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23. Dezember 2007, 16:16 Uhr

Brutale U-Bahn-Schläger gefasst

Den zwei Junge Männern, die einen Rentner in der Münchener U-Bahn brutal zusammengeschlagen haben, droht eine Anklage wegen versuchten Mordes. Der ältere Herr sie gebeten, nicht zu rauchen.

Die Überwachungskamera hat Verfolgung aufgezeichnet© DPA

Nach einem brutalen Überfall auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn sind die beiden Tatverdächtigen am Sonntag festgenommen worden. Nach einem wahren Ermittlungsmarathon habe die Polizei am frühen Morgen einen 17 Jahre alten Griechen und einen 20- jährigen Türken gefasst, berichtete Josef Wilfling von der Münchner Mordkommission. Die arbeitslosen Männer hätten die Tat gestanden. Beide gelten als Serientäter und sind den Angaben zufolge schon dutzende Male mit verschiedenen Straftaten aufgefallen. Wegen der beispiellosen Brutalität - so trat der 17-Jährige heftig gegen den Kopf des 76-jährigen Rentners - droht ihnen möglicherweise eine Anklage nicht wegen versuchten Totschlags, sondern sogar wegen versuchten Mordes, ließ Staatsanwalt Florian Weinzierl durchblicken.

Die beiden Männer sollen den Rentner am Donnerstagabend verfolgt und zusammengeschlagen haben, weil er sie in der U-Bahn gebeten hatte, in dem Waggon nicht zu rauchen und ihre Zigaretten auszumachen. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie der alte Mann kurz darauf in der U-Bahn-Station zu Boden geschubst wurde. Immer wieder haben ihn die beiden dann geschlagen und getreten. Schließlich nahm der 17-Jährige mehrere Meter Anlauf und trat so kräftig gegen den Kopf des Mannes, dass er sich selbst verletzte. Der Rentner blieb am Boden liegen, die Schläger flüchteten mit dem Rucksack des Opfers. Ein kurz darauf vorbeikommender Passant verständigte die Polizei.

"Da sind doch alle aggressiv"

Die Suche nach den Tätern glich einer "Schnitzeljagd", wie Wilfling sagte. Letztlich wurde den beiden jungen Männern eine weitere Straftat zum Verhängnis. Kurz bevor sie den Rentner überfallen haben, hatten sie nämlich einem flüchtigen Bekannten das Handy gestohlen. Den 20-Jährigen aus dem Raum Göttingen hatten sie zuvor kennengelernt, sie waren mit ihm durch verschiedene Kneipen in der Münchner Innenstadt gezogen, hatten Alkohol und Drogen konsumiert. Der 17-Jährige nahm ihm dann das Handy ab, rief Bekannte an und versetzte ihm einen Tritt. Dabei habe er zu seinem Gesprächspartner gesagt: "Jetzt wirst Du gerade Zeuge, wie ich einen Deutschen umbringe!"

Aufgrund der ähnlichen Täterbeschreibungen in beiden Fällen nahmen die Beamten die Ermittlungen in diese Richtung auf. Über die Telefonate, die der 20-jährige Beschuldigte dann mit dem gestohlenen Mobiltelefon geführt hatte, kam ihm die Polizei auf die Schliche. Ein halbes Dutzend Zeugen, die er angerufen hatte, wurde befragt. Am Sonntagmorgen wurde er dann in der Wohnung seiner Freundin erwischt. Wenige Stunden später wurde auch der 17-Jährige bei seinen Eltern festgenommen. In der anschließenden Vernehmung bei der Polizei zeigte dieser keine Spur von Reue, vielmehr sagte er nach Angaben von Wilfling sinngemäß: "Was labert mich der (Rentner) an, der muss doch gesehen haben, dass wir besoffen sind. Da sind doch alle aggressiv."

Bei dem Angriff erlitt der Rentner einen mehrfachen Schädelbruch mit Einblutungen ins Gehirn. Sein Zustand sei inzwischen aber stabil, hieß es. Er habe relativ viel Glück gehabt. "Das ist erschreckend, mit welcher Gleichgültigkeit hier vorgegangen worden ist, das ist seelenlos", sagte Wilfling. Die Staatsanwaltschaft wolle an diesem Montag Haftbefehl gegen die beiden Männer beantragen.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 188)
 
deholgi (26.12.2007, 14:06 Uhr)
@atride
Die Frage ist nicht das man diese Tat kommentiert und auch wie ich darüber empört ist, sondern wie es geschieht. Und einige Kommentare wimmeln nur von Ausländerfeindlichkeit und Nazi-Gesülze. Und nur diese Verhalten prangere ich hier an. Diesen Leuten geht es nicht um einer konstruktive Diskussion, für die es numal Foren gibt, sondern um Meinungsmache für ihrer dumpfen Ansichten. Und anschliessend, wenn andere Forumsteilnehmer darauf eingehen, werden diese als Linke, Grüne, 68er usw betittelt.
BTW: Sie hatten auch mal bessere Kommentare und Danke für das "Du".
hkl1 (26.12.2007, 07:46 Uhr)
Entschuldgung...
für die Rechtschreibfehler, meine Tastatur ist defekt.
hkl1 (26.12.2007, 07:44 Uhr)
@deholgi
ist ja wieder typisch! Wenn man sich nicht alles gefallen lässt und einen solchen Fall von Ausländerkriminalität mit Entrüstug und Unverständnis kommetiert, fallen hier wieder links-poplistische, abdrochene Floskeln wie "braune Soße". Braun ist ja nun wirklich mit nationalsozialistisch gleichzusetzte. Damit hat die Verärgerung über die Täter jawohl rein garichts zu tun. Wer so kommentiert schmeißt alle ohne nachzudenen in einen Topf!
suchasurf (26.12.2007, 07:17 Uhr)
Aufwachen!
"Ich finde es ärgerlich, dass CSU-Politiker immer nach Straftaten sofort dem Gericht vorgreifen und schon wissen, welche ausländerrechtlichen Konsequenzen zu ziehen sind“, sagte Christian Ude (SPD) am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. Sehr Schade Herr Ude für die schwache Leistung als Bürgermeister! Alle rückfällig straffälligen Ausländer MÜSSEN das Land verlassen, dafür MÜSSEN Gesetze geschaffen werden. Dieser Tat hätte vorgebeugt werden können, wenn unsere ausländerrechtliche Gesetzgebung und Intgrationspolitik an die veränderten zuwanderungsbedingten Zustände in der Befölgerungsschicht der Bundesrepublik angepasst worden wären. Ebenso fehlen Regelungen einen EU Bürger aus einem EU Land auszuweisen welches nicht das Haimatland ist. Im Falle einer solch brutalen Straftat MUSS die Höchststrafe verhängt werden auch für miderjährige Straftäter. (Ich frage mich was wohl für eine solche Straftat in der Türkei als Strafe verhängt wird, (siehe Fall Marco) und wie die Haftbedingungen dort aussehen) Eine gute ausländerrechtliche Regelung wäre es Straftäter zum Strafvollzug Ihrem Heimatland zu überstellen sowohl EU intern wie extern, dann wären die Gefängnisse auch nur 2/3 so voll. In den bayerischen Justizvollzugsanstalten beträgt der Ausländeranteil 30,39 %. Insgesamt sind 3.803 Ausländer aus 105 Staaten und 46 Staatenlose eingesperrt. Den größten Anteil der ausländischen Gefangenen nach Nationalitäten stellt die Türkei (731 Gefangene = 18,99 %)
Frau Beate Merk (bayerische Justizministerin CSU) betonte zwar, dass diese Zahlen keine unmittelbaren Rückschlüsse auf eine erhöhte Kriminalität von Ausländern zulassen, das halte ich allerdings für eine entweder naive oder soger dumme Aussage (oder aber man will die Bevölkerung täuschen (damit möchte ich keine betrügerische Absicht unterstellen) ich denke man will als Politiker lieber über eigene Fehler schweigen) da der Ausländeranteil in bayrischen Gefängnissen in keinem Zusammenhang zu den neun Prozent, der in Bayern lebenden ausländischen Wohnbevölkerung, steht (wollen wir auch Österreicher als Ausländer rechnen;-). Frau Beate Merk das ist Ihr Job - nicht Wegsehen! nicht Schönreden! Anprangern und Gesetzeslücken schließen! Danke für die Aufmerksamkeit auch Herr Ude
atride (25.12.2007, 16:23 Uhr)
@deholgi
mit deinen reflexartigen multikulti-dogmen bist du leider nicht mehr ganz up to date. wir haben ein problem mit ausländischen gewalttätern. wenn du das nicht glaubst, empfehle ich dir mal samstag nacht eine spaziergang die berliner sonnenallee entlang. ich persönlich kenne wenigstens 3 frauen, die aus neuköln wegziehen mussten, weil sie dort im grunde nachts nicht mehr auf die strasse konnten. das ist doch kein pauschaler ausländerhass, wenn man dies thematisiert.
Betruebt (25.12.2007, 14:55 Uhr)
erstmal Frohe Weihnachten
Braune Soße...braune Soße...braune Soße....hmn. Was meinst du damit? Ist alles was nicht mit deinem vll. total liberalen Gedanken übereinstimmt braun?
Was ist hier braunes (ich nehme mal du meinst damit, rechtsradikales bzw rechtsfaschistisches, rassistisches) Gedankengut?
deholgi (25.12.2007, 13:58 Uhr)
Braune Soße
Wenn ich diese braune Soße wieder lese wundert es mich nicht das Gewalt gegen Ausländer in Deutschland im Ausland mehr wahrgenommen wird als der umgekehrte Fall.
J.Stahl (24.12.2007, 21:54 Uhr)
freestyle
es tut mir leid wenn sie schlechte erfahrungen gemacht haben!ich war auch mal im süden.dort ist alles anders...aus soho?also das hätte ich nicht gedacht.sowas gibt es bei uns nicht.meine mutter gehört genauso zur familie wie die jüdische frau meines onkels.habe viele freunde in harlem aber mein mann kommt aus brooklyn.in münchen ist es vielleicht anders als dort wo ich herkomme.aber dort gibt es auch rassismus.
freestyle (24.12.2007, 20:43 Uhr)
J.Stahl
Es freut mich für Sie, dass die Menschen in Big Apple so positiv auf Sie reagieren. Trotzdem muss ich feststellen, dass sie meine Ausführungen anscheinend nur überflogen und nicht gelesen haben. Sicher wäre Ihnen dann nicht entgangen, daß ich in Bezug auf ein Leben und den Erfahrungen in Deutschland von WIR gesprochen habe. Mir zu unterstellen, ich hätte keine Ahnung ist wohl weit am Ziel vorbeigeschossen. Wenn Sie so schlecht in Dtl. behandelt wurden, tut es mir leid. Meine Lebensgefährtin und ich jedoch haben in den 6 Jahren USA weit mehr Anfeindungen erlebt, als in den mittlerweile fast 15 Jahren die wir in meiner Heimatstadt München leben. Übrigens hat meine Lebensgefährtin mit Ihrer Familie (sehr zu Ihrem und auch meinem Leidwesen) gebrochen, da ich dort als Weisser zum Einem und speziell als Deutscher zwar geduldet, unterschwellig jedoch als white trash behandelt wurde. Und nein, diese Leute kommen nicht Harlem, sondern Soho. Fazit, Rassismus gibt es überall. Einen schönen Abend noch.
J.Stahl (24.12.2007, 20:04 Uhr)
freestyle
natürlich habe ich mitgefühl mit dem opfer!mir wurde hier nur in den mund gelegt das ich das nicht hätte und täter entschuldigen würde.ja ja die bösen bösen usa.das wort nigger ist mir in den usa noch nie gesagt worden und wenn ich sage das ich aus deutschland bin ernte ich immer einen freundlichen kommentar und ein paar deutsche wörter die man schon gerne mal ausprobieren wollte (wie z.b.guten tag und so ein zeug).wie man in den wald hineinruft so schallt es einem halt entgegen.mich und meine mutter hat dort noch niemand kraut,nazi oder sonstwas genannt.vielleicht liegt das auch ein bißchen am eigenen verhalten.den kkk kenne ich bis jetzt nur vom hörensagen.wären auch ein bißchen falsch hier in ny.sie meinen wenn man schwarz ist geht es einem in dtl.besser als in den usa?bitte hören sie auf von dingen zu reden von denen sie keine ahnung haben!vielleicht werden sie ja als schwarzer wieder geboren dann wünsche ich ihnen viel spaß bei behördengängen,in der schule,bei polizeikontrollen die sich auffällig horten,etc.aber in die südstaaten würde ich auch nicht ziehen...
 
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