzt worden. Das Unglück ereignete sich während des morgendlichen Berufsverkehrs, wie ein Vertreter des Katastrophenschutzes sagte. Die Behörden rechneten mit weiteren Opfern, die Unglücksursache war zunächst unklar.


+++ 8.08 Uhr: Röttgen attackiert Schröder wegen Job bei Rosneft +++

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat das voraussichtliche Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) beim russischen Energieriesen Rosneft heftig kritisiert. "Dass er sich dafür hergibt, ist zutiefst kritikwürdig", sagte Röttgen am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Es sei "ganz unglaublich", dass Schröder sein früheres Amt nun bei einem russischen Unternehmen "versilbert". Rosneft sei ein "zentraler Baustein im Machtsystem" von Russlands Präsident Wladimir Putin, mit dem Schröder seit langem befreundet ist.

+++ 7.42 Uhr: 391 rechtsextreme Verdachtsfälle bei der Bundeswehr +++

Der (MAD) geht einem Medienbericht zufolge derzeit 391 rechtsextremen Verdachtsfällen in der Bundeswehr nach. Das gehe aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor, berichteten die Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Im laufenden Jahr wurden demnach bereits 286 neue Fälle aufgenommen. Anfang 2017 sei der Bundeswehr-Geheimdienst MAD noch 275 rechtsextremen Verdachtsfällen nachgegangen.

+++ 6.40 Uhr: Bisher über 650 Anrufe zu Lebensmittel-Erpresser bei der Polizei +++

Nach dem Fund vergifteter Lebensmittel am Bodensee haben sich bisher über 650 Anrufer bei der gemeldet. Das sagte ein Polizeisprecher in Konstanz der Deutschen Presse-Agentur. Ein Unbekannter hat mit der Manipulation weiterer Produkte in deutschen Supermärkten und Drogerien gedroht, um eine zweistellige Millionensumme zu erpressen.

Am Donnerstag hatte die Polizei Bilder veröffentlicht, die den dringend Tatverdächtigen zeigen.

+++ 05.52 Uhr: Erneut Felssturz im Yosemite-Nationalpark +++

Nach dem tödlichen Felssturz am weltberühmten Kletterfelsen El Capitan im kalifornischen ist erneut ein riesiger Felsbrocken abgegangen. Wie der Nationalpark am mitteilte, ist dabei ein Mensch verletzt worden. Wegen der Trümmer des Felsbrockens musste die Straße auf der Nordseite des Bergs geschlossen werden.

Der Felsbrocken soll noch größer gewesen sein als am Tag zuvor, als bei einem ersten Sturz an der bei Kletterern beliebten "Wasserfall-Route" ein Bergsteiger ums Leben kam und eine Frau verletzt wurde. Insgesamt seien seit Mittwoch schätzungsweise sieben Felsbrocken von der weißen Granitwand des 2300 Meter hohen El Capitan abgegangen. 

+++ 04.05 Uhr: Altmaier hält Koalitionsverhandlungen bis 2018 für möglich +++

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hält es für möglich, dass sich die Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung bis ins kommende Jahr ziehen. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte Altmaier auf die Frage, ob die neue Regierung bis Weihnachten stehe, bei der Bildung der Großen Koalition 2013 "haben wir es knapp bis Weihnachten geschafft". Er wünsche sich das auch dieses Mal. "Aber entscheidend ist der Inhalt, nicht das Datum." 

+++ 3.13 Uhr: Russland und Türkei wollen Einsatz für Frieden in Syrien verstärken +++

Trotz ihrer unterschiedlichen Interessen in Syrien wollen und die Türkei ihre gemeinsamen Bemühungen um ein Ende des Konflikts verstärken. Bei einem Treffen in Ankara vereinbarten der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan, die Einrichtung einer Sicherheitszone in der von Dschihadisten kontrollierten syrischen Provinz Idlib voranzutreiben. Auch ihre Wirtschaftsbeziehungen wollen Russland und die Türkei ausbauen.

Moskau und Ankara stehen im im Syrien-Konflikt auf entgegengesetzten Seiten, arbeiten aber bereits seit vergangenem Jahr an einer Friedenslösung für das Land. Während Russland seit September 2015 für Assad Luftangriffe fliegt, unterstützt die Türkei die Rebellen. 

+++ 2.22 Uhr: Trump gratuliert Merkel - vier Tage später +++

Vier Tage nach der Bundestagswahl und damit ungewöhnlich spät hat US-Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem Wahlsieg gratuliert. Trump habe der Kanzlerin zum Ergebnis der Wahl und dem erneuten Regierungsauftrag gratuliert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert im Online-Dienst Twitter mit. Im Mittelpunkt des Gesprächs hätten die Krise um Nordkorea und die Zukunft des Nuklearabkommens mit dem Iran gestanden. 

pg/tis/AFP/DPA

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